Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Heinrich Langethal in Burgdorf v. 9.5.1835 (Willisau)


F. an Heinrich Langethal in Burgdorf v. 9.5.1835 (Willisau)
(UBB 7, Bl 15, Brieforiginal 1 Bl 4° 1 S.+Adr., ed. KG 1883, 142)

Willisau am 9en Mai 1835.


Freundlichen Gruß Dir und Euch allen
      zum ersten schönen Maytag.

So eben erhalte ich ein Schreiben vom Erziehungs Dep:
vom 1' May welches mir anzeigt daß die Prüfung
der 4 Berner Schullehrerzöglinge heut über 14
Tage also Sonnabends am 23en d. M. stattfinden
wird. Von Seite des Erz. Dep: werden dabey gegen[-]
wärtig sey[n] der He. R. S. Schneider und der Herr
Pfarrer Boll von Niederpipp. Die Schullehrer
sagen daß dies ein sehr vernünftiger Mann
sein soll. Du wirst Dich einrichten zur rechten Zeit
hier zu seyn. Ich hoffe daß die genannten Herren
schon Freytags hier eintreffen; auch bey Dir wäre
es gut wenn es möglich wäre. Vergiß nicht für
Frankenberg Sturms Betrachtungen mitzubringen.
Hat meine Frau den Brief erhalten, welchen ich jüngsten
Mittwoch hier zur Post gab? Er meldet die mögliche
Abreise Elisens und Middend[orffs] auf den 4en d. M. Lebet
wohl bis auf baldiges Wiedersehen. Dein
FrFr.

Es sind jetzt 36-37 Schüler hier. Der Frau meinen besondern Gruß[.] /
[15R]
Herrn Heinrich Langethal
Erzieher
      in Burgdorf
      Ctn Bern.