Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Henriette Wilhelmine Fröbel in Burgdorf v. 20.5.1835 (Willisau)


F. an Henriette Wilhelmine Fröbel in Burgdorf v. 20.5.1835 (Willisau)
(BN 445, Bl 62-63, Brieforiginal 1 Bl 4° 1 ¼ S.)

       Willisau Mittwoch am 20' May 1835.


Meine liebe Frau.

Ich benutze diese Gelegenheit der Übersendung mehrerer Sachen
an Titus, Dich zu fragen ob es nicht sehr gut sey mir zur
Überschickung meines Bettes mit erster Gelegenheit den Bett-
sack
zu schicken ob es nun zweckmäßiger d.h. kürzer ist durch
den Überbringer dieses unsern bekannten Fuhrmann aus <Dürren->
rode wenn er aus Bern zurückkommt oder über Langenthal
das müßt Ihr muß Langethal entscheiden.
Aus Keilhau ist auch heute noch kein Brief angekommen.
Dagegen hat Luise einen Brief von Herrn Schäfer bekommen[.]
Ihr Aufenthalt wird zunächst wohl bestimmt noch bis Weih[-]
nachten dauern.-
Kunigund wird nach der Bestimmung der gesammten Haus[-]
berathung Johannis aus dem Dienste treten; es ist ihr schon
aufgesagt <dageigen> [sc.: dagegen] Marie bis Weyhnachten <gediengt wurde>.
Langethalen bis [sc.: bitte] ich zu sagen, ich habe zwar schon d. He. Pfarrer
Huttwyl zur Prüfung einladen lassen; wolle u könne er
es aber noch auf seiner Herreise persönlich thun, so wäre es vielleicht gut.
Vor einigen Tagen war ich nicht ganz wohl; bin aber jetzt wieder
hergestellt, freu werde mich aber doch freuen wenn der 23' vorbey ist.
Faden hat irre [ich] nicht 70 <Pf[und]>, wie mich dünkt gutes Tischzeug geliefert[.]
Herzliche Grüße an alle, vor allem Dir mit dem Wunsche sich
stets erhöhender Gesundheit, Dein u Euer
Friedrich Fröbel
[Es folgen drei Nachschriften, davon eine auf 62V, zwei auf 63R:]
Titus hat an Carl geschrieben d[a]ß er bis Michaelis in B[u]rgdorf zu bleiben gedenke.
Hat auch ich glaube in dieser Beziehung an Carl F. nach Zürich geschrieben.- /
[62R/63V]
[leer] /
[63R]
Was ist denn das für ein blauer Überzeug weiß mit I I
gezeichnet welcher über meinem Bette war, soll ich ihn auch
mit bringen oder, da er jetzt schmutzig ist später mir nachschicken
lassen?- Gieb mir durch Langethal Nachricht.-
Das Ganze Päcktchen gehört dem Titus.
[Adresse:]
   An
Frau Wilhelmine Fröbel
   im Waisenhause
      zu
    Burgdorf.
Nebst
einem Packet in
Matte eingenähet
gezeichnet
   E
Burgdorf. Vor Nässe zu schützen