Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Christian Samuel Weiß in Berlin v. 20.5./22.5./23.5./25.5./26.5./27.5.1813 (Glöben / Havelberg)


F. an Christian Samuel Weiß in Berlin v. 20.5./22.5./23.5./25.5./26.5./27.5.1813 (Glöben / Havelberg)
(GNM Bl 8-14, Brieforiginal 3 ½ B 8° 13 S.)

Glöben [sc.: Glöwen] am Donnerstags am 20st [May] 13
Bis gestern Abend hatten wir in Perleberg, von wo aus ich den
verflossenen Dienstag abermals einen Brief an Sie hochverehrter
theurer Freund auf die Post gab, Rasttage, als wir alle glaubend
noch einige Tage da liegend zu bleibend ? höchst unerwartet Ordre
zum augenblicklichen Abmarsch erhielten. Wir gingen über um Wils-
nack, was besonders stark von Russen belegt seyn soll über
Ülzen oder Uzen [sc.: Uenze], über das Guth Plattenburg, Groß Leppin hieher
wo wir heute Morgen um 3 Uhr an[kamen]. Da wir gestern gegen 8
Uhr aus P. abends schieden, so waren wir ununterbrochen
von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gegangen. Es war
eine heitere sternenhelle Nacht, die Richtung derselben stärkte den
Körper daß der Geist sich zum öfteren einer <so> ungestörten Thätigkeit er-
freuen konnte. Ich dachte Heil für sie vom Himmel
bittend der fernen Geliebten und Freunde. Mit hohem Genuß
dachte ich Ihres jüngst erhaltenen Briefes und wie derselbe mir
den inneren Reichthum so hoch erhöhenden Innhalt desselben, denn
ich bin durch so herzlich theilnehmende Freundschaft nun so reich
daß ich wirklich nicht wüßte was mir für diese Lebensstation
zu wünschen übrig bleibt blieb, da ich überzeugt bin daß mir Ihre ver-
trauende theilnehmende Gesinnung, so wie aller meiner Theuren
und Freunde sicher ins Jenseits folgen wo innigerer Verein reine-
re und ungehinderter Mittheilung und wechselseitige Erhebung
und Vervollkommenheit möglich werden, folgen wird.
Wer könnte bey dieser sichern Überzeugung glücklicher/reiner, wer
könnten glücklicher und ruhiger seyn als ich? – Und so ver-
trauen Sie ferner ungeschwächt meinem Muthe, meiner
Ausdauer meiner Duldsamkeit.
Gestern nachmittags wurde in Perleberg der Landsturm ver-
eidet; selbst war ich bey der Handlung nicht gegenwärtig
doch zogen die mit Piken bewaffneten Sturmmänner in großer Zahl vor uns vorbey;
den mit Schießgewehr bewaffneten und
den berittenen Landsturm habe ich nicht gesehen.
Mittags wurde bey uns ein, eine abermalige durchgehende in
unserer Compagnie unzufriedene Stimmung verursachende Pa-
rolbefehl bekannt gemacht, er hieß: daß derjenige welcher
in der Stadt Perleberg schießen würde auf öffentl[ichem] Markte
nach Ausziehung der Uniform
50 Prügel [erhalten] und fortgejagd [sc.: fortgejagt] werden
solle. Sie können sich selbst leicht denken wie ein solcher mit diesen
Worten ausgesprochener Befehl wirken mußte
ich gestehe gerne daß er mich selbst empörte, und daß [ich] /
[8R]
die Kränkung, die ich in mir fühlte obgleich sehr ruhig und
nun dem Feldwebel Markerodt der uns den Befehl be-
kannt machte aussprach. – Was ich später und namentl[ich]
durch den Lieut: Süvern hörte war, daß es ein Versehen
des Feldwebels sey daß d[iese]r diesen Befehl der das Allgemein
und namentl die Füssilire galte bey uns und zwar gerade
so vorgelesen habe und daß selbst unser Hauptmann
damit sehr unzufrieden seyn soll. Ich glaube dieß nun
zwar nach der Wirkung die er hervorgebracht recht gerne
- denn einige von uns haben sogleich ihren Abschied gefordert, jedoch
noch nicht erhalten so wie überhaupt sich noch
keine Bestimmten Resultate der Unzufriedenheit geäußert haben -
doch sehe ich nicht ein wie der Feldwebel etwas was allge-
meiner Befehl war für seine Person nicht beachten konnte
freylich hätte er wohl das Verbot des Schießens in der
Stadt bey harter Ahndung z. B. Ausstossung aus dem Corps
erwähnen ohne jene niedrigen und erniedrigende Aus-
drücke gebrauchen zu müssen, doch sehen Sie wohl mit mir
daß unsere Oberen viele Mißgriffe in der Behandlung unserer
Compagnien machen. Überdieß ist noch zu bemerken daß die
Ursache jenes Befehl[s] keinesweges von den <Busse>jägern aus
ging. Denken Sie sich daß nun noch daß uns dieß in einer
nicht breiten Gasse gesagt wurde, wo die Bewohner der nächsten
Häuser es hören konnten, denken Sie sich von [sc.: wie] diese Menschen besonders
von uns und unserm Corps denken müssen, wo der
Einzelne eine solche Strafe zu erwarten hat, und wie
kann das Anhören solcher Befehle unsern Zuwachs vermehren.
