Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Karoline-Luise Fürstin von Schwarzburg-Rudolstadt in Rudolstadt v. <Ende> 12.1824 (Keilhau)


F. an Karoline-Luise Fürstin von Schwarzburg-Rudolstadt in Rudolstadt v. <Ende> 12.1824 (Keilhau)
(BN 648, Bl 12, undat. Entwurf 1 Bl fol 1 S. - 12R enthält Brief an einen finanziellen Gönner vom selben Tag zum selben Anlaß; Briefliste Nr.174/175 dat. beide Briefe irrig auf Anfang 1818. - Beibrief zur Überreichung folgenden Textes als Weihnachtsgabe: Wilhelm Middendorff: „Die Feier des Christfestes der Erziehungsanstalt in Keilhau den verehrten Eltern der Zöglinge, den Freunden und Gliedern der Anstalt von derselben als Christgabe 1824“.- Diese Schrift wurde zunächst nur an Personen im Umfeld Keilhaus verteilt und 1851 mit einer Nachschrift Fröbels veröffentlicht in: Zeitschrift für Friedrich Fröbels Bestrebungen, H.2, 1851, dieser Gesamttext auch in: L I,1, 364-398. Datierung in Orientierung an Beilageschrift.)

Durchlauchtigste Frau Fürstin
Gnädigste Frau Fürstin u Frau,
Ew. Hochfürstlichen Durchlaucht von dem Fort-
gange meines durch HöchstIhre Huld so
wesentlich beförderten und befestigten Wirken[s]
als treuer Haushalter schuldige Rechenschaft
vorzulegen war mir längst nicht nur Fo[r]derung
der Pflicht sondern auch der lebhafteste Dra[n]g
meines Herzens; durch die Strenge des Lebens
wollte wollte dieß in keiner Form gestalten[.]
Darum Ew. Hochfürstlichen Durchlaucht minde-
stens die wenigen Blätter welche zwar zunächst
zwar nur eine Rechenschaft von Seite der Anstalt
an die Eltern unserer Zöglinge über nur eine
Seite unseres häuslichen Lebens u Strebens
enthalten unterthänigst zu überreichen und so
wenigstens das Bewußtseyn meiner schuldigen
Pflicht zu bethätigen war ist mir unerläßliche
Forderung meines Innersten. Möchte der Inhalt
Möchte der Inhalt dieser Blätter etwas da-
zu beytragen nicht nur Ew. Hochfürstlich[e] Durchlaucht
huldvolle Theilnahme HöchstIhnen nicht nur
nicht gereuend zu machen, sondern vielmehr die
Freudigkeit zu erhalten mich und uns ferner mit gnädigen u huldvollen Blicken in
diesem unserm Wirken u Streben zu begleiten.
In tiefster Ehrerbietung verharrend
Ew. Hochfürstl. Dur