Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Georg von Holzhausen in Frankfurt/M. v. <28.10.1808> (Yverdon)


F. an Georg von Holzhausen in Frankfurt/M. v. <28.10.1808> (Yverdon)
(BN 494, Bl 48-49, undat. Entwurf 1 B 8° 3 S. - Dat.: Anlaß für den Brief ist Geburtstag des Adressaten bei Abwesenheit F.s u. der Holzhausen-Söhne, also 1808/09 aus Yverdon [da F. in Yverdon Sept. 1808 bis Mitte 1810]; für 1808 spricht der Tenor, nach dem F. und die Kinder noch nicht lange Frankfurt/M. verlassen haben.)

Hochwohlgeb. Herr
Gnädiger Herr.
Ew. Hochwohlgeboren am heutigen Tage vereint mit
Ihren Söhnen nicht mündlich werden aufrichtige Freude
über das <Ihnen> auch und die Gesundheit Ihnen im wieder ver-
floßenen Lebensjahr mit der sie
über die Gesundheit
und das Wohl und
Es thut mir und Ihren Söhnen Hochverehrlicher Herr sehr wehe am heutigen
Tage nicht Zeuge zu seyn, das Sie den für Ihre
Familie so wichtigen, und alle die Ihnen
theuern Personen mit Freude erfüllenden
Tage, recht wohl und in jeder Hinder [sc.: Hinsicht] zufrieden
u beglückt antreten. Seyn Sie gnädiger Herr
so gütig nicht allein von Ihren Söhnen, sondern
auch von mir die aufrichtige Versicherung anzu-
nehmen, daß wir auch in der Abwesenheit
die herzlichst innigste Theilnahme, an der Freude
über jedes Glied Ihrer Familie verbreitenden
Tag nehmen. <Wenn> ich die Freuden Gefühle Ihres
Herzens am heutigen Freuden die Ihnen am heutigen
Tage durch das vereinte Bestreben Ihrer
Familie werden, durch schriftliche Wieder-
holung des einstigen Versprechens, daß ich jetzt
als Hauptzweck meines Wirkens nur das /
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Bestreben kenne Ihr Zutrauen zu belohnen
und Ihnen gnädiger Herr die
höchsten Freuden des Lebens Vaterfreuden
zu säen und zu erndten mich für die Zukunft
zu bereiten - kann ich jene Freuden durch
dieß Versprechen um etwas erhöhen, so
achte ich mich sehr beglückt.
Ihren Söhnen thut es leid gnädiger Herr
Ihnen jetzt keine größeren <thätigen> Beweise der
Theilnahme zu geben allein die Umstände erlauben es jetzt nicht, nehmen sie dagegen
als Vater von Ihnen durch <mich> nicht nur den ernsten, sondern den
schon etwas in That und Ausübung übergegangenen
Vorsatz an
Ihnen durch Ihr Betragen, durch das was
sie sein werden den Dank zu bezeigen
den Sie Ihnen gnädiger Herr in so großem
Maaße für Ihre hohe so thätige Besorgung
Sorge für Ihr bestes schuldig sind; und
daß bestimmt <einst> alles Ihr thun und
Handeln von dem Punkt ausgehen
wird Ihnen gnädiger Ihrem sie so sehr
liebenden Vater Freude zu machen. /
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Gnädiger Herr, ich wußte nicht nur, sondern
ich empfand was ich niederschrieb.
Ihr neues Lebensjahr sie so beglückt
als es Ihre Söhne u. ich herzlich wünschen.
Ew. Hochw.
Voll Verehrung u. Hochachtung
               Ew. Hochw.