Bey einem Verein wie uns kann es bey etwas was nicht
wirklich den Tod nach sich zieht sicher keine höhere Strafe
geben, als die der Ausstossung aus der Compagnie, denn
welcher von uns würde nicht lieber mehrmal das Leben
verliehren als sich einer Strafe wie die angekündigte
auszusetzen, und was kann es nächst der Todesstrafe
für uns freye ehrliebende Männer, für eine höhere Strafe
geben als die der Ausstossung aus unserm Verein? -
Bedarf es bey uns der Prügel? – Ich erschrecke indem ich
nur das niedergeschriebene Wort wieder erblicke. Hier
ist der Punkt und hier haben Sie einen Beweis zu /
[9]
dem wo ich sage unsere Obern verstehen uns nicht mit Ernst
und wenn es nöthig seyn sollte auch mit Sorge aber dennoch
immer mit Würde zu behandeln.
Wie eben bekannt gemacht wird werden wir heute nach 4
Uhr Nachmittags von hier nach Havelberg eine Meile von
hier abgehen. Es soll daselbst sehr voll von Militär be-
sonders von russischem liegen.
Bey unserm gestern [sc.: gestrigen] Marsche aus P. machten wir zuerst
eine bedeutende Strecke Weges auf der Straße nach B – [Berlin]
und bald wurde – obgleich Niemand etwas darüber wußte
die Meinung allgem[ein]; daß wir zur Dekkung nach B[erlin] gingen.
So wenig ich dieß bey kalter Überlegung als noch gar nichts
gethan habend wünschen könnte nach B jetzt schon zurück
zu kommen so freute sich doch mein Innerstes mir fast selbst
unbewußt so über die Hoffnung einige Zeit wieder in Ihrem Kreise
zu leben, denn ich wurde selbst darauf erst aufmerksam
als mir – als wir mit Gewißheit unsere Bestimmung wußten
der Gedanke abermals über die Elbe zu gehen wirklich etwas
fremd vorkam. Es ist außerordentl[ich] wie sehr leicht sich der
auf kurz und in kurzer Zeit sich der Mensch in Stimmung ver-
setzen kann, in welcher ihm die Gegenwart in der er doch
eigentl[ich] wirkl[ich] lebt ganz fremd wird.
Aber dieß schreibe ich auf meinem Posten als Wache
bey der Pagage in dem Dorfe ganz im Freyen nieder. Mein
Schakko [sc.: Tschako] dient mir ganz vortrefflich zum Tisch ein Holzhaufe[n]
zum Sitz. – Wie rücksichtslos auf das, was die blose
Meinung als schicklich und unschicklich bestimmt lebt der Soldat.
--------
Mein so innig theilnehmender Freund, seit meinem Abgang
aus B – trage ich einen Brief den ich schon Ende Febr.
schrieb an dessen Absendung mich aber die Sperrung der Post
verhinderte bey mir. Im Anfang unseres Marsches glaubte
ich ihn während desselben bestellen zu können, jetzt ist
mir aber als für die nächste Zukunft alle Hoffnung dazu
benommen, wenigstens muß vorher ein sehr und wohl
mancher sehr harte Kampf gekämpft werden, wo es
schwer zu glauben ist daß Viele aus ihm zurückkommen;
Jeder muß mit Gewißheit ein Opfer der Zeit in sich sehen /
[9R]
an diesem Brief liegt mir viel wenigstens wünsche ich
nicht, daß er in fremde gemeine Hände komme deßhalb
bin ich so frey Ihnen denselben von hier, wo ich doch
wohl am nächsten an B. [sc.: Berlin] bin, mit der herzlichen freund-
schaftlichsten Bitte zu überschicken, denselben bis zur ein-
stigen möglichen Absendung bey sich zu bewahren, sollte
aber diese Zeit für Sie nie eintreten, so bitte ich Sie
diesen Briefe aus Freundschaft für mich selbst, so
wie Sie ihn erhalten haben gütigst zu verbrennen. Ich bin
fest von Ihnen überzeugt daß Sie mir diese Bitte er-
füllen werden.
