Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an J. G. Busse in Rogasen v. 26.2.1831(Keilhau)


F. an J. G. Busse in Rogasen v. 26.2.1831(Keilhau)
(BN 732, Bl 14, datierter Entwurf 1 Bl 4° 2 S. im „Briefbuch Keilhau“, Handschrift Langethals)

Herrn Busse in Rogasen

K.[eilhau] d. 26. Febr. 1831.
1) Wegen des Erziehungsg[elds]
2) Wegen Pr.Crt. [Preuß. Courant]
3) Wegen Eintritt
4) Wegen Art der Beziehung der Gelder
Ew Wohlgeb erwiedern wir auf Ihr Ge-
schätztes [Schreiben] v. 19. Febr, daß wir das Erziehungsgeld Ihr Neffe
Ihres Neffen für das 1te Jahr nach dem
wahrscheinl[ichen] St[an]dp[un]kte s[eine]r Bildung <sowie> dem den
obwaltenden Umständen schon Zögling der I Abth[eilung]
seyn wird, <Wunsch einwilligen> u sonach Ihrem
Wunsche nichts entgegensteht. Ferner benachrichtigen
wir Sie auch Ihr[e] Anfrage in Betreff
des Erziehungsgeldes für Zöglinge 1ter u. 2[ter] Abth[ei]lung,
daß der jährl[iche] Betrag dess. Rth 100 in Pr. Crt
u. nicht in S. Cour. ist wie Ew. W. g[an]z best.[immt]
auch in d Ihnen deßhalb zugekomm[enen]
Bestimmung ersehen w.[erden.] Der Eintritt Ihres
Neffen wird nach dem in Ihrem Briefe
bestimmten Abgange desselben vom
1. April an gerechnet werden.
Um vorbeugend
k[ün]ftigen Unannehml[ichkeiten]
entgegenzukommen,
wollen wir doch, wenn
auch nach unsr[er] Ansicht
g[an]z überh[au]pt Ihnen <>
klar u. best.[immt] aussprechen,
daß nach der Forderung vieler
Eltern, welche das Wohl
ihrer uns anvertrauten Söhne
wahrhaft am Herzen liegt,
das Gesetz besteht,
daß ohne triftige Umstände, die bey dem
Eintritt des Zögl.[ings] nicht vorher gesehen w.[erden]
konnten, jeder Zögling b.[ei] s.[einem] Eintritt in
die Anstalt <auf>, jährl[ichen] Eintritt <Auf>enthalt
in ders.[elben] verpflichtet ist, weil sonst <bei einem> zu
schnellen Wechsel der Th[ei]lnahme zu große Nachth[ei]le wie für den
austretenden Einzelnen, so für die zurückbleibenden hervor-
gehen werde. Nach Ablauf dieser Zeit kann der Zögl.[ing]
zu jed.[er] Zeit aus der Anstalt austreten
dieser ist <dann> nicht verpflichtet, die gesetzmäß.[ige] Vorausbezahlung
zurückzuzahlen, weil diese in allen /
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deutschen Erziehungsanst.[alten] v. 1ten
Beginn derselben eben
darum eingeführt ist. Der
Austritt muß überdieß
zu Anfang des letzten
Vierteljahres der ablauf.[enden]
Vorausbezahlung der Anstalt
angezeigt w.[erden]. Ihnen
<vertrauend> dieß mög-
lichst klar u. bestimmt
auszusprechen, schien uns
g[an]z bes.[ondere] Verpfl.[ichtung.]