Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johann Heinrich Pestalozzi in Yverdon v. 10.7.1808 (Frankfurt am Main)


F. an Johann Heinrich Pestalozzi in Yverdon v. 10.7.1808 (Frankfurt am Main)
(Im BN zwei Entwürfe; 1. undat. Entw. BN 588, Bl 1-8 4 B 4° 15 S., 2. dat. Entw. BN 588, Bl 9-14, 3 B fol 11 S. - Die ersten 5½ Seiten des 1. Entwurfs Bl 1-3R Mitte sind insgesamt gestrichen, der Text entspricht im wesentlichen dem des 2. Entwurfs Bl 9-12R bis zum Abbruch auf Bl 12R, vor der "Beilage" mit 11 Fragen.)

[1. Entwurf]

Kaum faßt mein Herz die Freude endlich Gelegenheit zu
erhalten Ihnen hochverehrter Herr Pesta. theuerester
hochgeliebter Vater beweisen zu können, daß
seit der Zeit ich Sie verließ, ich meinem Vorsatz
und Versprechen, und Ihrer Aufforderung: hinzu-
gehen um in dem mir angewissenen [sc.: angewiesenen] Kreis
so gut ich könnte kraftvoll zu handeln, thätig
und meinem hohen Beruf u. Zweck getreu gehandelt
habe. - Nächst der Stunde welche mich zuerst
beglückte von Ihnen güte- und freundschaftsvoll als Schüler auf-
genommen zu werden ist mir der Augenblick
der höchste meines Lebens, wo mein bester
Genius mir die Gelegenheit herbei führt, Ihnen
meine unbekranzte H[och]achtung u. kindlich dank-
bare Verehrung bezeigen und *[gestr.:] bethätigen* zu
können, wo er mir so gar die Aussicht, beinahe
*[gestr.:] beinahe* die Gewißheit giebt, diese Hochachtung
diese Verehrung, durch Handeln, Wirken, Thun in
Ihrer Nähe Ihnen bethätigen, bezeugen zu
können.
Erlauben Sie mir daß ich Ihnen kurz
die Ursache meiner hohen Freude, meines
hohen Glückes ausspreche: Der Vater
meiner Zöglinge (:denn ich bin seit 2 Jahren nicht
mehr Lehrer, sondern Privat Erzieher:) der
Herr v. Holzhausen, scheint sich endlich in /

[1R]
sich fest bestimmt zu haben mich mit seinen
3 Söhnen *[gestr.:] bei* wenn Sie es erlauben in Ihrem Institute wohnen und unterstützt von ihrem
Vaterl. Rath Sorge u.
gemeinschaftl.
mit den würdigen Gliedern desselben für
Ihr Wohl wirken zu lassen.
Ich weiß nicht ob ich Sie noch daran
erinnern darf, daß schon zu der Zeit
als ich so glückl. war einige Wochen
in Ihrer Nähe zu leben, die Mutter
meiner Zögl. die Fr. v. Holzhausen u ich sehnl.
den Wunsch hatte, ihre Söhne, die dort-
mals noch nicht meine Zögl. waren noch in
meiner Idee lag es je zu werden

[links daneben:] es auch werden zu sollen nie in meiner Idee lag,
Ihrer
Vaterpflege übergeben, sie Ihrem Institute
*[gestr.:] übergeben* anvertrauen zu können.
So sehr *[gestr.:] dieses aber auch* auch dieser Wunsch der Mutter schon dortmals mein Wunsch
war als ich *[gestr.:] nun wegen des Wohls der Kinder
befragt wurde* blos als Sorgender Freund der
Kinder dachte u. handelte so wurde <dies> doch noch
mehr und aus tiefen trifftigen starken
Gründen mein Wunsch als ich wirkl.
Erzieher derselben war. Ich
war kaum ½ Jahr Erzieher gewesen
während dem ich sattsam Gelegenheit erhalten hatte das Seyn meiner
Kinder zieml. genau zu erkennen
als ich, die Überzeugung hatte meiner Pflicht /

[2]
nicht vollkommener u. getreuer nachkommen
u. dem Vater keinen höheren Beweis
meines Plichts Treue geben zu können
als wenn ich dem Vater durch genaues
Vorführen des Innern u. äußern Seyns der Kinder,
ihres mangelnden u. ihres <Besitzenden>, u.
durch - für mich triftige - Gründe zu be-
stimmen suchte - sie *[gestr.:] mir* von Ihnen in
der Schweiz erziehen zu lassen.