Auf der Haupt-Wache in PerleHavelberg. Abends 11 Uhr. Meinem heutigen
Posten gemäß befinde ich mich jetzt hier. Nachmittags
um 5 Uhr sind wir aus Glöben ausmarschirt hieher, wo
sich jetzt außer unserm Corps kein anderes Militär befindet. -
Alle 4 Stunden komme ich 2 Stunden auf den Posten und muß als[-]
dann 2 Stunden stehen, so habe ich nachher von 1-3 das Vergnügen
zu stehen.
Vorhin wurde mir erzählt daß der linke Flügel der Franzosen
bey Wittenberg geschlagen sey und Bülow die Linie derselben
durchbrochen haben soll. Der Himmel gebe daß dieses
Gerücht viel Wahres an sich hat.
Man sagt daß wir von hier nach Sandau und dort über
die Elbe gehen werden, aber wann? – Davon wissen
wir nichts.
Nach den Äußerungen in Ihrem lieben Brief scheinen Sie schon in den ersten
Vorfällen viel von dem Landsturm und der Landwehr zu
erwarten. Was ich davon gesehen habe und wie es mir er-
schienen ist und erscheint, scheint diese Erwartung nicht ganz zu
rechtfertigen. Die Kräfte des Bürgers und des Bauern und besonders
des Letzteren bey dem ersteren dem Landst.[urm] scheinen mir zu sehr in
militärische Formen gezwängt in denen sich die rohe ein-
fache Kraft dieser Menschen nicht frey genug bewegen kann.
Hauptsächlich aber erscheint mir das auch als ein wesentlicher Mang[el]
Mangel zum guten Erfolg, daß – wenigstens in hiesiger Gegend, wie
mir es erscheint, die Leute die Sache noch nicht als die
ihre sondern [als] die des Königs betrachten.
[10]

Havelberg Sonnabend am 22 May Abends
Da ich seit gestern Mittag nachdem ich Mittags von der Wache abge-
löst worden war heitere und frohe Stunden hier verlebte so erlau-
ben Sie mir hochverehrter Freund daß ich Ihnen dieß noch aussprechen
darf. Nachdem Als meine militärischen Obliegenheiten erfüllt waren
ging ich Nachmittags mit einigen mir lieb und werthen schwarz[en] Brü[-]
dern nach dem auf dem Havelberg liegenden Dom wo wir bey
einem wenn auch nicht ganz heitern doch ruhigen fruchtbaaren Tag
uns von den Thürmen desselben der angenehmen Aussicht in die ganz[e]
umliegende Ge durch den Regen der Nacht erquickten Gegend
erfreuten. Östlich sieht man über die inselreiche, gegenwärtig
durch den Widerschein des zum Theil wolkigen Himmels schwarz
und somit mit dem Grün des Thales und den Inseln herrlich con[-]
trastirende Havel nach den Rhinowschen Bergen; ( 3 ½ M.[eilen] von hier)
südlich nach den Camerschen Bergen (1 ½ M[eilen] von hier) zwischen beyden
ein den Gesichtskreis begrenzendes Waldband; südlich mehr west-
lich am Horizont die Anhöhe von Arneburg, südwestlich das wohl
nur 1 Stunde von hier gelegene aber die Aussicht begrenzende Sandau[.]
Nach den Camerschen Bergen hin endigt sich das im Osten beginnende hier
näher als jene liegende Waldband, so daß die Aussicht nach denselben ganz
frey ist. Vor diesen Cammerschen Bergen zieht sich hinter Sandau hinweg der
entferntere dunklere den Gesichtskreis begränzende Waldsaum nach Westen;
welcher in der Richtung Arneburgs die größte Aussicht um auf die jenseitigen
Ufer der Elbe zuläßt. Ganz westlich sieht man über die, hier weniger
gekrümmte Havel und die durch Waldung von dieser getrennte trübe
Elbe nach Werben. Im Norden hinter Feldern waldige Ebene. Zwischen den beyden
Enden der Havel und den waldigen hie und da bebergten Saum, nach
Süden eine grüne frische Ebene. Dicht am Fuße des nach Süden geöff-
neten Havelberges liegen die Gärten reichen Vorstädte der Stadt; zwischen diesen,
und der Stadt ein Arm der Havel, zwischen diesen
und dem eigentlichen Fluß die – daher von fließenden beschifften Wasser ringsum[-]
flossene Stadt.
Aus dem an sich wenig angenehmen nach alt französisch[em] Geschmack
verzierten nur durch seine Lage anziehenden Garten des Domes,
welchen jetzt der Feldmarschall v. Möllendorf als Dechant benutzt
hatten wir dieselbe Aussicht nach Osten Süden und zum Theil
nach Westen nur mehr verkürzt. Der Havelberg mag über
die Havel vielleicht 60 Fuß erhaben seyn. Sein als ein Sandhügel schnelles Abschießen
als ein Sandhügel schnelles Abschießen nach der
Havel zu mag wohl durch Abwaschen der Havel und Nachstürtzen
des Sandes entstanden seyn.
