Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Charlotte von Ahlefeld in Weimar v. <?.4./5.>1829 (Keilhau)


F. an Charlotte von Ahlefeld in Weimar v. <?.4./5.>1829 (Keilhau)
(BN 358, Bl 4, undatierter Entwurf. Nach dem Brief Fröbels an Frau von Ahlefeld vom 19.11.1830 in BN 731, 21R-23V handelt es sich bei dem vorliegenden Brief um das Schreiben vom „April oder May“ 1829.)

Ihre gütige Theilnahme schrieb
mir im vorigen Jahre von einem gebildeten
jungen Mann welcher gern in mein[em] Kreise
eine Wirksamkeit gehabt hätte, sollten dessen
Verhältnisse noch so seyn daß er jenen Wunsch
gern ausführen mögte u. kann so bitte ich Ew. Hochwohlgeb.
ergebenst denselben gütigst zu versichern sich persönlich oder
schriftlich an mich zu wenden wo ich dann sehen würde was
mir nach den voliegenden Verhältnissen zu thun noch <sey> da
ich jetzt wieder die Mitwirkung gebi junger gebildeter
wenigstens frey u strebend <regende> Kräfte gebrauchen
kann u es mir auch immer ein Leid ist solche Kräfte zu
wissen welche keinen ihnen angemessenen Wirkungskreis finden können.
Unser Christian Friedrich sitzt in seiner steten Regsamkeit
schnitzend neben mir. Unser Carl malt seine <geometrischen>
Bildern zu welche ihn das < ? ? > geführt
hat, den Wilhelm <nimmt> die beschäftigt noch seine deutsche Sprache <recht> ganz
in Anspruch denn seine Fortschritte so langsam in seiner
Freyzeit ist er jetzt ein ruhiger < ? > - Möge
der <Inhalt dieser Zeilen> in Beziehung auf Ihr treues Mutterherz <wegen> der Brüder 3
eine <reife> Blume in dem frischen Freude[n]kranz
seyn welcher Sie vom alten ins neue Jahr geleiten, das im
alten Jahr uns wieder <  > <bestrebte / geschenkte> Zutrauen lassen Sie im neuen /
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freudig grünen u. wachsen. Genehmigen Sie von mir
Herr Langethal wird wohl den Eingang der so wie immer
so pünktlich <  > Eingang der Erziehungsgelder dankbar
gemeldet haben. Aber ich bin Ihnen noch wegen
Ihrer helfenden Handreichung von dre dreyhundert
Thaler sächsischer Convention ein Document einzusenden
schuldig. Mit den nun neu belebten Kräften soll nun
eines der < ? > längst ruhenden Geschäfte nach den andern
abgemacht und so auch Ihnen das erwähnte Document <dank->
bar übersandt werden.
Genehmigen Sie von mir u allen Gliedern meines Hauses
die Versicherung unserer ausgezeichneten <Versicherung> besonders
von meiner Frau die herzlichsten Grüße.
Mit <inniger> Hochachtung
       Ew. Hochwohlgeboren
       Ergebenster