Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johann Heinrich Teske in Samoszin / Müller in Margonin / A. Weißer in Chodziesen v. 17.11.1830 (Keilhau)


F. an Johann Heinrich Teske in Samoszin / Müller in Margonin / A. Weißer in Chodziesen v. 17.11.1830 (Keilhau)
(BN 731, Bl 17R-18V, datierter Entwurf 1 Bl 4° 1 ½ S. im „Briefbuch Keilhau“,
Handschrift Middendorffs u Fs.)

Keilhau den 17. Novbr 1830.

An (die) Herrn Joh. Heinrich Teske in Samoszin
HE Bürgermeister Müller in Margonin
HE Weißer Justizcommissarius in Chodziesen


Hochgeehrte Eltern!

Wir schreiben Ihnen bey Übersendung der
halbjährigen Zeit[-] u Unterrichtsmittheilung Ihrer Söhne für das
<hierseiende> Winterhalbjahr gemeinschaftlich, weil
wir mit dieser Übersendung nach der vieljährig bestehenden
nur einzig zweckmäßig bestehenden Ordnung erkannten Einrichtung
erst nach Verlauf von Jahresfrist
ein vollständiges Zeugniß u Charakteristik desselben [sc.. derselben]
verbinden, u wir so nun von allen vieren, das /
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ganz gleiche aussprechen können, nämlich
im allgemeinen unser aller Zufriedenheit
mit denselben, sowohl in Hinsicht auf Fleiß,
Fortschritte, gutes Betragen u so völlige Ge-
sundheit an Geist u Körper denn was in Be-
ziehung auf das Geistige (im Leiblichen sind sie
alle gleichkräftig) sich auch in einer oder der andern
Beziehung von dem Einen etwas wieder sagen
ließe das besitzt derselbe in einer andern
Beziehung dagegen wieder in einem so etwas
höhern Grade. Wir glauben daher die Über-
zeugung haben zu dürfen, daß Sie hochgeehrte
Eltern, wenn Sie Zeuge des Gesammtlebens
Ihrer Söhne seyn könnten, sich dessen eben so freuen
würden, als wir uns freuen. Ihnen dieses aus-
sprechen zu können, u. daß Sie mit uns die Über-
zeugung theilen würden, dass die Hoffnungen in welchen Sie
Ihre Söhne uns anvertraut haben, werden gegen-
seitig erfüllt werden.
Wir bemerken noch daß wir in Bezug auf die Weihnachtsgabe
Ihre Bestimmung erwarten

In Bezug auf das herannahende Weihnachtsfest bemerken wir
hier zugleich, daß wir hinsichtlich des <Weihnachtseinkaufs> der
Geschenke für Ihre Söhne noch Ihre Bestimmung erwarten
daß wir diese jetzige Gelegenheit benutzen es anzuzeigen u
<allhier umfassend eine sichere gefällige> wir deßhalb doppelt
in dHonorirung derselben keinen Zweifel setzen
Langethal soll HE Bürg.[ermeister] Müller anzeigen daß auf denselben
nach der HE Teske angegebenen Bestimmung an HE E.L. Blumb.[erg]
in Berlin in angemessener Zeit ein Wechsel 137 ½ zahlb. 1 Jan 1831
ausgestellt <wird> den noch übrigen Rest auf eine halbjährige
d.h. Vorauszahlung ?>
Es bleibt uns nun nur noch übrig die wahre Hochachtung
auszusprechen mit welcher wir uns Ihnen <?> unterzeichnen