[rechts neben dem letzten Satz:] (geben zu können daß ich
mit ernst u. kraftvoll
wahrhaft das Gute
seiner Kinder woll[te], als
*[gestr.:] Seit jenen 1½* Meine Hoffnung schlug
fehl, u. seit jenen 1½ Jahr, konnte die
Hoffnung daß es je geschehen würde nur
durch den sehnlichsten *[gestr.:] tiefen <höchsten>* <heißesten>
innigsten Wunsch der Mutter in mir
genährt werden, nur durch eine Mutter
welche ihre Kinder so wahrhaft zärtlich
liebt, und das wahre Wohl ihrer Kinder so
ernst u. wahrhaft will, als die
Mutter meiner Zöglinge.
Endlich durch die Durchreise der [sc.: des] He.
von Türk, wurde die Hoffnung wieder
näher geführt, mein verstärkter Wunsch begegnete
dem noch innigeren der Mutter, die da ihr nicht gleich die
Erfüllung desselben wurde, vergönnt
war nun ununterbrochen
bis jetzt zur Ausführung desselben handelnd
war. /
[2R]
Heute sprach auch ich mit dem H. v. H.
u. [sc.: um] ihn durch triftige Gründe für die Beschleunigung
seines Endschlußes zu bestimmen, u. ich
hatte da die unerwartete Freude
von ihm *[gestr.:] den Auftrag zu erhalten* die
zieml. gewiße Hoffnung zur Erfüllung meines Wunsches u. einigemal
den bestimmten Auftrag zu erhalten mir von
Ihnen die Beantwortung der auf der Beilage
verzeichneten Fragen zu erbitten.
Dieß die Ursache meines Schreibens
daher zuerst an Sie die bittende Frage
ob Sie meine 3 Zöglinge wovon der älteste 14, der
*[gestr.:] jüngste* mittlere 11, der jüngste 8½ auch als
Zöglinge ihres Institutes auf[-] u. an-
nehmen wollen,*#* obgleich der Vater auf
jedem Fall eine Reise nach
Yverdun machen wird, um
durch Anschauung seine jetzige Überzeugung
von der *[gestr.:] <Nutzen>* Vorzüglichkeit
Ihrer Anstalt im Allgemeinen
u. in Hinsicht auf seine
Kinder zu bestätigen,
wo Sie also die Kinder
vorher selbst sehen u.
urtheilen können ob
sie würdig sind, unter den
Zögl. ihres Institutes zu
leben so *[gestr.: will* halte
ich es doch für nöthig
so viel über ihr Seyn
zu sagen, daß Was das Seyn der
Kinder betrifft, so *[gestr.:] sind sie* kann ich mit
vollen Recht die volle Überzeugung haben, daß
besonders die beiden jüngern noch an Geist, Seele und Leib unver-
dorbene kindl. Knaben sind, auch der
älteste ist ein sehr gutmüthiger Knabe
der in sich den besten Willen trägt, gut zu
seyn, aber es ihm etwas schwerer
fällt, als seinen Brüdern, diesen guten
Willen, besonders für natürl. Kindlichkeit
für kindliche Unbefangenheit in That u.
Anwendung zu bringen, da sein Urtheil
[links neben dem Text, wahrscheinlich bei "#" einzufügen:]
Da der Vater, auf dem
Fall, Sie uns bei sich u.
in Ihr Institut gütevoll
aufnehmen wollen, worum
ich nochmals herzlichst bitte,
sich endschließen wird
gemeinschaftl. eine Reise
nach Yverdon zu machen.
[links unten neben dem Text, nicht genau zuzuordnen:]
<Wie> ich für jede unsittl.
Angewohnheit bürgen kann /

[3]
*[gestr.:] durch* u. sein Betragen, durch frühere
Einwirkungen auf ihn u. frühere Verhält-
niße in denen er stand etwas be-
fangen ist. Übrigens ist es nochmals
gesagt, gutherzig wie die andern
u. hegt gleich jenen die stärkste Anhänglichkeit, Achtung
u. Liebe zu mir ihrem Erzieher u. Lehrer
fest kann ich dafür bürgen, daß alle
3 nichts böses in sich tragen, noch auch
unbewußt thun, kurz, daß in ihrer
Seele u. in ihrer Handlung sich unverdorben
sittl. Gefühl ausspricht.
[rechts neben dem letzten Absatz:]
(ich kann Ihnen die
feste Versicherung geben
sind sie einmal bei
Ihnen, so bleiben sie
ganz gewiß so lange
im Institut bis sie
aus demselben ihrer
weiteren Bestimmung
auf eine Akademie
oder Universität entgegen gehen,
da dieß des Vaters
fester ernster Wille ist.
Wollten Sie nun diese herzl. Bitte der
Eltern u. meine erfüllen, und meine Zöglinge in
ihr Institut aufnehmen, so ist der
Wunsch der Eltern, daß diese zwar
ganz in demselben Verhältniß als die andern
zum Institute stehen, daß sie aber unter
meiner besondern Leitung bleiben, u. besonders
der älteste von mir denjenigen Unterricht
erhält, welcher bis jetzt noch nicht im Institute
[ge]geben wird, welcher [sc.: welchen] aber sein Alter
u. seine künftige Bestimmung nöthig macht.
Damit aber durch meine Begleitung der
Kinder, denselben nicht das minteste
von dem entzogen werde, was /

