Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Karl Christian Friedrich Krause in Dresden v. 25.9.1823 (Keilhau)


F. an Karl Christian Friedrich Krause in Dresden v. 25.9.1823 (Keilhau)
(SLB, angebunden an Mscr. Dresd. l 277a, Brieforiginal 1 B 8° 3 S. ed. Riedel 1940, XIII, 7f. u. Riedel 1941, XI/XII, 21. - Lt. Riedel hat der Brief Krause in Dresden nicht mehr erreicht, da dieser schon nach Göttingen abgereist war; der Brief ging nach Keilhau zurück und wurde 1876 von Luise Fröbel Paul Hohlfeld zur Verfügung gestellt; am 10.7.1876 schickt Hohlfeld Luise Fröbel eine Abschrift [jetzt in BN Anhang] zurück, in Edition dieses Briefs in der 10. Sende S. 9 liest Riedel fälschlich "Urschrift".)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Keilhau bey Rudolstadt am 25en des Herbstmon.


An den Herrn Professor K. Chr Fr: Krause
      in Dresden.

Eben jetzt erst kommt mir Ihre Beurtheilung meines Aufsatzes "über deutsche Erziehung", in der Isis zu Gesichte.
Als ein geringes Zeichen vollkommenster Anerkennung und innigster Hochachtung lege ich das Angeschlossene bey.
Prüfen Sie ferner mein Streben nach Wort und That.
Wollen Sie vielleicht schon die beyliegenden Bogen einer solchen Prüfung unterwerfen so wird es mich um so mehr freuen, als seit ihrem Erscheinen ihnen weder eine öffentliche Anzeige noch weniger eine öffentliche Beurtheilung wurde.
Auch die Zugabe nehmen Sie nicht ungütig auf. /
[1R]
Bleiben Sie ferner meinem Streben und Wirken theilnehmend und mit Liebe gewogen, und so wie geistig innig verwandt lassen Sie uns auch äußerlich als Menschen und Deutsche einander die einende helfende Hand reichen.
Kennen Sie junge Männer Ihres Geistes Gemüthes und Strebens, welche einen diesem Streben angemessenen Wirkungskreis suchen und nicht finden, so bahnen Sie eine Vereinigung derselben mit mir an; denn der Arbeiter sind wenig und der Arbeit viel; und ich werde mich bemühen denselben das zu reichen, was der strebende Jüngling und junge Mann, was das Leben als solches fordern muß und bedarf.
Ein Geist treibe uns, ein Geist ver- /
[2]
eine uns: - Gottes Geist. Ein Ziel leite uns: - Darstellung der reinsten Menschheit: - Gottheit in der Menschheit.
FWAFröbel.