Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Caroline v. Holzhausen in Frankfurt/M. v. <zw. 1809 u. Mitte 1810> (Yverdon)


F. an Caroline v. Holzhausen in Frankfurt/M. v. <zw. 1809 u. Mitte 1810> (Yverdon)
(BN 492, Bl 30, undat. Entwurf 1 Bl 8° 1 S. Dat.: Regest OW in KN 12 dat. 1809, Briefliste u. BN dat. 1815; auf 1815 deutet nichts, aber: 1) F. ist sicher nicht in Frankfurt; 2) Feinaigl wird auch im Brief an Christoph v. 25.6.1811 erwähnt, auf den vierwöchigen Kurs bei Feinaigl wird zurückgeblickt, der nicht in Göttingen gewesen sein kann, da F. erst seit dem 21.6. in Göttingen ist. Also: Brief in Yverdon geschrieben, der Schluß Halfters [1931, 312], daß der Kurs bei Feinaigl erst kurz zurück liegt und in Frankfurt stattfand ist sicher falsch. Zusätzliche Argumente: 3) der Schweizer Name, 4) in der viertletzten Zeile dieses Briefs wollte F. ursprünglich "Yv[erdon]" statt "Frankfurt" schreiben, trägt also seinen Aufenthaltsort ein.- Kurs bei Feinaigl wohl eher noch nicht im letzten Quartal 1808, also zw. 1809 und der Abreise aus Yverdon.)

Hochwohlgeborne
Gnädige Frau;
Der He. Professor von Feinaigl hat mir
gestern seinen mir erfreulichen Entschluß bekannt
gemacht, daß er im Verfolg seiner Reise den
Weg über Frankfurt nehme.
Schon in einigen der vorigen Brief[e] schrieb ich
Ihnen, daß ich jetzt den einen sehr interessanten und belehrenden
Cours der Mnemo[ni]k bei d[em] He. Prof: v. Feinaigle
hörte. gestern hat er mir den <mir> erfreul. Entschl[uß]
bek[annt] gem[ach]t daß er in verfolg sein[er] Reise
Frankfurth zu besuchen. Um Ihnen
gnädige Frau das genußrei[c]he Vergnügen zu machen, diese[n]
Mann von viel umfassenden Kenntnißen kennen
zu lernen, habe ich ihm [sc.: ihn] sehr gebeten Ihnen persönl. diesen
Brief zu überreichen, und erhat gütig meine Bitte
erfüllt angenommen.
Ich persönl. verdanke den [sc.: dem] He. Prof. v.
Feinägle viele Belehrung und besond. Freundschaft u
ich wünschte sehr etwas beitragen zu können
ihm den Aufenth. in [*gestr.: Yv*] Frank
erlauben Sie
mir deßhalb den Wunsch auszusprechen, daß ich etwas
zum Angenehmen Aufenthal[t] des He. P. in
F. mit beitragen zu können.