[10R]
Die Aussicht nach jener für eine solche ebene und sandige Landschaft
angenehme Aussicht stimmte mich froh. Der Abend war noch schöner
als der Tag und ich genoß ihn, indem ich früher in der Gesellschaft eines
frohsinnigen jugendlichen Freundes Middendorf[f] mit dem ich auf [sc.. auch] mich der
Aussicht vom Dome erfreute, später allein an dem rechten Ufer
der westlichen Havel wandelte. Hier Blicke auf mein Leben und
Seyn bestätigten die vom ernsten festen Willen längst gefaßten Vor-
sätze und brachten sie mir zu immer klarerer Anschauung ihres
Wesens und einten, vereinfachten sie so. - Der Soldaten- oder wenn
dieß zu hart klingen sollte der militärische Stand bietet, weil er
ein, wenigstens wenn man es will, in Bezug auf bürgerliche und gesellschaftliche Verhältnisse
rücksichtsloses Leben zu läßt, bietet
wirklich sehr viel Gelegenheit dar unsern Sinn und unser Wesen
besonders von den feinern hier weniger bemerk[t]en und also
sich ihnen leiser hingeben könnenden Fehlern zu reinigen reinigen.
Es kann sich ein liebloser Sinn leicht hinter das durch die Menge
herbey geführte Fremde verstecken; persönliche Härte kann sich
leicht durch oberflächliche Beurtheilung der uns als fehlerhaft er-
scheinenden Handlungen Anderer entschuldigen; persönliche Eitel-
keit kann uns unter dem Vorwande das Schlechtere von uns
entfernt zu halten verleiten uns über andere zu erheben, haupt-
sächlich aber giebt der Soldatenstand viel Gelegenheit den gerech-
ten Tadel und Verweiß Anderer er komme von wem er
nur und in welcher Form er nur wolle, nur von Seite seiner Wahrheit und Gerechtigkeit,
getrennt von jeder an ihn angeknüpften
Persönlichkeit und so zu unserer Vervollkommnung in uns auf zu nehmen
eben weil es erlaubt ist sich über die Rügen und den Tadel
vieler weg zu setzen. Hier hat man Gelegenheit namentlich eine
eitle Schwäche zu bekämpfen nämlich die Heftigkeit und Ärgerlichkeit
welches sich äußert wenn ein anderer uns entweder gleich oder
von uns niedrig stehend gesetzter – an uns etwas Fehlerhaftes rügt
von dem wir nicht nur fühlen, daß er Recht hat, sondern von
dem wir auch mit Bestimmtheit einsehen, daß wir es wohl, wenn
wir nur aufmerksam auf uns selbst gewesen wären hätten
vermeiden und uns so vor die rügende Beurtheilung sichern können.
- Durch die Folgen welche oft unmittelbar wenigstens schneller
als in andern Verhältnissen aus unsern Urtheilen und Handlungen
hervorgehen werden wir aufmerksam gemacht, fremdes
Urtheil ehe wir es ihm beystimmen und es den Grund unserer Handlungen
werden zu lassen, streng zu prüfen, und somit lernen wir
unser eigenes Urtheil mehr [zu] würdigen, und wir gewinnen dadurch /
[11]
an Selbständigkeit im Urtheil und Handeln und Festigkeit des
Charakters. Mit einem Worte der Militärstand fodert uns
auf mit größter Freyheit und Selbstbestimmung gerecht gegen andere
und uns zu seyn, er führt uns ganz auf uns selbst zu rück und
lehrt uns in jeder Lage unseres Lebens auf und in uns selbst zu
ruhen. Schon diese Betrachtung kann den Militärstand uns nicht anders
als lieb machen, er ist der Weg der den Preis und das Ziel was
dem Edeln bey allen seinen Handlungen voran glänzt ent die höhere
Achtung der Freunde die innigere Liebe der Geliebten und Theuern das
einstige höhere Wiedersehen derselben und das festere unzertrennbare
Vereintseyn mit denselben, doch das Liebste und Schönste was uns
aus der Ferne entgegen herüber strahlt – entgegen führt. –
Höher aber noch fühlt der Krieger sich gehoben, wenn durch diese
zwar hier lieblichen schönen vortrefflichen, aber immer persönlichen Rücksichten
ihm wenn sogar die höhern von Vaterland und Staat als Erscheinung
in der Zeit und durch dieselbe bedingt ihm schwinden, und er sich
im Allgemeinen als Kämpfer für die freye unbeschränkte Ent-
wicklung unseres einer un endlosen Ausbildung unseren fähigen Wesens
sieht. Mit einem Worte daß wir gegen die Unterdrückung und
für die und zur Erreichung der vollkommensten Ausbildung der Menschheit kämpfen.
