Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an >Keilhauer Gemeinschaft< v. 4.8.1833 ( Willisau)


F. an >Keilhauer Gemeinschaft< v. 4.8.1833 ( Willisau)
(KN 45,13, Brieforiginal 1 B 4° 4 S. Briefkopf mit Bild der Keilhauer Anstalt.)

Gegrüßet sey d. Keilhauer Erziehungsanstalt durch Langethal.
Willisau am 4en August 1833.·.


Herzinnigen Gruß Dir Langethal und durch Dich allen um Dich, zuvor!

Viel habe und hätte ich Dir Langethal! zu schreiben, denn das Leben rückt immer mehr seiner
innern und wenn auch auf einer noch ungesehenen, wenigstens der äußeren Erwartung
ganz entgegengesetzten Weise auch der äußeren Vollendung entgegen, darum habe ich
Dir und wenn Du willst allen um Dich nur wenig zu schreiben. Barops jüngst und in
diesen Tagen bis heute geschriebenen Briefe werden diesem Wenigen zum Commentar
dienen.
Daß das Erzieher- und Erziehungsleben und Wirken ich darf wohl nicht allein sagen nach
unsern deutschen, nach unsern jetzigen Europäischen, sondern vielleicht überhaupt nach den
jetzigen höchsten Weltbegriffen seinem Ende entgegen gehe fühlte ich schon längst; ich habe
es Dir und Euch ja schon seit Langem in tiefem und stillem Vertrauen ausgesprochen wenn
ich sagte: - ich glaubte nicht daß so bald, und vielleicht unter Lebensverhältnissen wie die
jetzigen Europäischen und Deutschen je nach nur wieder ein Erzieher, ein Erzieher d.h.
praktischer Erzieher mit so reinem, allgemeinem menschheitlichen Ziele und Zwecke, ein
in einem reinen, erziehenden Berufe und um des Erziehers und die [sc.: der] Erziehung allein will-
len, wirkender Erzieher auftreten würde. Doch glaubte ich immer noch es würde mir
in meinen Umgebungen und Verhältnissen möglich seyn noch eine längere Zeit vorbereitend
zu und für diese Zeit wirken zu können, doch es eilt jetzt alles mit Blitzesschnelle seinem Ziele
entgegen und es kostet colossale Geisteskraft um in dem Gewirre nicht das Ziel und in dem
Geschwirr und tosenden Lärmen nicht die Besonnenheit zur schnellen und festen Erfassung
der besten Mittel und Wege dazu nicht zu verliehren. Da ich nun diese Wendung der Dinge
schon längst kommen sahe, so habe ich mich auch auf ihr Erscheinen in mir schon lange vorberei-
tet – wie ich bey jeder Gelegenheit die Beweise dafür in meinen mündlichen und schriftlichen
Mittheilungen niedergelegt habe, ob ich gleich – nochmals bestimmt gesagt – diesen entschei- /
[1R]
denden Lebens Moment nicht so schleunig eintretend erwartete und ich mehreres vorher
woran ich unablässig still arbeitete vorzubereiten gedachte. Doch die Entscheidung ist da, sie
spricht sich aus in einer entscheidenden Frage: Wer soll jetzt unter den Umständen und
dem Bestehen der europäischen Cultur erzogen werden? – Wer, was sind wir Europäer;
Wer was sind wir Deutsche die Deutschen, die wir uns Genossen Einer deutschen Zunge und Sprache
nennen? – Wir sind entweder Regierende oder – Regiertwerdende. –
Wollen sich die Regierenden erziehen lassen und wozu? – Diese Fragen sind zu beantwor-
ten nicht nöthig! - Sollen die Regiertwerdenden, also das Volk, erzogen werden? und
wozu? – wofür? – Für die Regierenden oder für sich? – Gut, es sey für sich! wie heißt dann das
Ziel? – Es sey an und für sich im Einzelnen welche es will, ich will, wir wollen es uns hier im
allgemeinen Glückseligkeit nennen? gut! dann sagen die Regierenden, Weltlichen:
laßt ihr Euch nicht erziehen zu unserm Zweck und wie wir wollen, so bekommt ihr kein
Amt und somit kein Brot, wir befördern euern Handel und euer Gewerbe nicht; und