[3R]
[im] Institut zum Wohl der Kinder ge-
schieht, so wünschen, die Eltern sehr
daß ich zugleich mit den Kindern
in den Gebäuden des Institutes
wohnen könnte. Unser Bedürfniß
würde 2 Zimmer erfordern, eines
worinne 4 Betten *[gestr.:] u. daß die <Möbeln>,
welche* nebst einigen Behältern zum Auf-
heben der Wäsche der Kinder stehen
könnten welches daher nicht
geheizt zu werden
Bräuchte u. ein 2tes kleineres heizbares
Zimmer in welchem ich wohnen <u.> meine Effekten
u. Bücher stehen könnten. Sehr e[r]wünscht
würde es den Eltern seyn, wenn dieser
Wunsch ihnen erfüllt werden könnte,
[Ende der Gesamtstreichung, die im wesentlichen dem 2. Entwurf entspricht]
da sie sich davon die vollkommendste
Erreichung ihres Zweckes versprechen.
Auf dem unangenehmen Fall aber,
daß dieser Wunsch unbefriedigt
bleiben müßte, lassen die Eltern
2tens durch mich anfragen, ob
nicht in der nächsten Nähe des Schlosses eine
Wohnung von den oben bestimmten Eigen-
schaften zu erhalten sey. Da, wie
ich höre der He. Mieg in der Nähe
des Schlosses wohnt, u. bald Yver-
don
verlassen wird sollte es viel-
leicht mögl. seyn, jenes Zimmer zum /
[4]
bewohnen erhalten zu können? -
Allein nochmals gesagt es würde
den Eltern außerordentlich lieb
seyn, wenn ich mit den Kindern
zugleich im Schloße wohnen
könnte, und darauf bitte ich
Sie u. auch besonders noch die Mutter
meiner Zöglinge, die Ihnen durch mich
ihre unbegränzte vollkommenste
Hochachtung versichern u. Sie um Ihr
freundschaftl. Wohlwollen bitten läßt,
ganz besonders Rücksicht zu nehmen,
daß deshalb noch in einzelnen zu
Kleinigkeiten zu treffende Arange-
ment ließe sich dann leicht
dann treffen, wenn die Eltern Ihre in
Yverdon gegenwärtig waren.      [rechts daneben:] Quardet von Chirowez
Die künftige Bestimmung der Kinder erfordert
gründl. Kenntniß der lat: Sprache. Worin
auch schon die beiden schon bisher Unterricht
erhalten haben, der älteste Übersetzt jetzt
aus dem Cornel den Eumenos, u. übt sich in
<Erectitnis> in Anwendung der Sprach Regeln nach
Brüders Großen Grammatik. Der
Mittlere ist an <Verbindung> der Haupt[-]
mit Nebenworten durch das Verbum sum /
[4R]
z.B. diese[n] Unterricht wünsche ich
u. die Eltern durch Lehrer im Institut
fortgesetzt, ich soll daher 2tens anfragen
ob Gelegenheit dazu sich in Yverdun
Schloß findet u. ob ihre Lehrer Zeit
einer Ihrer Gehülfen
He. <Niedere[r]> oder He.
Muralt Zeit u. Muße haben, diesen Unterricht vor
zu geben. -
Endlich Zuletzt habe ich folgende
einige Ökonomische Fragen zu thun, welche
ich ohne da sie keiner Erläuterung bedürfen
gleich in die Beilage eingereiht
habe.
------