Wie ruhig müssen wir werden wenn wir
bedenken daß wir die Wege dazu nicht überschauen können, daß
sie aber von dem ewigen unwandelbaren Schicksale bestimmt sind, und
daß die Wege die wir jetzt betreten haben, eben weil sie nun ein-
mal betreten sind und weil daß das was jetzt ist, eben weil es nun
einmal ist zur Erreichung jenes Zweckes zur Erringung jenes Zieles
das Beste ist. – Wie froh muß es uns erheben uns bewußt zu
seyn Hand in Hand gemeinschaftlich mit dem ewigen unwandelbaren
Schicksale ganz nach seinem Gesetze und mit Bewußtseyn nach seiner
Fo[r]derung zu handeln, wenn wir in allen Umständen nach unserer
Überzeugung das Beste wählen.

Sonntags am 23sten May Den gestrigen Tag begann ich nach Erfüllung der
militärischen Obliegenheiten; froh wie den ehegestrigen. In Gesellschaft
der mich gestern nach den Dom begleitenden Freunde besuchte ich heute
wieder den <-> durch seine Lage so anziehenden Domgarten, schrieb
dort im Freyen einzelne Notizen über meinen Marsch nieder, dann
lasen wir seit der langen Zeit unseres Marsches zum ersten male
gemeinschaftlich etwas, es waren Aufsätze über Kunst und besonders
<-> Vorfälle aus dem Leben Raphaels von Wackenrod[er] und Tieck
wie wurde ich niedergeschlagen als mich dieses zu einem Vergleich
meines frühern und meines nun fast seit einem Jah Monaten ge-
führten innern geistigen Lebens führte. So[ll] jener so beseeligende
Aufschwung des Geistes, jenes kraftvolle Streben in der und durch die
Wissenschaft das Ganze zu um- und erfassen so weit es uns zu um[-] /
[11R]
und erfassen in unserer jetzigen Erscheinung möglich ist für dieses
Leben für immer verlohren seyn? – Es ist dieß ein wichtiger
mich jetzt viel beschäftigender Gegenstand der Betrachtung wenn
ich bedenke, wie sicherer ich doch jetzt der Wissenschaft bin, die
so weit ich sie in jeder Epoche meines Lebens erkannte, mir immer das
höchste war und für deren Erringung ich nach dem jedesmaligen
Stand meines Erkennens alles, wenn auch freylich mit dem
was ich hätte thun sollen und bey umfassenderen Erkennen
hätte thun können verglichen mir wenig erscheinend – alles hingab.
Werde ich jener Wissenschaft der mein ganzes Leben ausschließend
zu widmen und für die ich – ich will es offen gestehen, in der blühendsten
und glücklichsten Zeit meines geistigen Lebens kein fruchtloser
Arbeiter zu seyn hoffte; wird meinen Geist jener hohe Schwung jene
durchdringende Thätigkeit von der ich hoffte ja erwartete daß sie
mich zu einem Geweihten der Natur erheben und mir mit Klarheit
und Sicherheit die Einheit in der Mannichfaltigkeit und Vielheit
derselben würde auffinden und anschauen lassen, wird dieses
alles mir je wieder werden? – mir dem jetzt die Wissenschaft
ja selbst eigene Gedanken so ganz fremd sind daß ich mein frühe-
res geistiges Leben in meinem jetzigen nicht wieder finde. Doch davon
ein anderes mal. –
Der gestrige Nachmittag ging fast ganz verlohren. Um 2 Uhr
gingen wir wie gewöhnlich zum Verles [sc.: Appell] wo uns gesagt wurde
daß wir um 3 Uhr vereidet werden sollten, leider aber mußten
wir nach dem wir versammelt waren bis 6 Uhr warden [sc.: warten], wo uns
nach einer wenig sagenden Anrede eines Offizirs die Kriegsartikel
und dann der nachzusprechende Eid vorgelesen wurde. Um 7 Uhr
ging es wieder zum Verles (: denn leider wird uns auch bey
unseren Rasttagen durch den 3 maligen Verles um 8; 2, und 7 Uhr
wo es doch jederzeit fast eine Stunde dauert die Zeit sehr zer-
stückt :) – durch den so verlohrenen Nachmittag mißgestimmt
wollte ich mich sammeln und dann Ihnen schreiben, doch der Regen
trieb mich in die Stadt wo ich bey durch einem Schachspiel, von dem ich
jenes Sammeln des Geistes erwartete, später zurück kehrte
als ich mir vorgesetzt hatte. So verfloß der gestrige Tag.
Heute habe ich vorstehendes niedergeschrieben.
Jetzt kommen meine Freunde zu mir die mich auffordern mit Ihnen [sc.: ihnen]
auszugehen.
In diesem Augenblick bringen Jäger mehrere Spione ein unter
denen sich auch eine Frau befindet.

