Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Henriette Wilhelmine Fröbel in Keilhau v. 15.6.1822 (Berneck)


F. an Henriette Wilhelmine Fröbel in Keilhau v. 15.6.1822 (Berneck)
(BN 445, Bl 5-6, Brieforiginal 1 B 4° 2 S.)

Berneck Sonnabends den 15' Juny 1822.
Mein geliebtes Weib.
Mit Gottes Schutz sind wir glücklich hier ange-
kommen und alle sind Gott sey Dank kleine Reise[-]
beschwerden abgerechnet ganz wohl. Emilie ist
aber die aller frischeste. Frosch bittet mich
seiner Frau sagen zu lassen daß wir er ganz wohl
ist. Heute wollen wir über <Culmbach> bis Sonnenberg, doch glaube
ich nicht daß wir dahin kommen. Sonntags werden
wir in Sonnenberg bleiben Mondtags bis
Amtgehren gehen und so Dienstags zu unserer
aller Freude und Lust in unser Thalchen zurück
kommen. Kommen wir heut nicht bis Sonnenberg /
[5R]
so kommen wir erst Mittwochs nach Hause
so Gott will. Wir bringen den kleinen
Guido mit. Die Frau Justizrath Sund
läßt Dich grüßen, Langeth[al] Middendorff Emilie
u. Ich haben einen Abend daselbst zugebracht[.]
Gott sey mit Dir meine Geliebte Frau
und Euch u. uns Allen.
Grüße von uns Allen an Euch Alle.
Mit unveränderter Liebe u. Treue Dein

Gatte
          FWA Fr[ö]bel. /
[6R]
Der
Frau Wilhelmine Fröbel
geborene Hoffmeister
in
Keilhau
bey Rudolstadt

<In> Rudolstadt wird um baldigste Bestellung gebeten.