Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Elise Fröbel in Keilhau v.12.<11.>1835 ( Burgdorf)


F. an Elise Fröbel in Keilhau v.12.<11.>1835 ( Burgdorf)
(Reinschrift Gumperda, nicht nachweisbar, ed. Nohl 1931/32, 396. Datierung: F. spricht nur vom „12en Tage im Monat des Vertrauens“, Nohl ordnet den Brief an die 4. Stelle, also nach Fröbels Brief v. 28.3. und vor seinem Brief vom 8.7.1835 ein, datiert ihn aber nicht. Mögliche Daten wären dann: 12.4.; 12.5.; 12.6. Hoffmanns Briefliste nennt ihn unter „12. (11.) 1835“. Mit Sicherheit ist der Brief an Elise zu einem Zeitpunkt geschrieben worden, als sie schon in Willisau ist, weil er die Möglichkeit des persönlichen Sprechenkönnens Fröbels mit Elise voraussetzt. Elise traf am 7.6. in Burgdorf ein und war ab 14./15.6. in Willisau zusammen mit Middendorff tätig. Insofern kommt der Datierung Hoffmanns Plausibilität zu.]

Lebensquelle fließe helle
Fließe klar, mach das Innere offenbar,
Spieg'l in dir die Lebenssonne
Bilde schöne Friedensbogen
Daß die Seele juble Wonne
Freude blinke in und auf den Lebenswogen.

[Nohl: Zu einem Bilde von Lauterbrunnen am Kopf des Briefbogens]

Am 12en Tage im Monat des Vertrauens 1835

      *
    Elise
   *       *

Grüße dich Gott!

Du wirst Dich erinnern, daß ich Dich, als Dein Kommen zu uns in die
Schweiz entschieden war, bitten ließ, Du möchtest so gütig seyn und,
wenn es möglich wäre, meine sämtlichen schriftlichen Seelenmitthei-
lungen an Dich mit nach der Schweiz bringen. Ob Du mir nun gleich
über die Erfüllung meiner Bitte noch kein Wörtchen gesagt hast, so habe
ich dennoch die Hoffnung ihrer Erfüllung von Dir. - Jetzt komme ich
nun mit einer zweyten Bitte zu Dir : Sey doch so gütig mir sämtlich diese
schriftlichen Seelenmittheilungen, und sollte sich keine andere Gelegenheit
finden, durch die Post zu überschicken. Sie sollen mir in den nächsten
Festtagen eine Festgesellschaft seyn.
* D. *
FrFr
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