Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an einen Herrn Reinhardt in < ? > v. 16.1.1802 (Oberweißbach)


F. an einen Herrn Reinhardt in < ? > v. 16.1.1802 (Oberweißbach)
(FMMO, Brieforiginal 1 B 4° 3 S. - Gründe für die Zuordnung des Blatts mit der Nachschrift zu diesem Brief an Reinhardt: 1. entsprechende Risse im Papier; 2. in diesem Brief ist häufiger von Carl die Rede als im Brief v. 4.2.1802; 3. auf 1R und 2V wird jeweils auf die Möglichkeit angespielt, durch die "Gelegenheit" / "Bothenfrau" etwas zurückzuschicken; 4. in der Nachschrift fügt F. eine "eigene" Bitte an; in diesem Brief waren zuvor nur Bitten der Eltern geäußert worden, während sich im späteren Brief F. selbst zu den Bittstellern zählt.)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Lieber Herr Reinhardt


Ich muß Ihnen abermalen im Namen meiner Mutter mit Aufträgen zu beschweren, so ungern ich es für meine Person es auch sonst thue. Erstl: läßt Ihnen meine Mutter bitten, ihr zu melden ob Ihnen Carl 1 rth -, aufzuheben gegeben hat, [we]lchen Carl geschenkt bekommen, und eben geschriebenenes versprochen hat. Zweytens hat ders: hier 12 <gr> erhalten für [we]lche er seinen Hut auffärben laßen <soll ? > von dem überigen aber das bewußte Lesegeld bezahlen soll; die Mutter läßt Ihnen daher bitten, darauf zu sehen, daß beydes geschiehet, indem sie noch immer Carln nicht draut [sc.: traut]. Drittens bittet Ihnen /
[1R]
der Vatter beykommende Brandversicherungen Scheine bey dem He[rrn] Kaufman[n] Bellermann zu besorgen, und demselben um die Rückgabe der BeytrittsGesuche zu bitten, welche sie [sc.: Sie] dann gefälligst zu meinem Vater besorgen werden.
Beykommenden Brief werden Sie gebeten baldigst an den Herrn Hofrath Conradi zu besorgen. Zum fünften werden Sie recht sehr gebeten, Carln zu treiben, daß er der Mutter die bewußten Sachen und Wäsche, d[urc]h diese Gelegenheit zu überschicken. Meine Eltern empfehlen sich Ihnen besten[s]; Auch ich empfehle mich Ihrer Gewogenheit und verbleibe
OWB dn. 16ten Jenner
           1802
 
          Ihr
ergebener Diener

Friedr. Wilh. Aug Fröbel
           <H>/

[2]
N. Schrift
Auch für meine Personen muß ich Ihnen ergebenst um etwas bitten; Wollten Sie nicht die Güte haben und Carl sagen, daß er dieser Bothenfrau meine 2 Reisbret[t]er und wenigstens das lange Lineal (wenn sie es anders tragen kann:) mit geben soll, indem ich dieselben gerne hier haben möchte. Mit schuldigen Dank für diese Gefälligkeit bin ich stets
        Ihr
ergebenener Die[ne]r
        FWAFröbel
             <H>