Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Georg Andreas Reimer in Berlin v. 16./23.7.1820 (Keilhau)


F. an Georg Andreas Reimer in Berlin v. 16./23.7.1820 (Keilhau)
(BN 281, Bl 38-39, dat. Entwurf 1 Bl fol 2 S. auf 38R/39V des Tageblätter-Konvoluts "Das Streben der Menschen")

[38R]
Am 16. July 1820


An den Buchhändl[er]
He[rr]n Reimer in Berlin


Wohlgeborner Herr;

Ich bin so frey Ihnen beyliegend Ihnen ein Manuscript zu <ver->
senden und dasselbe zum Verlag anzubieten. Mein
Name hat weder einen literarischen noch andern
Ruf[.] Ich ersuche Sie daher ergeb[en]st das Manuscript
entweder gefälligst selbst durchzusehen oder von einem compedenthen [sc.: kompetenten] Richter
durchsehen zu lassen. Es betrifft Erziehung
Der Gegenstand der Schrift ist: Darlegung von in sich Die Erziehung und besonders die Erziehung der <Deutschen>
selbst ruhenden Erziehungsgrundsätzen in einzelnen Sätzen
sie sucht in einzelnen Sätzen in sich selbst in sich
selbst ruhende Erziehungsgrundsätze in ganz besonderer
Beziehung auf den deutschen Charakter, den Charakter
und das <ganze> Bedürfniß und den Gegenstand des deutschen Volkes auszu[-]
sprechen.
Doch Dieß möge nur als Andeutung genügen[.]
In Hinsicht der Bedingung unter welchen <ich> Ihnen
das Manuscript übergeben würde, verlasse /
[39]
ich mich ganz auf die <Rechtlichkeit / Redlichkeit>
u Billigkeit Ihres Charakters u ihre [sc.: Ihre]
Handlungsweise so wie auf Ihre Einsicht. <  >
[die folgenden 6 gestrichenen Zeilen unlesbar]
Ich er[-]
suche Sie <   > daher, wenn Sie sich
zum Verlag der Schrift bestimmen
sollten <nun> die Bedingung[en] selbst festzusetzen <sowie> aus[-]
zusprechen u festzusetzen, ich und füge
nur noch das hinzu, daß ich mich
auch geneigt bin Ihnen bey einer
mit dem Inhalt u Zweck der Schrift
in Verhältnißniß Schrift stehenden <Auflage> den
Schaden zu ersetzen der Ihrer durch
Handlung durch die Übernahme dieses
Werkes werden könnte. In dieser letzten Beziehung
erlaube ich mir nur eine
Bed[ingun]g[:] gutes Papier, guten
Druck, angemessenes Format.
Im Fall Sie sich jedoch zum Druck u Ver[-]
lag dieser Schrift nicht verstehen
könnte[n,] so erbitte ich Sie mir solche
bald möglichst durch die Post zurück.
Mit hochacht[ung]svoller Ergebenheit
unterzeichne ich mit

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