Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <?> in <?> v. 16.8.1816 (Berlin)


F. an <?> in <?> v. 16.8.1816 (Berlin)
(BN 277, Bl 45, undat. Entwurf ohne Adressat 1 Bl fol, ¼ S., Datierung nach Vermerk auf Tageblattseite „Am 16 August“. )

Sie haben mir früher erlaubt Ihnen das Wichtigste meines Lebens
mittheilen zu dürfen[.] Diese Erlaubniß war mir <wirksame[s]> Mittel zur Erkenntniß <->
zur Erlangungfüllung meiner Bestimmung
deßhalb erscheint macht mir die <Ertheilung> jener Mittheilung <fruchtbares solch hochachtend>
wie weit sie mögl[ich] ist und ich selbst kann so lange Pflicht die Erlaubniß dazu
haben Sie mir ja, irre ich nicht, nicht entzogen, und somit theile ich Ihnen
folgendes mit[.] Deßhalb ist ......[diese Mittheilung mir] Pflicht so lange Sie mir die Erlaubniß dazu nicht
entziehen Umso [bricht ab]
Eben suche [ich] etwas unter meinen Papieren da fällt
mir sogl[eich] folgender für mein jetziges Leben höchst merk[-]
würdiger Brief in die Hand. Wegen seiner Wichtigkeit theile ich ihn mit [.]
Sind Sie mit dieser vom Augenblick gegeben[en] Mittheilung unzufrieden so sag sprechen Sie es mir so g[an]z ihrem [sc.: Ihrem] Gefühl getreu aus.
Von tiefstem Ernst d[urc]h die Wichtigkeit des Briefes erfüllt theile ich Ihnen denselben vertrauensvoll mit.
Da ich nicht weiß ob ich zweifle Ihnen vor meiner Abreise von hier nochmals Ihnen schreiben zu können so sage ich daß ich bestimmt glaube Ende 7br oder in den allerersten Tagen des
Oktober von hier aus in meine Heimath zu gehen, so bald ich Ihnen meinen Aufenthaltsort weiß, schreibe ich Ihnen denselben[.]
Schon seit langem wünschte ich Ihnen etwas aus meinem Leben mittheilen zu können, denn es ist mir
Freude u Frieden bringende Pflicht, doch es in der gewöhnl[ichen] Form und mit eignen Worten zu thun ist mir schlechterdings
unmögl[ich]. Eben finde ich einen meinem jetziges Leben auf das klarste enthaltenden Brief wollen Sie es mir erlauben, so
theile ich Ihnen denselben vom tiefsten Ernst d[urc]h die Wichtigkeit desselben erfüllt vertrauensvoll mit: hier ist er.