Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Carl Wilhelm Hoffmeister in Berlin v. 26.2.1821 (Keilhau)


F. an Carl Wilhelm Hoffmeister in Berlin v. 26.2.1821 (Keilhau)
(BN 281, Bl 201, dat. Entwurf/Briefdisposition 1 Bl fol 1 S.. Adressat ist F.s Schwiegervater Kriegsrat Carl Wilhelm Hoffmeister.)

Am 26 Febr 1821.
Andeutungen zu ein[em] Brief an den Sch.V. [Schwiegervater]
1. Ihr väterl[icher] Brief hat mich innig gefreut[.] Innigst
die Väterl Gesinnungen die Beweise Ihrer thätigen Theilnah[-]
nahme Ihrer Unterstützungen[.]
2. Besonders aber hat mich die Äußerung gerührt daß wir unter
einem Dache Leben u wirken und uns freuen u glückl seyn könnten[.]
3. Dieß hat mich besonders gerührt weil sich immer mehr
in meinem Kreise die Früchte des Leben[s] u Strebens sich
in Freude u glückl seyn sich zeigt.
1. Gesang 2. Clavier 3.Geschichte 4 Zeichnen
5 Mechanische Arbeiten.
4. Dieß hat wiederholt den Gedanken geweckt möchten
wir uns doch umf[än]gl[ich] verstanden haben! –
5. <Doch> der Gang das Schicksal die Leitung die Führung øs[Gottes]
ist weise ist Gut also muß es auch gut sey wenn
auch wir persönlich darunter leiten [sc.: leiden]
6. es so zeigt es sich <nur>, wenn auch gering ja keine Unterstützung
von oben als <dulden> so ist dieß schon genug wo das Gute ächt innerlich Gute nur in seiner Entfaltung entwicklung nicht gestöhrt wird u dieß ist hier
1. freyes Wirken unabhängiges Wirken
2. wenn auch keine Unterstützung von oben doch
zeigen sich immer mehr u mehr Spuren der kräftig Entwicklung sich einer kräftig <sicher>
festen Volks<theilung> [sc.: Volksbetheiligung]
also größerer innerer Begründung
u Entwicklung <Be>gründung einer
allgemeinen umfassenden deutschen Volkserziehungs[-]
Anstalt zu welcher ich jetzt den Plan gefaßt habe u jetzt <-> für
die öffentl[iche] Erscheinung ausarbeite wenn es Gott giebt
3. daß wir es
   1. d[adurc]h unser Inneres, die Ruhe unseres [Innern]
     erwarten können
   2. wenn unsere u besonders der theuren Fr[au]
     Ges[un]dheit es giebt [sc.: gilt] abzuwarten[.]