Dienstags am 25sten May Nachmittags 4 Uhr. Noch immer sind wir in Ha-
velberg in dem mir seiner Lage wegen mir lieb gewordenen Orte
Schade nur, daß wir seit unserm Hierseyn sehr häufig Regen und in
den letzten Tagen noch mehr als früher und sehr kühles Wetter haben /
[12]
so daß ich die schönen und angenehmen Spaziergänge welche die Ge Um-
gebung darbiethet nicht genießen konnte. –
Heute Morgen von 8 bis 11 Uhr haben wir uns in den Waffen geübt,
auf einer an dem westlichen rechten linken Ufer der eigentl östlichen Havel gelegenen Trift, von
welcher aus man die schönste Ansicht der Stadt und der sich an dem rechten
Ufer hinziehenden Anhöhe dem Havelberge längs an dem Abhange und Fuße eine
von Gärten und Bäumen freundlich durchwebte ein langes Band bildende
Vorstadt, der Berg genannt, und über welcher der Dom mit den dazu gehörigen Gebäuden und Gärten liegt – hatte. - Ob wir gleich bald, nachdem wir auf
unsern Übungsplatze angekommen waren ziemlich ordentlich beregnet
wurden so machten mir doch die heutigen Übungen wie keine frühe-
ren Vergnügen weil alles so ziemlich gut ging, daß wir die
Freude darüber auf dem Gesichte unseres guten Lieut: Müller lasen,
und weil einiges Neue gemacht wurde.
Seit unserer Zurückkunft habe ich außer der Erfüllung der militärischen
Obliegenheiten einige Bemerkungen niedergeschrieben.
Am Sonntag Nachmittage als ich wie ich dort aussprach von meinen Freunden
zum Ausgehen aufgefordert wurde, trieb ich mich ich gestehe es aufrichtig
ganz unbestimmt umher ich suchte etwas das unstäte Treiben in mir fesseln
und befriedigen könnendes außer mir, aber natürlich fand ich nichts
was meinem Geiste und Gemüthe die gesuchte und nothwendige Ruhe hätte
geben können, ich wußte im eigentlichen Sinne selbst nicht was ich wollte, was
mir fehlte und so nahm ich denn meine Zuflucht zu dem zu was in
solchen Fällen der gewöhnliche Soldat seine Zuflucht nimmt, wir gingen
in ein öffentl: Haus, wo ich hoffte, daß ein das so mir sonst liebe Schach[spiel]
meinen Geist und seine Thätigkeit fixiren würde allein ich irrte mich,
die Spielenden spielten nicht mit dem Ernste der Ruhe und Aufmerk-
samkeit welche ich bey diesem Spiele schlechthin fodere, und so bewirkte
das Spielen desselben bey mir jetzt das Gegentheil des Erwarteten.
So unbestimmt und ohne Rast in mir trieb es mich noch um 10 Uhr aus
der Stadt nach einem Orte hin von welchem ich hörte daß die Bessern
der Stadt sich besonders Sonntags daselbst versammelten. Zu meinem
Glücke traf ich einen sehr angenehmen, erst die Aussicht in die Weite
und auf das Wasser gewährenden, dann mehr den Blick beschränkenden
und endlich nach einem Gehölze hinführenden Spazi[e]rgang, welcher mich
von dem Wege nach jenem Orte abgebracht hatte; es wurde immer
dunkler und noch dunkler als es der Tageszeit nach gewesen seyn würde
durch das sich immer dichter am Himmel zusammenziehende Gewölke; so
wurde ich nach und nach auf mich selbst zurückgeführt, die Ruhe
der Umgebung brachte auch meinem Geiste und Gemüthe Ruhe, und so
kam ich endlich zur Betrachtung meines Nachmittägigen und bisherigen
Zustandes, und fand bald daß ich in gewisser Hinsicht mich selbst
verlohren hatte, daß ich mir selbst fremd geworden war; ich konnte
dieß Anfangs nicht begreifen, da ich doch Ihnen vorher ehe ich ausgegangen
war in diesem Briefe einiges niedergeschrieben, also wenigstens /
[12R]
in so weit als es dem Soldaten in seinem Quartier erlaubt durch die Umgebungen vergönnt ist, in
mir gesammelt gewesen seyn mußte
wie doch sahe ich bald und sehe jetzt noch bestimmter ein, daß eben jenes
Gesammeltseyn, jenes Leben in mir die Ursache davon war. Für jenes
in mir geöffnete innere Leben suchte ich nun <-> nach einem gewissen
Punkte der Spannung Maße der Selbstthätigkeit, ein entsprechendes
äußeres Leben zur freyen Anregung als Gegensatz, in der
mich umgebenden Außenwelt. Ich hatte durch das Leben im Denken
vergessen, daß ein solcher Gegensatz für mich nicht in dieser Außen-
welt da sey (es ist merkwürdig, wie man sich einem dem Sehnen
und Treiben nach einem solchen Gegensatz so ganz hingiebt nicht sehend,
daß die Außenwelt gar nicht den Forderungen des Innern
entsprechen kann; ich hatte ganz den köstlichen Reichthum meines Ge-
müthes vergessen, welches mir in der Erinnerung mehr geben
konnte, als es bey den nur immer von den Umgebungen erwartet
werden durfte, oder vielmehr es fehlte mir die Ruhe des Geistes
um selbstthätig aus jener Erinnerung zu schöpfen, oder viel-
leicht besser noch, der Geist wenn auch nur wenig sehr wenig
doch unter wohl günstigen Umständen selbstthätig gewesen
scheute, vermied die Anstrengung einer zweiten Selbstthtätig-
keit um seiner [sc.: seine] Kraft durch und in der Erinnerung zu stärken
zu erheben, und suchte so die Foderungen des Gegensatzes: freye
Anregung, in der sie nicht erfüllen/befriedigen könnenden Umgebung, und
so wurde mein Inneres selbst mir gleichsam fremd.