[Im folgenden sind Bl 4R untere Hälfte bis Bl 6 wieder insgesamt gestrichen, zum Text vgl. die "Beilage"-Fragen im 2. Entwurf, Bl 13-14]
Beilage
1te Frage: Kann der Erzieher mit 3 Kindern
im Schloße wohnen u. zu diesem Zweck
2 Zimmer ein größeres nicht heizbares
zum Schlafen ein 2tes kleines heizbares
zum wohnen für den Erzieher erhalten.
2.) Frage: Kann der Erzieher den Tisch
u Frühstück rc gleich den *[gestr.:] Lehr* Zögl.
im Institut erhalten.
3.) Was wäre außer dem zu 25 Luisd'or bestimmten
Pensions Gelde der Kinder noch für
jene Wohnung u. das damit verbundene u. den Tisch des Erziehers
ohngefähr jährl. noch besonders besonders [2x] zu
vergüten. /
[5]
4te Frage: Sollte es nicht mögl. Seyn
daß ich zugl. mit den Zögl. im Schlosse
wohnen könnte, *[gestr.:] so* wäre es aber
doch mögl. daß <ich> gleich den Kindern
im Institute den Tisch haben könnte
u. was wäre dafür zu ent-
richten.
5. Könnte ich dann im schlimmsten Falle wenigstens in der
Nähe des Gutes wohnen? u was wäre
jährl. für eine solche Wohnung zu bezahlen.
6.) Was wäre jährl. für den Latein
Unterricht zu vergüten.
7.) Ist zu fragen, ob Unterricht
in der Violine zu erhalten wäre
der älteste spielt jetzt Quardet
von Chirowez u. was für solchen
Monatl. (den Monat 16 Billet gerechnet)
zu bezahlen sey.
8.) Alle diese ökonomischen Angaben
die ich mir erbitte sollen keinesweges
fest bestimmend, sondern blos ohngefähre
Angaben seyn.
Noch habe ich den Auftrag zu fragen:
8.) Sind Zöglinge in dem Institute von dem Alter meines
ältesten Zöglinges der 14 Jahr ist?
[in der rechten Spalte:]
Noch habe ich den Auftrag
zu fragen:
8 *[gestr.:]Ob die* Werden Zöglinge im Institut
so weit vorbereitet wird
das sie von dort sogleich
auf Universitäten gehen
können?
9.) Sind gegenwärtig Schüler
im Institute welche zum
Unterrichte auf Univer-
sitäten vorbereitet
werden.
10.) Sind schon Zöglinge des
Institutes zur Univer-
sität abgegangen?
11.) *[gestr.:] Werden* Sind Zöglinge
in dem Institute von
dem Alter meines ältesten Zöglings, der
jetzt 14 Jahr alt ist. /
[5R]
*[gestr.:] Da, wenn die Kinder nach <Müh> nach
Yverd kommen sollen* Wird uns Ihre Güte freundschaftl. eine günstige Antwort überschicken so
wird ohne Zweifel der *[gestr.:] Vater* He. v. H. in der letzten Hälfte des 7brs
die Reise nach Yverdon antreten, da nun wenn dieß geschehen, u. die Kinder dann bei Ihnen bleiben sollten, sollte in jeder Hinsicht keine Zeit mehr
zu verlieren ist, so bitte ich Sie sehr
diese Fragen so bald als mögl. zu be-
antworten, ich habe deßhalb eine
*[gestr.:] Da ich diesen Fragen Ich habe noch ehe* eine Abschrift derselben befor ich solche noch an Sie ab-
gesandt habe dHe. v. H. übergeben *[gestr.:] habe*, um Ihnen
Hochzuehrendster Herr Pestalozzi die
baldige Beantwortung derselben *[gestr.:] mögl. zu machen,
ich bitte* dadurch zu erleichtern daß Sie *[gestr.:] sie daher*, in der Beantwortung
nun blos die Nummer *[gestr.:] blos* der Frage *[gestr.:] blos* zu
*[gestr.:] bestimmen* bemerken haben auf welche sich die Antwort be-
zieht; Oder sie dürfen auch blos
die Fragen auf dem Rand der zu
diesem Zweck halbbrüchig geschriebenen
Beilage bemerken u. solche zurück
senden, Auf jedem Fall läßt der
He. v. Holzhausen durch mich ersuchen, das
Resultat der *[gestr.:] Fragen* Antworten, so-
wie hier das Resultat der Fragen, besonders
der gefälligen BeAntwortung meines Briefes beizu-
fügen, damit er dieselbe zu seinem Ge-
*[gestr.:] eigenen Notiz, für* brauch für sich besitzt* /
[6]
Die Fr: von Holzhausen <versichert>
läßt sie theurer He. P. *[gestr.:] durch* recht sehr bitten
*[gestr.:] alle* aus *[gestr.:] ihrer allgem:* Wohlwollen gen
allen ihren Bestrebungen überall u. auf jede
Weise ihrem Zwecke gemäs gutes zu wünschen
zur Beseitigung <die> der der Ausführung ihres
Wunsches zu wirken, der herzlichste
unversiegbare [Dank] einer für das Wohl Ihrer
Kinder besorgten Mutter würde Ihnen dafür
werden.
So weit der Auftrag des He. u. der
Fr: v. H.
Mit der Bitte der Fr. v. H. vereinige ich die
meine, und sage nur noch daß mir die Erfüllung
derselben die Gelegenheit herbei führen würde
ganz *[gestr.:] nach* als treuer Erzieher zweckmäßig für meine
Kinder *[gestr.:] sorgen* handeln zu können
*[gestr.:] jetzt bei* Glücklich achte ich mich, daß ich durch
den Auftrag des He. v. Holzh. Ihnen theuerster
He. P. hochgeliebter Vat. die Innigste unveränd.
Verehrung u. kindliche aufrichtige Hochachtung
Ihnen versichern kann, mit welcher ich bin u. stets seyn wenn Sie es mir erlauben werde
            Ihr
            treugesinnter

            AFröbel

Empfehlen Sie, wie ich bitten darf, mich Ihren Mittarbeitern [sc.: Mitarbeitern] u. Freunden.
[Ende der Gesamtstreichung] /