wenn sie das letztere auch nicht sagen so handeln sie wenigstens in diesem Sinne. Die
Regierenden, Geistlichen dagegen sagen da wo sie wirklich regieren z.B. hier zum Volk:
Laßt ihr Euch und die Eurigen nicht erziehen für uns und unsern Zweck, also am
besten und kürzesten gleich von uns, so verliehrt ihr, denn was ist äußeres Glück? –
eurer Seele Heil, verliehrt den Himmel die ewige Glückseligkeit. Wo soll nun
noch in dem Volke – und zum Volke, Gefolge, gehört ja alles, was nicht regierend ist – wie
soll ihm, dem Volke nun noch, da es doch auf der Erde leben, also essen, trinken sich kleiden pp
und im Himmel glücklich seyn will ein anderes Erziehungsinteresse, ein anderer Er-
ziehungszweck kommen als der der Regierenden? – Wie kann hier die Erziehung zu Men-
schen
zu und für Menschheit Gehör finden und Wurzel fassen? – Wer sind nun noch die
übrigen welche etwa einmal dem reinen Lichte der Menscherziehung zuflattern (wie die Mücken der Flamme) und indem sie sich verfangen einen üblen Geruch verbreiten? - es
sind philosophische Schwächlinge, artistische Weichlinge oder politische Irrlinge.
Blicke prüfend und besonnen in die Welt Langethal! wandle ruhig beachtend in ihr umher
die Zeit öffentlicher und allgemeiner Menschenerziehung, die Zeit wo Menschenerziehung
als ein besonderer für sich und in sich bestehender Beruf war, die Zeit bestimmter besonderer Anstalten
für reine Menschenerziehung, sie ist vorüber, denn die Zeit in welcher sie hätten eingrei-
fend fest gehalten werden sollten [sc.: sollen], es waren Augenblicke für den Einzelnen und für das Ganze,
sie sind vorüber und ich sehe nicht ab wo und wann sie wieder kommen sollen. Mein
Gezogen- mein Gerufen werden in die Schweiz, mein Festgehalten werden in der Schweiz und mein
Momentanes Wirken in derselben und die noch bis diesen Augenblick mehr oder minder
laut, mehr oder minder persönlich oder allgemein fortbestehende Anerkennung derselben
war nur das letzte Aufflammen, Aufflackern eines rein allgemein menschlichen Erzieh-
ungsgedankens in dem Volke und aus dem Volke pp wie in und aus Regierenden, und wer weiß
eben, ob in beyden rein, wenigstens unkräftig, schwach in beyden, d. h. ohne Ausdauer und Nach-
halt.
Blicke Langethal, blicke vereint mit Middendorff ernst prüfend und ruhig besonnen in das Leben
wie es ist, theilt Euch Eure gegenseitigen Erfahrungen, ohne daß Ihr den Verhältnissen Eures
Geistes Farbe Licht, Eures Lebens Leben, Eures Gemüthes Farbe leihet, - mit und sage dann offen
und wahr: ist es anders? - Ich kann es nicht anders, ich muß es so sehen! Darum habe
ich in mir nun auch mit Bestimmtheit und Klarheit den Erzieherberuf an und für sich, das Wirken
rein als Erzieher, in dem jetzt gebräuchlichen Sinne des Wortes, ganz aufgegeben. Mit dem
Zerfallen Willisaus werde ich nie wieder die Ausführung einer reinen Erziehungsanstalt
als solcher unternehmen, höchstens werde ich, wenn auch mir dieß anders die Umstände und
Verhältnisse möglich machen durch eine rein lehrende und unterrichtende Wirksamkeit mir
den Weg zu einer anderen sonst noch möglichen bürgerlichen Wirksamkeit zurück bahnen. /
[2]
Ja, lieber Langethal und Middendorff – wer weiß ob es nicht – ohne jedoch der Entwickelung der
gesammten Verhältnisse vorzugreifen - bald gut und zweckmäßig seyn wird diesen Ge-
danken auch für Keilhau prüfend fest zu halten und statt einer Erziehungsanstalt also
Wirken für einen äußeren, objectiven Zweck, lieber und wirksamer erziehende Familien
ein rein erziehendes Leben also mit inneren, subjectiven Zweck fest zu halten und auszuführen.
