Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Georg von Holzhausen in Frankfurt/M. v.23.6.1811 (Göttingen)


F. an Georg von Holzhausen in Frankfurt/M. v.23.6.1811 (Göttingen)
(BlM F 1031, Bl 22, dat. Entwurf 1 Bl 8° 1 ½ S.)

Göttingen den 23 Jun[y]


Gnädiger HE

Durch die Güte gn HE welche mit welcher Sie mich von
sich gelassen haben gn[ädiger] HE <die> ich - ich <bin>
[-] da ich sie nicht erwarten konnte noch erwartete[-]
[im] <Inneren> ergriffen worden, so wenig als
ich meinen Dank dafür in Worte be[-]
zeugen kann, so innig u lebhaft bin ich v[on]
demselben d[urc]hdrungen. Nehmen Sie auch ohne
daß ich Ihnen durch Worte aussprechen kann
die Versicherung desselben <sowie> die Ver[-]
sicherung, daß ich sorgfältig jenes Dank[-]
gefühl nähren zu <richtigen> Früchten nähren
werde, eben so gütig auf als sie [sc.: Sie]
gütig mich von sich u Ihren Söhnen entließ[en]
gegen die ich beyderseits noch so großer
Schuldner bin.
Lassen Sie mich gn HE ich wiederh[ol]e
die Bitte, nicht ganz getrennt fremd von dem
Bildungsgang Ihrer Söhne nicht g[an]z fremd stehen, lassen Sie /
[22R]
mich hierin von u um die denselben etwas
wissen, wenden Sie sich wenn Sie
glauben, daß ich d[urc]h Rath u darin einem
Verhältniß d[urc]h That denselben nützl[ich]
seyn können, wenden Sie sich da gütigst
und offen <da> einzig an mich, damit ich
Gelegenheit erhalte wenigstens auch
etwas meiner Schuld abzutragen [.]