Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. / Heinrich Langethal an den Burgerrat der Stadt Burgdorf v. 12.3.1836 ( Burgdorf)


F. / Heinrich Langethal an den Burgerrat der Stadt Burgdorf v. 12.3.1836 ( Burgdorf)
(StABurgdf Band 8, 1836 = Sig. B 43, S. 191-211, Brieforiginal 5 B fol 20 S. + 1 Bl fol 1 S. /Beilage; ed. Geppert 1976, 333-343. 344f. – Der Mittelteil [194, letztes Drittel, bis 201] des Briefs ist von Langethal geschrieben, worauf F. auf 194 hinweist. Der Brief ist allerdings nur von F. gezeichnet.)

An den Tit. Burgerrath der Stadt Burgdorf
zu Burgdorf.


Tit.

In wenig mehr als in einem Monat ist mit dem 14en des kommenden
das erste vorläufige PrüfungsJahr der hiesigen neuen Waisen-
haus-Einrichtung und der mir bis dahin vertrauensvoll über-
tragenen Führung desselben zu Ende; ich erfülle daher im Nach-
stehenden die mir obliegende Pflicht dem Tit. Burgerrathe,
Ihnen Hochgeachtete, Hochgeehrte Herren! die Ergebnisse dieses
Versuchsjahres von meinem Standpunkte aus möglichst kurz
zur Prüfung vorzulegen.-
Als wir am 14en April vor: J. hier ankamen fanden wir
in dem Waisenhause als Pfleglinge desselben gegenwärtig
sieben Mädchen, es waren, dem Alter nach geordnet:
Karoline Gammeter   dortmals   ohngefähr   14 Jahr  7 M: alt.
Lise Ris     "     "   12   "  6 "    -
Mariana Maritz     "      "   12   "   6 "    -
Julie Gammeter     "      "   11   "   9 "    -
Angelika Gammeter     "      "    9   "   4 "    -
Henriette Maritz     "      "    8   "   5 "    -
Magdalena Gammeter     "      "    8   "   1 "    -
Ohngefähr 14 Tage später kamen noch vier Knaben hinzu: /
[192]
Rudolph Maritz  dortmals   ohngefähr   16 Jahr  ½ Mon: alt
Rudolph Äschlimann     "      "   13   "   3    "      -
Rudolph Schönberger     "      "    9    "   ½   "      -
Theodor Schläfli     "      "    9   "  -    "      -
Am 25en May wurden endlich noch zwey Schwestern als
Pfleglinge in das Waisenhaus aufgenommen:
Rosette Äschlimann   dortmals   ohngefähr    9 Jahr   7 Mon: alt
Henriette Äschlimann     "    "    7   "  9   "      -
so daß im Ganzen nun der Anstalt 13 Kinder, Knaben und
Mädchen zur Pflege und Erziehung übergeben worden waren.
Auf die gemachte Vorstellung und nach dem ausgesprochenen
Wunsche der betreffenden Behörde blieben, wegen ihres vorge-
rückten Alters und Unterrichtes und weil Julie Gammeter mit
Mariane Maritz auf gleicher Unterrichtsstufe stand, die vier
zuerst genannten Mädchen unverändert in ihren bisherigen Ver-
hältnissen zur öffentlichen Schule und zum öffentlichen Unterrich[-]
te in den Handarbeiten. Das Gleiche fand bey den beyden älte[-]
ren Knaben in Beziehung auf ihren Schulunterricht statt.
Die sieben übrigen Kinder wurden den, bey der Eröffnung der
neuen Waisenanstalt festgesetzten und bestätig[t]en Grundsätzen
gemäß auf rein entwickelndem und somit zugleich mehr erziehenden
und bildenden Wege im Waisenhause selbst unterrichtet.
