Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Wilhelm Middendorff in <Willisau> v. <Dez.>1835 ( Burgdorf)


F. an Wilhelm Middendorff in <Willisau> v. <Dez.>1835 ( Burgdorf)
(BN 288, Bl 7, hier: 7R , undat. Entwurf 1 Bl fol ½ S. Der Entwurf steht in Zusammenhang mit dem auf gleichem Blatt folgenden Entwurf eines Briefs, wahrscheinlich an Elise Fröbel, und könnte Ende 1835 geschrieben sein.)

Middendorff
Du mußt es tief begründet finden wenn
ich auf Deine inhaltschweren Mittheilungen
nur schweige u höchstens wissend in das
Leben <innigst> des Lebens Zeuge und Zeiger [sey.] Verstehe
ich Barop nicht falsch, denke ich ihn nicht
einseitig so hat er angedeutet so scharf als bestimmt
die Klippe unseres Lebens welche schon
vielfach bezeichnet wurde ge-
zeichnet indem er sagt:
Wenn nur immer bedacht
würde, daß wirklich <nie es>
auf die Vollendung des Ein-
zelnen als [vielmehr] auf die Bewahrung
u das Bewußtseyn des
Glaubens, der Liebe und des
Sinnes unsers Lebens bey dem
einzelnen Thun ankomme. Ich
möchte sagen[:] wenn nie nur alles so
einzelstehend also äußerlich betrachtet u an[-]
geschaut würde.
Euch allen meinen herzlichen Gruß

Euer Friedrichfröbel