Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Wartensee v. 27.1.1833 (Keilhau)


F. an Johannes Arnold Barop in Wartensee v. 27.1.1833 (Keilhau)
(KN 43,10, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S. - Dieser undatierte Brief ist mit
großer Sicherheit der "Sonntagsfreudenbrief" v. 27.1.1833, den Langethal
am 29.1. in der Beilage vom F.-Brief v. 20.1.-3.2.1833 [KN 43,9, Bl 2R] erwähnt.)

Barop! Emiliens Gatte! Vater[!] Gott seegne Euch drey,
Geeinte Einige. Friede und Freude, Heil und Seegen
bringet Dir diese[r] Brief wie das neugeborne
Kind Euch und uns allen. Noch nicht habe ich
es Emilien, Deiner Gattin, der glücklichen und
beglückenden sagen können was sie sich und
allen geboren hat, sich ihre sichtbare Liebe, Dir
einen Sohn, uns einen Bruder, den Menschen
einen Mann und der Menschheit ein Gottes-
mit Gott ein Friedens-Kind. Nicht kann ich mir denken und sagen
wie ein Kind unter glücklicheren, schöneren,
reineren Verhältnissen wäre in die Welt
getreten, wie sein Eintritt in die Welt
hoher und reiner gleichsam sey vorgefeyert
worden; doch davon jetzt nicht glücklicher
Vater aber gleich einen Gedanken felsen
fest gehalten; - wie die Gesammtverhältnisse
rein waren, so sollen sie auch, dieß frey der
feste Vorsatz wie von mir so von allen,
rein erhalten werden, daß einmal so weit es
durch uns Menschen möglich ist ein Menschen-
leben wieder ein und klar u fest in und durch
das Menschenleben geleitet werde. Immer
Euer und Euer aller
FrFr.