Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an J. G. Busse in Rogasen v. 17.11.1830 (Keilhau)


F. an J. G. Busse in Rogasen v. 17.11.1830 (Keilhau)
(BN 731, Bl 18R-19V, datierter Entwurf 1 Bl 4° 1 ¼ S. im „Briefbuch Keilhau“,
Handschrift Middendorffs)

       Keilhau 17 Nov 1830


An Herrn Busse in Rogasen.

Da wir eben die halbjährigen Schulbenachrichten
an die an die Eltern der Zöglinge aus Ihrer Gegend
nach Chodziesen absenden, und da wir in d letzten Tagen Familien-
verhältnisse halber dringend um d Aufnahme eines
Zöglings gleichaltrig mit Ihrem Neffen dringend
ersucht worden sind, und da uns gestern unser
gewöhnlicher Lohnkutscher aus Rudolstadt sagen
läßt, daß er für 36 rth PrCt die Fuhre nach
Berlin thun will, so ergreifen wir diese
Gelegenheit, Ihnen dieses zu melden,
weil der erwähnte Zögling in dem nächsten
Monat eintreten wird und es uns dann,
wenn es sonst noch Ihr Entschluß ist, lieb
wäre, daß dann zugleich mit diesem auch
Ihr Neffe eintreten könnte, weil dadurch
der Anstalt so wie mit dem <?> selbst
in etwas die Schwierigkeiten
erleichtert würden, die immer mit einem
Eintritt von Zöglingen außer dem Halbjahr
verbunden sind. /
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Wir glaubten diese Anzeige Ihrem un[ein]ge-
schränkten Vertrauen schuldig zu seyn u unter-
zeichnen uns hochachtend
dErzieh[un]gsanst[alt]