Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 11.7.1831 (Frankfurt/M.)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 11.7.1831 (Frankfurt/M.)
(KN 28,5, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 ½ S., ed. H V, 297. - Der Brief wurde wohl zusammen mit den Briefen an Emilie Fröbel und an die >Keilhauer Gemeinschaft< vom selben Tag verschickt.)

     Auf der Öde am 11' July Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr.


Mein Barop.

Was soll ich Dir sagen, was kannst Du vor mir erwar-
ten, Du der Du vielleicht eben jetzt des himmlischen
Vaters Himmelsseegen zu Deiner und Emiliens Einig[-]
ung zur Einigung Emiliens tiefen und reinen Ge-
müthes mit Deinem wahren und klaren Geiste zur
Ewigen Einigung Eures Seelenlebens durch die
Hand und aus dem Munde eines menschlichen Prie-
sters empfängst. Ja wie aus dem Munde und in
dem Herzen die Dich und Euch kennen, so in einem
endlosen Ewigen Echo Euch Gottes Seegen von Anfang
bis zu Ende Eures Erdenlebens und für alle Ewig-
keit Eures Seelenbundes. Laß mich schweigen
Barop und nichts mehr sagen, laß still fließen
Barop meine Thränen von denen ich nicht weiß
und nicht mir sagen kann warum sie fließen
Du Barop den ich Dich innig und ewig liebe, der
ich Deine Emilie, innig und ewig liebe, der ich Euch
Euch [2x] ewig liebe und die Euch Gott schenken wird.
Dein, Ihr
Euer
FrFr. /

[1R]
Donnerstags reise ich bestimmt von hier ab.
Eure nächsten Briefe schreibt mir unter
der Addresse und poste restante
Luzern
in der Schweiz[.]
Nächsten Freitag sende oder vielmehr lasse
ich an Langethal ein[en] Brief hier absenden
der wird alles ferner bestimmen. Bis
dahin haltet nur Briefe an mich fertig.