[6R]
Wird uns Ihre Güte, eine freundliche
günstige Antwort überschicken, so wird
ohne Zweifel der He. v. H.- in der
letzten Hälfte des Monats September
dieses Jahres, eine s Reise nach Yver-
dun
antreten. Da nun wenn dieses ge-
schehen und die Kinder dann in Ihrem
Institute als Zöglinge bleiben sollten,
in jeder Hinsicht keine Zeit mehr zu
verliehren [sc.: verlieren] ist, so bitte ich Sie sehr
innig, verehrter He P-zi diese
Fragen so bald als möglich zu
beantworten; ich habe daher um alle
Weitläuftigkeiten zu vermeiden, eine
Abschrift derselben, noch ehe ich solche an
Sie abgesandt habe d[em] He. v. H. überge-
ben, Sie können sich daher bei Beantwortung
derselben, blos auf die Nummer jeder einzelnen
beziehen; Oder, um Sie jeder was noch
kürzer und Zeitersparender ist, seyn

was vielleicht noch am
wenigsten Ihre kostbare
Zeit beschränkt, seyn
Sie so gütig und beantworten sie diese
Fragen sogleich auf dem Rande der zu
diesem Zweck halbbrüchig geschriebenen
Beilage. Auf jedem Fall läßt der
Herr von Holzhausen durch mich bitten /
[7]
die Resultate Ihrer Beantwortung,
so wie hier das Resultat der Fragen
besonders Ihrer freundlichen gütevollen Beantwortung
meines Briefes beizufügen, um es eigen
zum nöthigen Gebrauch für die Zukunft zu
besitzen.
Die Frau von Holzhausen versichert
Ihnen Ihre unbegränzte vollkommendste
Hochachtung und bittet Sie um Ihr
freundschaftl. Wohlwollen, und um
gütevolle Theilnahme an ihrem herzlichen
Wunsch und dann um Ihre wo möglich um
freundschaftsvolle Beseitigung der denselben [sc.: demselben]
im Wege stehenden Hinderniße, der
herzlichste unvergängliche Dank einer
für das Wohl sehr besorgten Mutter
würde Ihnen dafür werden.
Mit der Bitte der Frau von Holzhausen
vereinige ich die meine, und sage
Ihnen nur noch, daß mir die Er-
füllung desselben die Gelegenheit her-
bei führen würde, ganz als treuer
Erzieher, zweckmäßig für meine Zögl.
handeln zu können. /
[7R]
Empfehlen Ihre - bei meiner Anwesen-
heit in Yverdun so gütig, liebe- und
freundschaftsvoll sich mir bewiesenen
Mitarbeitern Ihren hochzuschätzenden
Freunden, besondern dem Herzensguten Krüsi, versichern Sie meine Achtung
und Liebe
grüßen Sie herzlich von mir, und bitten ersuchen bitten, Sie
freundschaftl. dieselben um die Zuneigung Fortdauer ihrer
Glücklich dachte ich mich daß ich durch
den Auftrag des He. v. Holzhausen
Ihnen theuerster He. Pestalozzi
hochgeliebter Vater, die innigste
unveränderliche Verehrung und kind-
lich aufrichtige Hochachtung versichern
darf kann, mit welcher ich stets
bin u. seyn werde
Ihr
(treu gesinnter)
Sie hochachtend liebender
Sie liebend verehrender

AFröbel /

[8]
N. Sch. [sc.: Nachschrift] Was wohl am mehresten den festen Enschl. [sc.: Entschluß]
des He. v. H- als Hinderniß im Wege
stehen mag: Ist die Entfernung Yverdons
von Frankfurt; es mögte also wohl
nöthig seyn ihm die Schwierigkeit u. Be-
schwerlichkeit dieser Entfernung für
die Zukunft, jetzt so wenig als mögl.
fühlbar zu machen; da sich dieselben
- hat er sich einmal wenigstens zur
Reise nach Yverdon ganz fest entschlossen
- theils von selbst geben theils leicht
beseitigen lassen.
---------------
Noch habe ich d [Text bricht ab]

[2. Entwurf]

[9]
Verehrungswürdigster, Hochver-
        erehrtester [sc.: ehrtester] Herr Pestalozzi;

Kaum faßt mein Herz die Freu-
de, endlich Gelegenheit zu erhalten
Ihnen innigsthochverehrter Herr Pe-
stalozzi, mir theuersten hochgelieb-
ten Vater Vater
beweisen zu
können: daß seit der Zeit ich Ihren
liebend belehrenden, Geist und
Seele hocherhebenden, Kraft, Muth
und Ausdauer gebenden,
freundschaftl. Umgang
entbehren mußte; den zu genießen
mir überhaupt leider dort nur so kurze
Zeit vergönnt war, daß ich