Durch die Ruhe den Frieden der Nacht wie den Reichthum meines In-
nern lebhaft in seiner Fülle bewußt kehrte ich von den Foderungen
desselben ganz durchdrungen in meiner Wohnung zurück und
ich verlebte so seit Langem die würdigsten und somit
glücklichsten Stunden meines jüngsten Lebens. –
Den gestrigen (Mondtägigen) Morgen habe ich zum Theil damit ver-
lebt, daß ich in dem mir über so sehr lieben [Torquato] Tasso las und
wieder las, was ich doch seit Jahren schon so oft gelesen habe.
Den Nachmittag dagegen brachte ich ganz anders zu, ich putzte
zum erstenmale, ich gestehe es offen, mein Gewehr (welches in
sehr guten Stande ist und welches vortrefflich schießt) zum ersten
male selbst, und so habe ich dann gefunden daß man wirklich
auch einem todten Körper dieser Art durch Beschäftigung mit
ihm und selbstthätige Sorgfalt für ihn, wirklich lieb gewinnen kann
und diese besondere Liebe zum und Anhänglichkeit
an das Gewehr scheint mir selbst im Gefecht nicht ohne
Folgen zu seyn. Ich wenigstens gebe meine Büchse gewiß /
[13]
nun Niemand keinem Fremden zum Putzen mehr in die Hand; so
sehr ich mich auch früher für dieses scheute.

Mittwochs am 26. M. Außer der Besorgung der gewöhnl[ichen] Geschäfte
des Tages, besuchte ich diesen Morgen und machte ich in Gesellschaft
zweyer Freunde von mir Middendorf[f] u. Bauer die Bekanntschaft
des HE Superint: Hohenhorst auf dem Dom, von welchem wir
uns Georg Forsters Ansichten erbaten. – Diesen Nachmittag haben
wir uns den hohen Genuß verschafft und uns die ersten Briefe
vorgelesen. Obgleich jetzt leider noch sehr weit vom Niederrhein ent-
fernt, so war es mir doch sehr lieb, durch Ihre vorsorgende freund-
schaftliche Güte die Charte vom Niederrhein bey mir zu haben
das so lebendige Bild wurde dadurch doch noch bestimmter. So
bald ich mir den herrlichen Genuß nochmals verschafft und die
ersten Briefe nochmals gelesen habe, dann erlauben Sie mir,
daß ich mich über seine geognostischen und mineralischen Bemerkungen
Ihnen mittheilen darf. –
Da Sie mir hochverehrter Freund erlaubt haben, mich über alles
Ihnen auszusprechen mitzutheilen so werden Sie mich gewiß nicht
mißverstehen wenn ich Ihnen gestehe daß ich mir das Vergnügen
gemacht habe meinen sehr lieben Freund dem Feldw. M. mit einem
Fr:d’or zu unterst[ützen] – doch indem ich dieß niederschreibe, empfinde ich
daß es doch nicht recht von mir ist daß ich es ausspreche, ob-
gleich eine solche Disposition über meine Kasse mir nicht ganz frey
steht, so ist es mir doch möglich durch eine erhöhte Erspar-
niß und Ökonomie diese Ausgabe meiner Kasse zu ersetzen.
Leider steht es aber einmal niedergeschrieben, und ich kann es
nicht vernichten ohne daß diese Vernichtung den ganzen Brief
trif[f]t was mir jetzt nicht erlaubt ist; übrigens kann ein
einfacher Jäger leichter alles entbehren als ein Oberer. Mögen
Sie so freundschaftlich seyn beydes, meine Handlung sowohl als
meine Mittheilung als nicht wissend zu betrachten. Ich werde mich
nun allen Ernstes mühen daß meine Kasse noch länger als ich in
dem Brief aus Perleberg hoffte, ausdauere.

