Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 28.4./29.4.1830 (Keilhau)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 28.4./29.4.1830 (Keilhau)
(KN 26,4, Brieforiginal 1 B 8° 2 S., ed. L I,1, 153; tw. ed. Halfter 1931, 641; ed. H V, 110f. H V. datiert den von F. zitierten Brief Caroline von Holzhausen an F. auf frühestens Ende 1816.)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

        An J. Barop,
Als Gegenbild zu dessen Festgabe am 21./IIII 1830.·.

Ausgesprochen vor 15 Jahren, gezeichnet vor 15 Jahren von der "Rune meines Lebens", welche die köstlichste Blume reichte zum Erndtekranz des Lebens, gewunden in der Nacht vom 28' zum 29sten April 1830.
* * *
"Merkwürdig ist es, daß Ihnen so spät das Bedürfniß zum Bewußtseyn wurde, mit Freunden zu leben, oder "hat das Gute Schicksal über Ihnen gewaltet, um Ihnen nur dann zu geben, wenn Sie mit geläutertem "Gemüthe Ächtes vom Falschen unterscheiden können.[?] Es ist sehr wichtig für Sie welche Richtung Ihre "Freunde in Sich haben; untersuchen Sie dieß noch ernst. Sie sprechen es wohl aus, daß bey Einigung das "Einende d.h. das Alles Einende seyn muß, aber dieses Einende kann einzig nur /
[1R]
"die unwandelbare Richtung des Gemüthes nach Oben seyn. Wissenschaft und Kunst sind irdische Bande, sie "bestehen wenn der Geist im Erkennen vorrückt und vergehen wenn die Seele nicht in stetem Fortgehen "den Geist als Band umschlingt. Daher die öfteren Unterbrechungen, Mißverständnisse bey Freunden, das "Fremdartige ists Trennende; das ewig Einigende kann nur das seyn, was jedes Wesen nach dem Grad "seines Standpunktes mehr oder weniger in sich trägt

"der Funke Gottes"
* * *
FrFr. /

[2]
[enthält eine eingesteckte Blume]