Vielleicht wird [sc.: daß] eben durch diese Umdrehung des objectiven (Fremdzweckes) in einen subjectiven
Selbst- und Eigenzweck, die Wirkung des Lebens und Thuns noch erhöht wird; wir könnten
ja immer noch, es könnten ja dann immer noch Kinder in die Familie oder Familien,
wie dieß z.B. Landprediger thun mit aufgenommen werden, ohne daß darum daß [sc.: das] Ganze
eigentlich eine Erziehungsanstalt in optima forma sey. So könnte dann noch viel-
leicht einer meiner frühesten Gedanken verwirklicht werden. – Wir haben uns es
ja schon mehrmals ausgesprochen welche große Menge kostbarer Kräfte von Euch und
uns allen hingegeben ja hingeopfert wird und wie gering dagegen die Früch-
te und das Ergebniß nach außen hin davon ist, und mit welchem bey weitem er-
höhterem gesteigertem Product wir diese Kraft an und für uns und unsern eigenen
Kreis verwenden könnten. Ja es ist wa[h]r, ich hatte früher den Gedanken: mit Auf-
und Hingabe des Productes eigener erhöheter persönlicher Vollkommenheit zum und für
das Wohl meiner Mitmenschen zu wirken, aber ich muß offen gestehen ich sehe jetzt
ein es ist die Art des höchsten und besten Wirkens (Freylich soll das höchste und beste
wo möglich als Beyspiel ausgelebt und dargestellt werden) da – wo es am besten
ausgeführt werden kann, dieß kann aber natürlich der Erzieher mit Mannessinn und
Manneskraft, - Menschen mit Menschensinn und Menschenkraft am besten –
an und mit - sich selbst und so fordert es das göttliche Gesetz zu nächst von einem
jeden selbst: sey vollkommen wie Dein Vater im Himmel, nicht - daß er an ande-
re die Forderung mache, er der andere sey vollkommen, rc. – Was nun aber von der
eigenen Person gilt, gilt von der eigenen Familie, den eigenen innig einig ver-
bundenen Familien.
Prüfet was ich sage an Euren Lebenserfahrungen und den vor Euch jetzt <eben>
sich kund thuenden Lebenserscheinungen. Wir wollen nicht machen daß man einst
von uns und unseren Kindern und Familien sage wie jetzt so oft von den Kindern
der berühmtesten größten Männer gesagt wird – ihre Kinder sind Schwächlinge und
oft noch schlechteres als nur dieß. -
Da mit Erziehung jetzt nichts an Anderen und durch Andere zu erreichen ist, so muß man der Zukunft
wenigstens an und durch sich ein Beyspiel hinstellen was durch Erziehung erreicht werden kann, wenigstens,
mindestens es versuchen ein solches Beyspiel für die Zukunft davon hinzustellen.