unverbrüchl. treu meinem
Vorsatz, dem Ihnen gegebenen festen
Versprechen
und Ihrer väterlichen
Ermahnung Aufforderung: - hinzugehen in dem
mir angewiesenen Kreis, und
so gut ich könnte in demselben
kraftvoll und thätig meinem
Beruf u. Zweck getreu zu handeln wirken
- geblieben bin und nach gehan-
delt habe.
Nächst der ersten Stunde, welche mich
beglückte von Ihnen güte- und
freundschaftsvoll als Schüler auf-
genommen zu werden, ist mir der
Augenblick der höchste theuerste meines
Lebens, wo mein liebender
Genius (Du) mir die Gelegen-
heit herbei führt: Ihnen Pesta-
lozzi! meine kindlich unbekranzte
Hochachtung und kindlich dank- /
[9R]
bare Verehrung bezeigen zu
können; wo er mir so gar
die frohe Aussicht, beinahe
die Gewissheit giebt, diese
Hochachtung, diese Verehrung
durch Handeln, u Wirken in Ihrer
Nähe Ihnen bethätigen, be-
zeugen zu können.
Erlauben Sie mir, daß ich
Ihnen kurz die Ursache meiner
hohen Freude , meines hohen Glückes
ausspreche:
der Vater meiner Zöglinge der Herr von Holzhausen
(denn ich bin seit 2 Jahren
nicht mehr öffentl. Lehrer son-
dern Privat-Erzieher) scheint
sich endlich in sich fest bestimmt
zu haben: mich mit seinen
3 Söhnen - wenn Sie es uns
erlauben - in Ihrem Institute
wohnen, und mich unterstützt von Ihrem
vaterlichen Rathe und Seegen
Belehrung, und gemeinschaftl.
mit den würdigen Gliedern
desselben für dieselben wirken zu lassen.
Ich weiß nicht, ob ich Sie noch
daran erinnern darf, daß schon
vor 3 Jahren, zu der Zeit, als mir
das Glück wurde, mich einige Wochen
im Institute zu unterrichten, ich
gegen Sie aussprach, daß die Mutter
meiner jetzigen Zöglinge, die Frau
von Holzhausen
sehn den sehnenden
Wunsch in sich trug ihre Söhne
Ihrer Va liebenden Vaterpflege /
[10]
übergeben sie Ihrem Erzieh-
ungsInstitute anver-
trauen zu können.
So sehr dieser innige Wunsch
der Mutter, auch schon dort-
mals, mein W als ich blos
als ich blos, als, für das Wohl
der Kinder aufrichtig und
herzlich besorgender Freund
dachte und handelte, mein
Wunsch war, so wurde er
es doch noch mehr, und aus
tiefern, in dem Seyn der Kinder
und in dem Verhältniße in
welchen sie geboren sind und
leben, gegründeten Verhält-
nißen, als ich wirklich Er-
zieher derselben wurde, und
je länger ich derselbe war.
Ich war dieses kaum ½ Jahr
gewesen (:als während dem ich sattsam
Gelegenheit erhalten hatte
das innere Seyn meiner Kinder
genau zu erkennen:) - als mir
die feste Überzeugung wurde,
daß ich der als Erzieher über-
nommenen Pflicht, nicht vollkommne[r]
und getreuer nachkommen, und
dem Vater meiner Zöglinge
keinen höhern Beweis meiner
Pflichtstreue, und daß ich mit
ernst und that wahrhaft das
Gute seiner Kinder wollte, geben
zu können; als wenn ich dem
Vater schriftlich ganz genau
mit dem Innern und äußern
Seyn seiner Kinder, mit ihren /
[10R]
[linke Spalte, gestrichener Einschub:]
indem wie Sie von demselben
selbst erfahren werden, es
guten und mit ihren fehler-
haften Seiten bekannt machte
und ihn, auf diese Charakte-
ristik gestützt durch -
für mich triftige Gründe zu
bestimmen suchte - seine Kinder
bei Ihnen erziehen zu lassen.
Meine Hoffnung schlug fehl;
und seit jenen 1½ Jahren
konnte die Hoffnung daß es je
geschehen würde, nur durch
den sehnlichsten innigsten
Wunsch der Mutter - der sich
mir immer mit wachsender
Wärme bei jeder Gelegen-
heit aussprach, genährt werden;
nur durch eine Mutter welche
ihre Kinder so wahrhaft zärt-
lich liebt und das wahre Wohl
derselben so ernst will, und
so durch Aufopferungen fest zu
begründen sucht, als die Mutter
meiner Zöglinge.
Endlich durch die Durchreise
des Herrn von Türk, wurde
die Hoffnung wieder näher ge-
führt -
[linke Spalte, Einschub oder gestrichen?:]
und der durch die Verhältnißes und der Um-
stände unter welchen ich sie
erziehen mußte
meinen durch das immer
mehr erkannte Seyn der Kinder,
durch den innern Werth derselben ver-
stärkte Wunsch, begegnete
dem noch innigern der Mutter,
die, da ihr nicht gleich so hohen kraftvoll freundschaftl. Theilnahme auch der Herr
von Türck zur Realisirung desselben daran
Antheil nahm die Er-
füllung desselben vergönnt
würde, nun ununterbrochen
bis jetzt zur Ausführung /
[11]
desselben handelnd war.
[linke Spalte, neben dem oberen Absatz:]
Diese Hauptursache Dieser unerwartete Auftrag und der ihm zum Grunde liegende Entschluß mag wohl
nächst der schon oben ausgesprochenen ernsten Ver-
wendung des Herrn von Türk, wofür
ich mich gegen denselben zum aufrichtigsten ehrenden Dank
verpflichtet fühle, hauptsächlich und besonders
Ihr Bericht an die Eltern u. das Publikum
