Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an < ? > ["Du"-Anrede] in < ? > v. 19.8. (wohl Keilhauer Zeit, also zw. 1817 u. 1830) (Keilhau)


F. an < ? > ["Du"-Anrede] in < ? > v. 19.8. (wohl Keilhauer Zeit, also zw. 1817 u. 1830) (Keilhau)
(BN 707a, Bl 98, tw. dat. Entwurf)

am 19n August.
Du bedauerst meine <Biedermeier> Erzieh[un]gs[-]
weise u. doch versichere ich Dir, daß sie
sehr viele Vorzüglichkeiten hat; u ich werde
Dir deßhalb so bald ich einst Zeit
erhalte die Vorzüglichkeit meiner
Erziehung - was in den Augen des
gewöhnl. Mann[es] keine Erzieh[un]g war,
aufzusuchen mich bem Dir darstellen.
Dieße [sc.: Diese] Vorzüglichkeiten werden
Dir einleuchten wenn Du das absol
absolute System des Unterricht[es] das ich aufge-
funden habe mit meiner
Heranwachsung vergleichst.
Willst Du Dein Kind gut er-
ziehen, so erziehe es ähnl. der
Art wie ich vom Schicksal, Um-
ständen, Zufall, oder Eltern
gleichviel, erzogen wurde[.] /
[98R]
Auffallend ist mir indem ich dieses
gedacht habe, daß ich, da ich das absolute
System des Unterrichts niederschrieb,
daß ich dabei nie meiner Erzieh[un]g
noch weniger an eine Darstell[un]g
derselben in meinem System
gedacht.