Nun zu mehreren Einzelnheiten. Hierbey folgt ein Brief an Ernestine - einer an Mathilde – einer
an die Schwägerin – einer an ChrFriedrich sämmtlich von meiner Frau. Vier kleine Briefchen von Ludo-
wika an Mathilde, Elise, Hedwig und Laura und Familie. - Ein Brief von Ferdinand an den Vater
Zwey Briefe von mir einer an Middendorff, einer an Elisen. – Ein Brief von Karl an Titus. –
Ein Brief von Gnüge nebst Reisebeschreibung. Diese bitte ich jedoch vorher prüfend durchzulesen und
einiges daraus beym Vorlesen wegzulassen z.B. die Erzählung vom Talglappen; ich finde diese
wie überhaupt seine Reimerei oft unedel, wenigstens zu sehr auf der Oberfläche als hohl schwimmend
und jungen Leuten von dem Alter unserer Zöglinge finde ich so etwas vorzuführen nicht angemessen,
sie neigen durch das Leben so schon hinlänglich genug nach solchem – Gifte hin; den[n] hohle Oberfläch-
lichkeit mit gewisser Gutmüthigkeit ist für junge Leute das größte Gift. – Zum Bestellen liegt noch
bey ein Brief von HE Gnüge nach <Eisenach>. Hier will ich doch bemerken daß wir den Verlust
des Clavieres; welches geliehen war, ohne Zweifel auch den fanatischen Umtrieben verdanken
wie früher schon das Nichtbekommen eines schon für uns leihweise bestimmten Flügels. Ihr sehet
so man sucht mir recht eigentlich und wörtlich
hier die Flügel zu rauben. – Weiter zum /
[2R]
von Herrn Frankenberg auch zwey größere Briefe. Maler Müller, an welchen der eine Brief ist
wird Euch vielleicht auf meine frühere Veranlassung schon im Septbr besuchen. Er hatte Lust, nach
der Schweiz zu kommen, er soll nicht allein braver Maler sein sondern besonders seine Kunst pädago-
gisch anschauen und durch sie und mit ihr erziehend zu wirken wünschen überdieß soll er auch ein
tüchtiger Mensch seyn, dieß bewog mich, früher schon ehe das Geistliche Capitel des Oberamtes mit seinen
Umtrieben hervorgerückt war auf den Antrag Frankenbergs einzugehen, und jetzt
habe ich wegen der Unbestimmtheit aller Lebensverhältnisse keinen Grund meinen früheren Vor-
schlag [ihm gegenüber] zu Euch zu gehen und Euch Arbeiten von sich vorzulegen – ganz zurück zu nehmen.
Nun ehe er zu Euch kommt hoffe ich schon, daß Ihr bestimmte Nachricht über unser hiesiges Verhältniß von uns
erhaltet. Ihr könnet gar nicht glauben wie wechselnd jetzt die Erwartungen und Nachrichten sind
es ist hier im Kleinen wie im Jahr 1813/14; Ihr werdet es schon aus den Zeitungen wissen, könnet es
auch, wie kriegerisch es hier zu werden scheint aus dem Auszuge aus dem Protokoll der Tagessatzung
vom 1n August ersehen, welchen ich deßhalb als Umschlag mit beylege. – Müller hatte früher
Lust, nach Amerika zu gehen. –
Durch die Umtriebe des Geistlichen Capitels und veranlaßt durch die vielen gegen die Willis-
auer Erziehungsanstalt bey dem Großen Rathe eingereichten Petitionen mit der bestimmten Anfor-
derung an denselben, die Erziehungsanstalt wieder aufzuheben – bin auch ich veranlaßt worden
mich mit einer Druckschrift unter dem Titel “Grundzüge der Menschenerziehung” pp nebst Schrift
einem Schreiben an den Großen Rath zu wenden. Die Schrift ist die Euch hinlänglich bekannte Aufforderung
welche ich im Oktober 1830 niederschrieb, und so für Euch nichts neues. – Der Brief, das Schreiben
selbst stellt den Gedanken hin: - Das[s] Menschenerziehung jetzt das Höchste alle anderen Bestrebungen
in sich einende und auflösende sey. - Durch diesen Gedanken hat das Schreiben vielleicht einigen be-
stimmten Werth. Von der Schrift selbst sende ich Euch hier 12 Exemplare 7 mit Lehrplan, 5 Ex
ohne denselben. Von ihr könnt Ihr vielleicht folgenden Gebrauch machen: 1 Ex der Fürstin Mutter -
1 do an den Gen. Sup. Zeh. 1 Ex dem Canzler. 1 Ex dem Präs: Schwarz hier höchstens um nicht zu übergehen.
