Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. <25./26.> 2. 1834 (Willisau)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. <25./26.> 2. 1834 (Willisau)
(KN 46,26, Brieforiginal, 1 Zettel 16° 2 S. - Der Zettel ist nach Sonntag, dem 23.2.1834 geschrieben worden [lt. Brief an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 19.2. wurde Baumann am 19.2. beerdigt] und könnte einem der folgenden Briefe beigelegt worden sein: Schreiben F.s an Langethal v. 25.2./26.2., an Barop v. 27.2.-1.3., an Barop v. 2.3./3.3. oder dann erst wieder an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 26.3.1834. - Am wahrscheinlichsten lag der Zettel dem Brief an Langethal v. 25./26.2. bei. Auszuschließen ist die Beilage für F.s Briefe an Barop. Dann wäre die Kennzeichnung "Für Barop" überflüssig. Zu spät erscheint die Beilage für den Brief an die Keilhauer v. 26.3.34.)

Für Barop.

Am Sonntag nach dem Tode und Begräbnisse des Baumann
hat der Decan Meyer gepredigt: - nur der römisch-catholi-
sche Christ komme in den Himmel.- Nach dem Gottesdienste
haben sich dann viele vor der Kirche versammelt und man
verbreitete die Sage Casimir Pfyffer sey gestorben und Eduard
Pfyffer
habe das Bein gebrochen.- Da sich dieß jedoch nicht be-
stätigte, so meynte man: nun sey doch schon einer weg, würden
nun noch zwey, nemlich die beyden Pfyffer rc gestorben seyn, so
würde es bald anders und besser werden.-
Suche doch ja, daß Du die Schrift von Matter über den
Einfluß der Sitten auf die Gesetze kannst zu lesen bekommen
diese Schrift ist jetzt gerade höchst wichtig[.]- /

[1R]
Für Barop.
Unserm Zimmermann, welcher den Turnplatz erbaut hat,
nemlich dem Meister hat vor einigen Tagen ein Pferd beym
Ausspannen den einen Schenkel voneinander geschlagen und
den Knochen zersplittert. Der Mann hat 10 Gesellen und bedeu-
tende Baue übernommen, so bleibt es, selbst wenn er wieder
hergestellt werden sollte, für ihn doch ein großer Verlust, da
ihn dieß Unglück gerad in der wichtigsten Zeit jetzt bedroffen [sc.: betroffen] hat.
Schullehrer Fehr in Gunzenhaußen bey welchem Titus
so freundlich über Mittag aufgenommen wurde und welcher
eine tüchtige ganz ausgezeichnete Schmetterlingssammlung
besitzt (die Worte Titus) ist vom [sc.: von] Langethal ja nicht zu vergessen
aufzusuchen?