Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an <?> in <?> v. <zwischen 8.9. u. 29>.9.1824 (Keilhau)


F. an <?> in <?> v. <zwischen 8.9. u. 29>.9.1824 (Keilhau)
(BN 707a, Bl 12, tw.dat. Entwurf 1 Bl 8° 1 S. 12R enthält eine auf den 8.9.1824 datierte Bestellung an Danz für Wolle. Datierung.: Die Bestellung auf 12R ist sicher vorrangig. Es ließe sich ggf. auch 1822 oder 1823 lesen, der Briefentwurf ist aufgrund der Schülerzahlen aber jedenfalls v. 1824 oder 1825, eher 1824 [vgl. Heiland 1993, 77] und jedenfalls vor Michaelis geschrieben.- Briefliste Nr.273 dat. "noch [sc.: nach] 8.11.1824", liest also irrig "Nov." statt "Sept.". Adressat: Briefliste vermutet E. L. Blumberg, wohl als Analogieschluß aus dessen finanzieller Förderung des Jahres 1828; dies ist möglich [Kinder Blumbergs Marie in Keilhau: 1824-1827, Louis Blumberg: 1823-1828], aber nicht zwingend. Es kommt z.B. auch der finanzielle Gönner in Rudolstadt infrage, an den F. Ende Dez. 1824 schreibt.)

über das g[an]ze Thal bis auf die Anhöhen jenseit[s] der
Saale schaut und wo sich schon immer viele der Zögl. selbst anbauten einige unbebaute Lände[re]y[en] gekauft
so rundet u schließt sich das G[an]ze für den
Umfang welchen es zu nächst bekommen
kann immer mehr ab nur fehlen mir
noch 2 größere Zimmer eines zu mechanischen
besonders Holzarbeiten für den Winter u
ein zweytes zu Bewegungs Spielen auch in den
regnerischen u stürmischen Wintertagen <nützde> [sc.: nützte] besonders für den Winter. Durch
diesen Bau wird nun das G[an]ze für den Umfang
den es jetzt haben kann in sich g[an]z abgeschlossen ich
wollte diesen Bau welcher eine angemessene
Erweiterung eines schon auf meinem Hofe stehenden
Gebäudes wird bis nächstes Jahr verschieben
doch das Personal des Ganzen u besonders die herauf-
wachsenden Bedürfnisse und die Zahl der Zögl. die jetzt 45 ist und
zu Michaelis wohl 50 wird machten es mir
unumgänglich nöthig diesen Bau schon in diesem Jahr
noch zu unternehmen. Durch diese sich unvermeidlich drängenden
Bedürfnisse u Erweiterung <und> auch [durch] meine Ökonomischen Mittel die jetzt sehr geschwächt sind ökonomisch gedrängt erlaube
ich mir in Beziehung auf Ihren letzten herzlich freundschaft[lichen] /

[12R]
Keilhau den 8en Sptb. 1824
Von Herrn Kaufmann Danz in Rudolstadt
erbittet sich nach bey kommender Probe
½ Pfd. Strickwolle (:für Herrn Schönbein:)
FWAFröbel