Ehe ich jedoch zur Darlegung dieses Unterrichtes und dessen
Wirkung bey den Kindern selbst übergehe, halte ich es für nö[-]
thig ein Paar Worte über die Führung des Hauses und die Haus-
ordnung zu sagen.- Bey Übernahme der Leitung der Anstalt /
[193]
wurde uns von der betreffenden Behörde eine Hausordnung eingehändigt;
nachdem diese bey der eigentlichen Eröffnung der Anstalt einige kaum
zu nennende weitere Bestimmungen erhalten hatte und so bestä-
tigt worden war, ist sie als Tages[-] und Speiseordnung bisher unverän-
dert beybehalten worden. Im Sommer wurde daher um 5 Uhr, im
Winter nach 6 Uhr Morgens aufgestanden.- Das Besorgen der Betten
und das Reinigen des Schlafsaales der Mädchen, welches gleich nach
dem Aufstehen und Ankleiden derselben geschiehet, wechselt wochen-
weise zwischen den drey größern Töchtern jederzeit mit Beyhülfe
einer der kleineren, die kleinste jedoch noch ausgeschlossen. Ebenso
wechseln wöchentlich immer zwischen einer der größeren und irgend
einer der kleineren Töchter das Besorgen kleiner häuslichen Geschäfte
besonders beym Morgen- und Abendbrot, Mittags- und Nachtessen.-
Im Ganzen genommen muß man sagen, daß im Einzelnen diese
Geschäfte bey den meisten, besonders aber bey den jüngern Töchtern,
welche ganz in der Anstalt ihre Bildung erhalten jetzt mit größe-
rer Achtsamkeit und Pünktlichkeit als früher geschehen und daß man
an ihnen in der Besorgung derselben schon in Etwas die Folgen stetig
fortgehender erziehenden, häuslichen Einwirkung bemerken kann.
Die kleine Henriette Äschlimann obgleich ihrer Entwickelungsstufe
nach fast nur noch Kind, zeichnet sich hier, besonders durch ihr Nach-
ahmen und Festhalten der eingeführten Ordnung aus, nachdem ihr
Ordnungssinn durch kleine fast spielende Aufforderung geweckt und
genährt worden ist.
Auch die Knaben haben kleine häusliche an bestimmte Zeiten ge-
knüpfte Geschäfte zu besorgen. Ebenso ist bey Knaben und Mäd- /
[194]
chen das Reinigen ihrer Kleider an bestimmte Zeiten geknüpft.
Die besondere Pflege und Reinhaltung des Körpers der Kinder ge-
schiehet gleicherweise zu bestimmten Zeiten unter der betreffenden
Aufsicht und wo es gefordert wird unter nöthiger Mitwirkung.
Nun zum Unterrichte.- Der Unterrichtsplan für das verflossene
Sommerhalbjahr wurde dem Tit: Burgerrathe, Ihnen Hochgeachtete,
Hochgeehrte Herren! im Laufe desselben zur Prüfung eingereicht.
Der Lehrplan für den laufenden Winter liegt in der Anlage bey.
Er ist von dem im verflossenen Sommer wenig verschieden, nur
daß die Pflanzenkunde ausgefallen ist und daß es dem Bedürfnisse
angemessen gehalten an deren Stelle 1 Stunde mehr Singen und 1 
mehr Erdkunde treten zu lassen. Einige andere Stunden sind durch
Umstände blos verwechselt worden.
Da Herr Langethal den meisten Unterricht ertheilt, so ist es
wohl am zweckmäßigsten wenn derselbe mit seinen eigenen
Worten und Erfahrungen davon Rechenschaft giebt.
1, Zum Religionsunterricht vorbereitende Betrachtung.
Da Religion nur wahr ist, wenn sie im Gefühle des Menschen
wirklich lebt, u. in seinem Thun und Handeln thatsächlich sich beweist,
so schloß sich dieser Unterricht auch unmittelbar an der Kinder
Empfinden, Denken, Thun, an ihr Leben an, und bezog sich in allen
seinen Theilen stets auf dasselbe zurück. Die Kinder sollten angeleitet
werden, in allem Daseyenden und Erscheinenden den Grund desselben
Gott, den Schöpfer zu suchen, zu finden, so lebendig in sich
zu fühlen, und nun auch in ihrem Leben, in ihrem Thun und Lassen
zu zeigen. Die erste Morgenstunde, wo das Gemüth am ge- /
[195]
sammeltsten, die innere Kraft am regsten ist, war dreymal in der Woche
diesem Unterrichte geweiht. Darum wurde auch sogleich an diese Lebenszzeit ange-
knüpft: der Morgen, das Leben des Kindes, des Menschen am Morgen wurde also
Gegenstand der ersten Betrachtung. Dieß leitete zur Betrachtung der weitern
Vorkommnisse und Begegnisse während dem Tage; dann zur Betrachtung des Abends
und seiner Forderung, woran die Betrachtung der Nacht sich schloß.
