Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Georg Andreas Reimer in Berlin v. 30.9.1820 (Keilhau)


F. an Georg Andreas Reimer in Berlin v. 30.9.1820 (Keilhau)
(KN 20,7, Reinschrift 1 B 4° 3 S. Adressat ist zu erschließen aus Brief F.s an Reimer v. 16.7.1820)

Keilhau bey Rudolstadt den 30 Septbr 1820.·.


Ew: Wohlgeborn

übersandte ich in der Mitte des Monats
July ein Manuscript "An die Denkenden unseres Volkes"
zum gefälligen Verlage. Unterm 3en des Augustes
erhielt ich von Ihrer Buchhandlung die Nachricht, daß
das Manuscript den 23en July bey derselben einge-
gangen sey; da aber Ew: Wohlgeborn verreiset
seyen und erst innerhalb 3 Wochen zurückkehren
würden, so würde sie das Manuscript bis dahin
aufbewahren. Seit dieser Zeit sind nun fast
8 Wochen verflossen, ich ersuche daher Ew. Wohlgeb. /
[1R]
ergebenst, im Fall Sie das Manuscript in Ver[-]
lag zu nehmen gewilligt seyn sollten mir
es gefälligst mit umgehender Post direkt zu mel-
den oder mir es durch dieselbe, wie ich schon früher
bat, zurück zu senden. Ich muß diese Bitte um
so bestimmter wiederholen als ein zweytes Schrift-
chen für ein allgemeineres Publikum unter dem
Titel: "An unser Volk" als zweyte Anzeige
von unserm erziehenden Wirken bereits die Pres-
se verlassen hat und in wenigen Tagen versandt
werden wird sich auf die Ihnen übersandte erstere
bezieht und ich daher im Fall es Ew: Wohlgeborn
nicht annehmbar finden sollten den Verlag
des Ihnen Übersandten zu übernehmen, ich
denselben einer andern Buchhandlung antra- /
[2]
gen müßte.
In Erwartung gefälligst baldiger Ant-
wort unterzeichne ich mich mit wahrer
Hochachtung
ergebenst
FWA Fröbel.

[Am Fuß der ersten Seite des Bogens wohl eingedruckt: Friedr. W. A. Fröbel]