den der He. von Türk so gütig war dem
Herrn von Holzhausen mitzutheilen, be-
wirkt haben, seyn.
diesen Auftrag -- herbey bewirkt haben
die Urs. dieses Auftrags -- mag wohl seyn
dieser Auftrag -- herbei geführt worden
sey
Gestern sprach ich auch ich
mit dem Herrn v. Holzhausen
um ihn durch Gründe zu bitten
seinen Entschluß zu beschleu-
nigen und ich hatte die un-
erwartete Freude, von ihm
die beste Hoffnung zur Erfüllung
meines Wunsches und einige-
mal den bestimmten ernsten
Auftrag zu erhalten, mich
recht bald sogleich schriftlich an Sie zu
wenden und mir von Ihnen
die gütige Beantwortung
der auf der Beilage verzeich-
neten Anfragen zu erbitten.
So wurde mir die hohe
Freude mich an Sie hochzuehrender
He. Pest: schreiben zu dürfen.
Und nun zuerst an Sie die bittende
Frage; ob Sie meine 3 Zöglinge
wovon der älteste 14, der
mittlere 11 der kleinst[e] 8½ Jahr
alt ist, auch als Zöglinge Ihres
Institutes und mich als den auf- und annehmen
wollen? --
Obgleich der Vater, auf den
Fall: daß Sie uns die Kinder bei sich
und in Ihrem Institute güte-
voll aufnehmen wollen; um
welches ich nochmals herzlichst
bitte, - sich bestimmt ent-
schließen wird, ehe er sich ganz fest bestimmt
aussprechen wird gemeinschaftl.
mit seiner Familie eine Reise
nach Yverdun zu machen, um /
[11R]
durch Anschauung, seine jetzige
Überzeugung, von der Vor-
trefflichkeit Ihrer Anstalt im
Allgemeinen und in Hinsicht
aus [sc.: auf] seine Kinder in besondern,
zu bestätigen; Und ob Sie also
gleich die Kinder, ehe Sie die-
selben in Ihre Anstalt auf-
nehemen, selbst sehen werden
und urtheilen können ob sie
verdienen unter den Zöglingen
Ihres Institutes zu leben und
gemeinschaftl. mit denselben
erzogen zu werden, so
viel halte ich es doch für nöthig
so viel über ihr Seyn zu sagen
daß ich mit geprüfften [sc.: geprüften] Rechte die
volle Überzeugung habe, daß
(beson zwar alle 3 ?) besonders
aber die beiden jüngern, noch
an Geist, Seele und Leib un-
verdorbene kindliche Knaben
sind. Auch der älteste ist
ein sehr gutmüthiger Knabe
der in sich den besten Willen trägt
und auch diesen Willen, wie er
nur kann bethätigt, dem es aber
etwas schwerer als seinen
Brüdern fällt, diesen guten
Willen besonders für natürl.
Unbefangenheit in That und
Anwendung zu bringen,
da sein Urtheil durch und be-
sonders sein Betragen /
[12]
durch frühere Einwirkungen
auf ihn und durch die Verhält-
nisse in denen er lebte, et-
was befangen [ist]. Übrigens
ist er nochmals gesagt gut-
herzig wie die andern und
heegt [sc.: hegt] gleich jenen die stärk-
ste Anhänglichkeit, Achtung
und Liebe zu mir, ihrem
Erzieher u. Lehrer hegen [2x hegt/hegen].
Fest kann ich mich dafür
verbürgen daß alle 3 nichts
böses in sich tragen, auch ihnen
frei von jeder unsittliche[n] Handlung frem
sind; kurz daß sich in ihrem
Denken u. handeln unverdorben
sittlich Gefühl ausspricht.
(Daß die Kinder - sind sie
einmal bei Ihnen, ganz ge-
wiß so lange im Institute
bleiben, bis sie aus demselben
gleich ihrer weitern Bestimmung: auf
einer Universität und Aka-
demie entgegen gehen können
kann ich die feste Versicherung
geben, da dieß ders Vaters
fester ernster Wunsch und Wille
ist
wenigstens gegen mich
ausgesprochen hat.
Wollen Sie nun die herzliche
Bitte der Eltern Mutter der Elt und
meiner erfüllen und meine Zögl.
in ihr Institut aufnehmen, so
ist der Wunsch der Eltern
daß diese zwar ganz in dem-
selben Verhältniße zum Institut
als /
[12R]
die andern zum Institute stehen
daß sie aber unter meiner be-
sondern Leitung bleiben sollen,
und besonders der älteste von
mir denjenigen Unterricht
erhalte, welcher bis jetzt noch
nicht im Institute gegeben wird,
welchen aber sein Alter und
seine künftige Bestimmung
nöthig macht.
[links neben dem vorherigen Absatz:]
um ihm vielleicht noch be-
sonders einigen Unterricht
zu geben
Damit aber dadurch daß ich
die Kinder begleite, denselben
nicht das Mindeste von dem
entzogen werde, was im
Institute zum Wohl der Kin-
der geschieht so wünschen die
Eltern sehr: daß ich zugleich
mit den Kindern in dem
Gebäude des Institutes woh-
nen könnte. Unser Be-
dürfniß würde 2 Zimmer er-
nöthig machen: eines worinne
4 Betten nebst einigen Behältern
zum Aufheben der Wäsche und
Kleidungsstücke der Kinder
stehen könnten, welches daher
kein heizbares Zimmer zu seyn
brauchte, und ein 2tes klei-
neres aber heizbares Zimmer
in welchen ich wohnen, und in
welchem wenigstens die zum
Studium nöthigen Effecten u. Bücher
stehen könnten. Sehr erfreuent
würde es für die Eltern seyn
wenn dieser Wunsch ihnen
erfüllt werden könnte, da
sie sich
[Text bricht ab] /