Der Morgen aber ist für den Tag, was der Frühling für das Jahr; somit
reihte diese Betrachtung sich an, welche dann in die der übrigen Jahreszzeiten
einführte; auch gingen diese mit ihren reichen Erscheinungen dem Unterrichte
immer zur Seite.- Wie nun im Tage und Jahre solche bestimmte Zeitabschnitte
sind, gibt es vielleicht auch eben solche im Leben des Menschen selbst? Hat
auch der Mensch vielleicht einen Frühling und Sommer <p[p]>? Mit großer
Freude erfüllte die Kinder diese Wahrnehmung: wie sie jetzt im Früh-
linge ihres Lebens seyen, wie die Erscheinungen desselben in ihrem eignen
gegenwärtigen Leben stattfinden; sie ahnten und fühlten die Bedeutung
ihres jetzigen Lebens; was die Gewächse, was die ganze Natur im Frühlinge
thun, wurde ihnen jetzt eindringliche Weisung und Belehrung. Es wurden
nun auch die andern Lebensstufen, gleichsam Lebensjahreszeiten insoweit
andeutend betrachtet, als dadurch die jetzige Lebenszeit der Kinder mit ihren
Forderungen an dieselben noch mehr ins Licht trat.
Mit Ende dieser Betrachtungen erschien das Neue Jahr, der Wiederbeginn
eines neuen Kreislaufs der Jahreszeiten und aller Erscheinungen derselben
an sich und für den Menschen. Schon die den Kindern so viele Freude bringende
Feyer desselben hätte unsern Blick darauf leiten müssen; um so über-
einstimmender war es nun, daß auch der Zusammenhang der Betrachtung
darauf führte. /
[196]
Woher die so allgemeine Freude zu dem Neuen Jahre? Diese und daran sich
schließende Fragen leiteten diese Betrachtung ein, und führten immer mehr
zu dem innern wesentlichen Ergebnisse, an welchem dann auch die ältern
Zöglinge während dem Neujahrsurlaub theilnahmen.
So wie es ein Neujahr für alle Menschen giebt, so giebt es auch ein
Neujahr für jeden einzelnen Menschen, der Wiederbeginn seines eignen
besondern Lebensjahres, sein Geburtstag. Sehr erregend wirkte auch
diese Wendung und dieser Gegenstand der Betrachtung auf jeden einzelnen
und jeder folgte mit Achtsamkeit den Fragen, die besonders dahin führten
den hohen Werth des menschlichen Lebens an sich, so wie im Vergleich
mit der umgebenden übrigen Schöpfung dem Gemüthe und Geiste der Kinder
nahe zu führen, aber auch die Forderungen, die daraus schon dem
Kinde hervorgehen, wenn es seiner werth leben will.
Durchgehend wurden angemessene Liederverse und lebenvolle
Aussprüche zur Festhaltung der gefühlten Wahrheit angeeignet.
Da in diesem Unterrichte ganz vor allem die Erfahrungen
der Kinder, die sie an sich selbst, so wie an andern, im eignen Leben oder
durch Erzählungen und Geschichten gemacht, hervortraten, und zu diesen
die Erfahrungen des Lehrers vor allem aus der Jugendzeit seines eig-
nen Lebens, wie des Lebens andrer hinzutraten oder ihnen vorangingen,
da hier also lauter gestaltetes Leben, lauter Lebensbilder waren,
an denen die innern Empfindungen und Gedanken der Kinder sich
entfalteten; da ganz vor allem die Vorkommenheiten des täglichen
Lebens, die frisch in dem Gemüthe der Kinder erregten Lebenserschei-
nungen dem Geiste der Kinder und ihrer Bildungsstufe angemessen
zur Frage und näheren Betrachtung kamen: so /
[197]
so konnte es nicht anders seyn, als daß die Kinder große Theilnahme
an diesem Unterrichte bewiesen, und daß er nicht geringen Einfluß
auf ihr Leben ausübte. Oft bedurfte es nur eines Winkes, eines Wortes,
um in den Kindern das in dem Unterrichte als wahr empfundene Leben
hervorzurufen, und oft waren ohne Wink und Wort die Wirkungen
dieses Unterrichts in dem Leben der Kinder schlagend zu sehen. Ja,
es ist ohne Zweifel, daß ohne diesen Unterricht das Ziel, welches wirklich
bisher mit den Kindern erreicht worden, ohne denselben sicher nicht
erreicht worden wäre. Denn, wenn ihn auch nur die Kleineren genossen,
so ist nicht zu übersehen, daß die Erwachsenen, welche doch immer nur mehr
einzeln nach Hause kamen, in einen stetigen Lebenskreis traten, und
augenblicklich die Wirkung des darin herrschenden Geistes fühlen mußten.
2, Außenweltsbetrachtung.