1 do [sc.: dito] Langethal an Deinen bes: Gönner, dem HE. v. Beulwitz. 1 do vielleicht an Witzleben, 1 do dem
Herrn Pfarrer in Eichfeld 1 do zu Euerm Handgebrauch. – Ehe ihr [sc.: Ihr] aber die Schrift ausgebet oder sonst Gebrauch von Ihr [sc.: ihr] macht müßt Ihr sie aber vorher prüfend durchlesen, damit Ihr Euch und der
Anstalt nicht vielleicht durch sie schadet, denn Ihr wißt die Menschen finden was ich schreibe gern
Kauderwelsch, also macht keinen Gebrauch wo Ihr in Euch wegen des Erfolges nicht vorher unbesorgt
seit [sc.: seid]. Zur Beylage zu dem Schriftchen liegen auch 25 Exempl: des Schreibens hier bey, von dem
übrigen könnt Ihr nach Gefallen Gebrauch machen. Schreibt mir bald Euere Meinung von der Schrift
und von dem Gebrauche welchen Ihr davon gemacht habt. Überhaupt schreibt doch ja recht bald wie es
in Deutschland in pädagogischer
Erzieh Hinsicht geht und steht. Noch liegt ein Briefchen an HE Freyherrn
von Brokdorf in Bamberg hier bey; ich bitte, es an Frl. Mathilden abzugeben um es gelegentlich
nebst meinen hochachtenden Gruß an Fr: v. Arnim zurück zu schicken. Ich hätte gegen letztere schon längst
meine Schuldigkeit beobachtet und ihr geschrieben doch des Lebens Meer will ja gar nicht aufhören
zu stürmen, mindestens zu wogen, und ich hätte ihr doch gern ein ruhiges Lebensbild gegeben. –
Mathilden selbst grüße ich auf das herzlichste so wie alle Pfleglinge Söhne und Töchter jeden nament-
lich. Bey wem von den ersteren es nur immer angehet den sucht ja daß er sich zugleich auch für
schaffende Wirksamkeit ausbilde, so wünschte ich daß einer recht ordentlich die Tischlerey, ja die Zimmerey
wenn es anging, oder die Buchbinderey, mindestens aber recht gründlich mehrere die Garten[-] und
Feldarbeiten betrieben und erlernten. Ein Wesentliches ist noch: Schön Schreiben – Tüchtig Rechnen –
Kennen und Können lebender Sprachen. Wie vermisse ich unter vielen was Ihr mir nicht sand[t]et auch
Middendorffs Heft über den Lehrgang des franz: Sprachunterrichtes, ich bat so oft darum. – Auch Allwine
die ich nebst ihren Bruder noch besonders grüße – soll überwiegend mehr unmittelbar an den Sachen
selbst als an Abstracta; seien es selbst Klötzer oder Striche lernen. Vor allem bitte ich doch ja ihr früher schreiben als Lesen zu lernen, Schreiben durch große stehende römische Buchstaben. Meine Kinder machen unter Langguth, welcher alle herzlich grüßt, hierin gute Fortschritte. Nun Gott sey mit uns, Euch und mir
FrFr

[Rand] Bei dem Gebrauch der Schriftchen rc versteht sich überall meine entsprechende Begrüßung, so Herrn Pfarrer und Herrn Schullehrer meine herzlichen Grüße, sowie unsern theilnehmenden Nachbarn. Von Siegrists Gegenschrift wird Barop Exemplare in Luzern beylegen.
[2]
[Rand] Die hier in Abschrift beyliegenden Briefe vom Decan Siegrist in Wohlhusen besitzt ihr zwar schon, da Ihr sie vielleicht aber nicht sogleich finden könntet und da die Siegristsche Gegenschrift durch sie hervorgerufen wurde, so wollte ich sie doch hier wieder in Abschrift beylegen.
[1R]
[Rand] Kann Barop morgen in Luzern 3 Siegristsche Schriftchen bekommen und hier beylegen so gebt eines der Fürstin, eines an Zeh dieser kann es Euch ja zurück oder an den Kanzler abgeben oder besser umgekehrt daß es der Kanzler an Zeh und dieser es an Euch abgebe. –
[1]
[Rand] Die Briefe von Herrn Decan Siegrist, so wie die Geschichte ihres Bekanntwerdens als Actenstücke [sind] nicht im öffentlichen Druck, können vielleicht auch abschriftlich an die Fürstin Mutter, den Kanzler u Zeh mitgetheilt werden.