Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an die Fürstliche Landesregierung Schwarzburg-Rudolstadt in Rudolstadt v. <nach 10./vor 31.>. 10. 1826 (Keilhau)


F. an die Fürstliche Landesregierung Schwarzburg-Rudolstadt in Rudolstadt v. <nach 10./vor 31.>. 10. 1826 (Keilhau)
(BlM V,10,199 undat. Entwurf 1 Bl fol 2 S., Datierung im Text)

An die Hochfürstliche Hochpreisliche hohe Landes Regierung
zu Rudolstadt
In Beziehung auf die von der ver[-]
wittweten Frau Pfarrsubstitu[t]
Fröbel in Volkstädt unterm 7en
Oktober d. J. bey hochfürstl hochpreisl Reg[ierung] gegen mich wegen
Zahlungslässigkeit eingereichte Bitte
und Klage habe ich und um des dieser[-]
halb auf den heutigen festgesetzten
Termin habe ich erlaube bitte ich unterthänigst gehorsamst schuldigst in Ehr[-]
erbietung zu schriftl zu erklären zu dürfen, daß mich
bis jetzt nur die Macht der Umstände
hinderte meinem eigenen Wunsche
nach zu kommen, der die <?> Forderung der Frau Pfarrsubstitut Forderung
zu befriehdigen; - doch so wie ich Ihr
bereits laut in Händen habender
original Quittung vom 10 Novbr d. Monats
auf Ihre Forderung schon 25 Rth
ausgezahlt habe, so ist auch
schon für die Bestimmte Auszahl[ung]
von weiteren 50 Th[ale]rn, welche
spätestens in den 1en Tagen des <Nov[emb]ers>
ohnfehlbar geschehen wird, Sorge getragen.
Wenn die wiederholend ausge-
sprochene Forderung der gedachten
Fr: Pfarrsubstituts von mir nicht berück[-]
sichtigt werden konnte wurde, so lag dieß ein[-]
mal in der dem wirklichen Unmöglichkeit
zu großen Druck unserer Gesammtlage dann wohl auch in der Meinung /
[199R]
daß ein Verhältnisse wohl von einer
Mutter – wenn auch wirklich
selbst mit Ertragung einiges Un-
angenehmen – einige schonende Berücksichtigung
verdiene
[Variante am Rand*-*:] [*]daß eine Mutter sich gegen
ein Verhältniß welches (so
handelt) mit schonender Berücksichtigung
verhalten werde, selbst wenn pp [*]
von welches ununterbrochen
mit wahrer Auf selbst bey
dem eigenen fühlbarsten Druck auch noch für
einen schon als Zögl[ing] ausgetreten[en] und als Gärtner
in der Lehre stehenden Sohn derselben
einen zwey Söhne derselben jährlich
freywillig laufend noch jährlich eine Ausgabe von
jährlich über 70 Rth in Sp[eziestaler] 34 <?> während 3 Jahren
also im Ganzen die Summe von Zweyhundert u zehn rth
für Lehr- u Kostgeld hind[urc]h übernommen u schon bis Ostern
1827 berichtigt wurde hat.
Ohne jedoch hierauf auf gedachtes erwähnte Handeln den leisesten
Werth zu legen, so würde ich doch
durch ohne gedachte jene Ausgaben leicht im
Stande gewesen seyn gedachte
Fr: Pfarrsubstitut wirklich immer nach Wunsch
zu befriedigen. So wie nun oben <erwähnte>
aber So Wie nun aber gedachte
jene Leistungen von Seite des Beklagten
aus bisher nicht weiter als
durch sich selbst hinderten hindernd wirkten die
Forderungen der Fr: Pfarrsubstitut zu befriedigen
so werden sie es auch ferner
nicht, vielmehr würden Sie [sc.: sie] mich auf-
fordern wenn es möglich ist noch
strengere Sorge zu tragen noch die Gesammt-
Forderung das noch auf dem Gute haftende der Frau Pfarrsubstitut
baldigst zu berichtigen, was ich mit
Gottes Hülfe bald zu erreichen hoffe[.]
Mögen mich diese Erklärung gedachte die geleistete Zahlung und <?> obige Erklärung mich
bey hochfürstl hoher Landes Regierung außer Klage stellen[.]
Möge mich bey Einer Hochf. Hochpreisl Landesregierung
durch die von mir unt. d. 11. d. Mon. ge-
schehene Zahlung u die weitere Erklärung
<einer> einer bestimmten nachfolgenden [Zahlung] Zahlung Sie allerg gnädigst bringen
ließen, mich
außer Klage zu stellen.
In schuldigster Ehrerbietung verharre ich
Einer hochfürstl hochpreisl hohen Landes Regierung
unterthäniger u gehorsamster