Donnerstags am 27. M. Abends Heute Abend hat mich HE Brecht
aufgesucht der mir herzl. Grüße von Ihnen brachte und mir die
Gewißheit Ihres Wohl[s] gab. Ich freute mich lebhaft über
beydes und danke Ihnen von Herzen für Ihre Freundschaft mir
einige Nachricht von Ihnen zu geben. Haben Sie meinen Briefe
von Perle Dömitz – Perleberg – und Havelberg erhalten? -
Von Perleberg aus benachrichtigte ich Sie dankbar von dem Em-
pfang der 2 Frd’or. -/
[13R]
HE Brecht hat mir erlaubt einen Brief an Sie ihm zu über-
geben deßhalb eile ich diesen zu endigen.
Sie sind nicht ganz mit meinen vorigen Briefen zu frieden[.]
Sie enthielten zu wenig lokale Bemerkungen. Ich kann ge-
stehen, daß ich dieses wirkl[ich] selbst sehr bestimmt gefühlt habe
allein und daß ich wirklich mit Furchtsamkeit meine Briefe
an Sie abschickte, allein was läßt sich von einer weiten
sandigen Landschaft von bekannten Flüssen durchflossenen und
großentheils mit Kiefe[r]holzung und auch Heide bedeckt noch sagen
Dann muß ich noch gestehen daß ich sie diese Strecken großen-
theils wirklich mit großer Abspannung durchwadet und durch[-]
laufen habe. Dennoch habe ich mir für mich besonders in so fern
als es sich an das Hydrographische anknüpft einige Bemerkungen
in mein Tagsregister niedergeschrieben und einige in mein
Gedächtniß niedergelegt freylich alles sehr ärmliche Bemerkungen
Doch gehe ich morgen um ½ 11 Uhr (wenn wir nicht wie es
heißt <-> nach Sandau abmarschiren) auf die Wache, wo
ich dann meine Freyzeit dazu anwenden will dieses nieder
zu schreiben, dann aber müssen Sie mir verzeihen wenn
ich Sonntags schon wieder einen Brief an Sie abg auf
die Post gebe.
Heute früh war ich Zuhörer des HE Superint: Hohenhorst
und da tief empfunden wie herrlich es doch wäre wenn
wir bey unserer Compagnie einen vortrefflichen Mann
zum Feldprediger hätten. Der Krieger kann sich wahrhaftig
nicht immer so sammeln in sich wie er wohl selbst gerne
möchte und es ihm wirklich Bedürfniß ist.
Nachmittag nachdem ich meine Munition in, ich kann sagen
musterhaften Zustand versetzt hatte, habe ich in Begleitung
von Freund Bauer und G. Forsters Ansichten wo wir den 4ten
Brief lasen einige mir noch unbekannte Spazirgänge
der hiesigen Gegend besucht.
Wallmoden ist hier u. Tscher[n]itscheff wird erwartet.
Sonnabend gehen wir wie es heißt gewiß nach Sandau, wo lei-
der schon alles aufgezehrt ist, weswegen Patrouille zu 50 M.
jenseit[s] der Elbe gemacht wird. Petersdorf ist seit gestern hier
Lützow ist in Stendal. – Wegen den Ausgang bey Bautzen sind wir
hier sehr besorgt. – Ich mußte so schnell von Leipzig fort daß ich nicht
einmal eine genauere Charte von Deutschland mitnehmen konnte, seit jener Zeit
konnte ich nirgendeine bekommen und die Postkarte /
[14]
genügt doch nicht weil darauf doch gar zu viel Orte
fehlen und wir jetzt das Land bald nach allen Richtungen
durchschneiden werden. HE Brecht kehrt wie er mir sagte
zu unserm Corps zurück, könnte ich auf diesem Weg
durch Ihre Gütevolle Freundschaft wohl eine solche Karte
erhalten denn ich sehe jetzt nicht ein wo ich zunächst
eine mir anschaffen könnte, da wir wohl noch lange
herumschweifen können ehe wir zu einem nur einiger-
maßen bedeutenden Ort gelangen.
Sollte uns die Ankunft von Tschernitscheff die Gegen-
wart von Wallmoden, das jenseitige Befinden von
Lützow wohl vermuthen lassen daß auch wir bald
zu in so eine bestimmte Thätigkeit kämen. – Eine so lange Rast
ist traurig, die Zeit ist immer zerstückt man kann nichts
thun und dennoch verwöhnt man sich. Ich bin jetzt den
Wechsel schon so gewohnt finde ihn wenn er auch mit
Strapazen verbunden ist doch so erziehend daß ich nicht
länger als höchstens 2-3 Tage an einem Orte seyn mag.
Leben Sie recht wohl, dieß wünscht von Grund
seines Herzens
Ihr
Sie hochverehrender Freund.

       A. Fröbel