Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Christian Samuel Weiß in Berlin v. 7.5.1813 (Dannenberg)


F. an Christian Samuel Weiß in Berlin v. 7.5.1813 (Dannenberg)
(GNM Bl 94, undat. Brieforiginal/Fragment 1 Bl 8° 1 S. - Dat.: Briefliste Nr. 90 dat. pauschal "1813". Der gesamte Tenor weist darauf hin, daß F. noch nicht lange beim Militär ist. Es handelt sich offensichtlich um den Brief, den F. am 7.5.1813 zur Post gab [erschlossen aus Brief an Weiß v. 15.5.-18.5.1813], zumal der Professor <Zaune> auch im Brief v. 19.4.-21.4.1813 erwähnt wird.)

[Erster Teil nicht vorhanden]
Ich möchte Ihnen wohl noch viel über meine
Lage und den innern Charakter und meine An-
sicht des ganzen
den Werth meines jetzigen Lebens in
Bezug auf Menschenbildung und Geschichte schreiben,
doch die Zeit mangelt da die Gelegenheit durch
welche ich diesen Brief in die Nähe Berlins zu
bringen hoffe eben abgeht.-
Herzliche Grüße von den He. Pr. <Starheimer> und He. Pr. <Zaune>
darf ich Sie bitten so grüßen Sie auch Ihren He. Bruder
in Dresden bestens von mir, denn nun können wohl
wieder ungehindert Briefe dahin abgehen.
Unser Depot ist wie ich höre in diesem Augen-
blick in Neubrandenburg. Wir sa Das g[an]ze Corps
hat von Engl[and] Mäntel erhalten u. ich trage
jetzt in England gemachte Schuhe u. Camaschen [sc.: Gamaschen]
(Stiffeletten).
Was in der nächsten Zukunft mit uns werden
wird weiß ich wer weiß es; d[urc]h den He. Dr
Saalfeld können Sie immer erfahren wo unser
Korps im Allgem[einen] steht.-
Leben Sie recht wohl, und ich wünsche recht
sehr daß sich Ihnen in Hinsicht auf Berlin ein[e] blei-
bend gute Aussicht darbiethet und daß nur nach
einen glücklich be und ruhmvoll beendigten
Feldzuge mir die hohe Freude werden möge
Ihnen im Leben meine ausgezeichnete innige Hochachtung
zu be[s]thätigen.
AFröbel