[13]
Beilage.
Einige Anfragen
um deren gütige baldige Beantwortung
ich in bestimmtem Auftrage des
Herrn von Holzhausen recht sehr
bitte.
1.) Können die drei Söhne des Herrn von
Holzhausen zugleich mit mir, ihrem
Erzieher, in dem Gebäude des
Institutes (im Schloße) zugleich woh-
nen und zu diesem Zwecke zwei
Zimmer, ein größeres nicht welches
nicht heizbar zu seyn braucht zum
Schlafen, und ein zweites kleineres
heizbares zum Wohnen und Aufent-
halt für mich erhalten? -
[neben dem letzten Absatz:] Nein!
2.) Kann ich den Tisch und Frühstück
gleich den Zöglingen des Institutes
im Institute erhalten?
[neben dem letzten Absatz:] Ja!
3.) Was wäre außer dem zu 25
Louis d'or für einen Zögling, bestimm-
ten Pensions-Gelde, noch für jene
Wohnung, das damit Verbundene
und dem Tisch rc für mich, jährlich
ohngefähr noch besonders zu be-
zahlen.
[neben dem letzten Absatz:] <C'essat / C'esfat>
4.) Sollte es unmöglich seyn, daß die
Söhne des Herrn von Holzhausen und
ich, gleich den andern Zöglingen im
Schloße wohnen könnten, welche
Unmöglichkeit der Herr von Holz-
hausen, sehr gerne beseitigt sähe
wäre es dann in diesem, dem Herrn
von Holzhausen <so>
unangenehmsten
schlimmsten Falle möglich, in der Nähe wenigstens so nahe
als möglich beim Schlosse
, eine wie
oben bestimmte Wohnung, erhalte viel-
leicht die Wohnung des Herrn Mieg
zu erhalten
[neben dem letzten Absatz, schlecht leserlich:]
< ? > ein Zimmer
zugleich zum Schlafen meublirt
monatl. 2 Louisdor /
[13R]
zu erhalten? - und [was] würde jährlich
für diese Wohnung zu bezahlen
seyn?
5.) Könnte ich auf diesen schlimmsten
Fall, dann wenigstens gleich
meinen Zöglingen, den Tisch und
Frühstück rc im Institute haben, und
was wäre dafür zu bezahlen[?]
6.) Was wäre ist jährlich noch besonders für den
Lateinischen Unterricht eines
Zöglings zu bezahlen? -
[neben dem letzten Absatz:] monatl. ½ Laubsth.
7.) Ist an zu fragen ob Unterricht auf
der Violine zu erhalten ist (der
älteste spielt jetzt Quardets von
Chirowez:) und was für solchen
monatlich (den Monat zu 16 Billet
gerechnet:) zu bezahlen sey? -
[neben dem letzten Absatz:] 16 Billet ½ Louisdor
Alle diese ökonomischen Angaben,
die ich mir hier zu erbitten habe, sollen
keinesweges ganz fest bestimmend
sondern blos ohngefähre Anga-
ben seyn, welche sich der einstigen
Wirklichkeit so viel als möglich
nähern. Auf der Öde bei
Frankfurt am Main am 10ten
Julius 1808.
Fröbel/

[14]
Noch habe ich den Auftrag zu
fragen:
8.) Werden Zöglinge im Institute
des Herrn Pest: so weit vorbe-
reitet, daß sie von dort so-
gleich auf eine Universi-
tät gehen können? --
[neben dem letzten Absatz:] Ja
9.) Sind wirklich gegenwärtig
Schüler im Pestalozzischen Insti-
tute, welche zum Unterrichte
auf Universitäten vorbereitet
werden?
[neben dem letzten Absatz:] Einige
10.) Sind schon Zöglinge des Institutes
auf eine Universität abgegangen?
[neben dem letzten Absatz:] Nein
11.) Sind in dem Institute Zöglinge
von dem Alter des meines ältesten Zög-
linges, nämlich von 14 Jahr alt?
[neben dem letzten Absatz:] Ja, einige