Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <Ernst Wilhelm> Schwartz in <Frankfurt/M.> v. 14.10.1821 (Keilhau)


F. an <Ernst Wilhelm> Schwartz in <Frankfurt/M.> v. 14.10.1821 (Keilhau)
(BN 282, Bl 120R-121V, dat. Entwurf 1 Bl 8° 2 S.)

Lieber Schwartz
da es mir sehr am Herzen liegt immer Sorge ist
so bald als mögl[ich] allen meinen
Verhältnissen u Geschäften größt möglichste Klarheit
u Bestimmtheit zu geben, so frage ich hiermit bey
Dir an ob ich von Deiner Äußerung: “das [sc.: daß]
“die Bestimmung über die Art und den Ort der
“fernern Ausbildung wenigstens von Ostern an
“hauptsächlich von pecuniären Rücksichten
“abhänge“ – gegen bey Deinem HE Oheim d HE Assistenz[-]
Rath Schwartz
Gebrauch machen darf. In
diesem Falle will ich demselben schriftlich [den]
Vorschlag thun[:]
1. Die jährlichen Zinsen von dem ihm schuldigen Kapital als
gleich baare Zahlung von dem jährl[ichen] Erziehungs [-]
Gelde von künftigen Jahre Febr an abzurechnen so daß also nur
noch 125 Thlr
jährl[ich] Erziehungsgeld bleiben.
2. Auch die bis Weihnachten Febr <d.J.> verfallen[de]
95 Thlr Interessen nur nach und nach
u zwar von Vierteljahr zu Viertel[-]
jahr mit <10 Th> auch <alles> in den laufenden ViertelJahren abrechnen /
[121]
zu lassen so daß also von jenen
125 Thlr auf fast 2 Jahr nur
noch 85 Thlr baar an Erziehungs[-]
geld an die Anstalt zu zahlen
wären.
Sey nun so gütig mir hierüber schriftl[ich]
oder mündlich Deine Meinung mitzu[-]
theilen, doch solltest Du jedoch glauben
daß [sc.: das] G[an]ze selbst leichter u kürzer persönl[ich]
abzumachen so gebe ich Dir hiermit
gern die Erlaubniß diesem Brief zum
Besten Deines Bruders zu benutzen.
Wir alle Grüßen Dich mit Achtung u Liebe
FWAfröbel