Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Berlin v. 10.5.1829 (Keilhau)


F. an Johannes Arnold Barop in Berlin v. 10.5.1829 (Keilhau)
(KN 25,3, Brieforiginal 1 Bl 8° 2 S.)

      Keilhau am 10' May 1829.·.


Gott zum Gruß, lieber Barop.

Heut kannst Du nichts von mir fordern als[:]
1. daß ich Deinen Brief durch Verspätung
erst Freytags von Rudolstadt erhalten
habe sonst hättest Du wohl schon mit vorigem
Posttage Antwort u Dank, Dank für
Dich u Dank für alle die liebend u treu
unser Leben fördern
2. einen Brief an Butzke den Du in einen
Umschlag fesseln kannst, weil ja alles
gefesselt zum gefesselten Menschen kommen muß.
3. Grüße von allen die sich mit den Knaben
sehr nach Dir sehnen, und welche zur
Gesundheit des Leibes u Geistes auch gern
wie ein vertrauendes so ein freudiges
Gemüthe brächten. Wenn Du dieß liesest
so vergieß nicht daß ich es bin der es
schreibt u daß der Mensch immer gern
von sich spricht.
4. Ja Den Brief an die liebe Mutter verschließ
durch eine Oblate.
5. Sucht Ihr zwey beyde - von welchen es /
[1R]
[mich] sehr freut, daß Ihr Euch gefunden habt -
[Euch] immer mehr selbst zu verständigen, zu
verständigen über das, was Euer Gemüth
Geist u Leben fordert u bedarf, was
Euch das Leben u die Lebensverhältnisse
wie sie sind u besonders das Streben
u Leben der Menschen geben kann,
endlich prüft mein Leben, Streben
pp.
Die Kirschbäume auf u um
Deinem Garten beginnen zu blühen
Immer

FrFr