Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Henriette Wilhelmine Fröbel in Willisau v. 6.8.1834 (Burgdorf)


F. an Henriette Wilhelmine Fröbel in Willisau v. 6.8.1834 (Burgdorf)
(BN 445, Bl 57, Brieforiginal 1 Bl fol 1 S. Das Folioblatt war so gefaltet, daß außen [= "Umschlag"] die Adresse stand, innen der Brieftext.)

[Adresse:]
Der
      Frau Wilhelmine Fröbel
in
Willisau
Durch Gefälligkeit
Nebst Schmid Anwendung der Zahl
Burgdorf Mittags 2½ Uhr am 6. Aug. 1834.


Grüße Dich Gott meine herzliebe Frau.

Da unser <Bader> unerwartet mich auf seiner Rück-
reise besucht so schicke ich Dir inliegend 2 Briefe
wobey einer von Keilhau. Hast Du solche gelesen
so theile sie an Langethal mit. Dem Marcolin habe
ich sogleich in Beziehung auf dessen Brief geschrieben u ihn gefragt unter welchen
Bedingungen
er in eine meiner Anstalten eintreten
würde. Gelegentlich bitte ich mir den Brief von Keilhau
zurück. In Beziehung auf das hiesige Waisenhaus ist
mir von dem hiesigen Bürgerrath eine Zuschrift
zugekommen enthaltend, das Dir schon Bekannte.
Weiter ist bis jetzt die Sache noch
nicht zur Sprache gekommen; doch scheinen
sich die Verhandlungen nicht zu entfernen.
Grüße alle; ich wünsche daß sie
so wohl gesund bey Dir angekommen seyn
als Dich gesund getroffen haben mögen.
Meine besonderen Grüße an Deine
Hülfe, die treue Ernestine.
Dein Friedrich Fröbel.