Da der Mensch alle seine Kenntnisse aus der Außenwelt
schöpft, so begründet dieser Unterricht alle folgenden Unterrichts-
zweige und leitet in dieselben ein. Er geht von der ersten und
nächsten Umgebung des Kindes, seiner Wohn- und Lebensstube aus,
erweckt hier seinen fragenden Blick und läßt es aufsuchen:
wer und was ist in der Stube? läßt klare Unterscheidungen
in dem Aufgefundenen bilden, und jedes Einzelne in seinem
Lebenszusammenhange auffassen. Geht dann von der Stube zum
Stockwerk, dann zum Hause, u. in immer weiteren Kreisen bis zur
Landschaft, und verfährt bey jedem auf ähnliche Weise wie bey
der Wohnstube. Wie durch das Bisherige der Blick sich erwei-
tert hat, so geht er nun, mehr gebildet, in die innere Entstehung
der Dinge. Es unterscheiden sich die Werke der Natur von /
[198]
den Werken der Menschen. Die Reiche der Natur in ihren we-
sentlichen Erscheinungen und Verknüpfungen, und ganz namentlich in
(ihren wesentlichen Erscheinungen und Verknüpfungen, und ganz
namentlich in) ihren mannigfaltigen Beziehungen zum Menschen
treten hervor. Hiebey steht jetzt die Betrachtung der Kinder,
und zwar in deren Anfange, bey Betrachtung der leblosen Werke
der Natur.
Indem dieser Unterricht dem fragenden und suchenden Seelenblick
des Kindes, mit dem es in seine Umwelt schaut, entgegenkommt; da er
die einzelnen und zerstreuten Bemerkungen und Beobachtungen des
Kindes sammelt, sie ergänzt, ordnet und in lebensvollen Zusammenhang
bringt; da er somit für alles dem Menschen Wissenswerthe die
ersten und wesentlichen Anknüpfungspunkte dem Kinde gewährt;
so ist so leicht kein Kind, das diesen Unterricht, sobald er im rechten
Geiste ertheilt wird, nicht mit Lust und Verlangen folgte. Die
Wirkungen dieses Unterrichts, besonders im Vereine mit dem übrigen
Unterrichte, waren wirklich bedeutend: Die Zerstreutheit in den
meisten wurde immer mehr gesammelte Aufmerksamkeit, wirk-
liche Verdummung in einem der Knaben wurde auflebender Sinn
für Beachtung des umgebenden Lebens. Nicht mehr gleichgültig
ist ihnen nun der Stein, der am Wege oder im Flußbette liegt,
nicht die Erdart im Garten und Feld, vielweniger die Pflanze oder
gar das Thier: jeder Gegenstand der Natur ist ihrem Leben näher
gekommen. Sie sehnen sich nach schöner Witterung in dem nahenden
Frühlinge, um an Ort und Stelle zu schauen und zu betrachten,
worauf ihr Sin[n] geleitet worden. Eben so haben die Beschäftigung[en] /
[199]
der Menschen und ihre Werke ihre vielseitige Theilnahme erregt;
mit Verlangen warten sie auf die Erfüllung des Versprechens, mit
ihnen in manche Werkstätten zu gehen, um da in vollem wirklichen
Leben zu schauen, was sie einzeln aus der Erinnerung aufzusuchen veran-
laßt wurden. Durch alles, was ihnen nahe kommt, soll ihr Blick und
Nachdenken geweckt, und so ihr Leben veredelt und vervollkommt werden.
3, Erster Unterricht in der deutschen Sprache, oder
Sprachübungen.
Das, was die Sprache bezeichnet, wurde im wirklichen Leben ange-
schaut; so zuerst die Wirkungen, welche durch die Zeitwörter bezeichnet
werden an den Gegenständen, und zwar in einer geordneten Reihe-
folge von den ursprünglich mehr äußeren zu den mehr inneren Wir-
kungen. Hiebey wurde immer die eigentliche und uneigentliche Be-
deutung hervorgehoben. Eben so wurde bey den Eigenschaften
der Dinge verfahren. Darauf schritt der Unterricht nach innerm
Gesetze fort zur Bezeichnung der verschiedenen Zeiten, in denen
die Wirkungen von dem Menschen geschaut werden. Dann zu den
Verhältnissen der Gegenstände unter sich (Declination). Hier-
auf kamen die persönlichen Fürwörter.
Da immer für das, was im wirklichen Leben stattfindet,
der angemessene Sprachausdruck aufgesucht, und dem Gefundenen
Gleichartiges aufzusuchen gefordert wurde; so leuchtet wohl von
selbst ein, wie auch diese Uebungen das Nachdenken der Kinder
wecken und bilden mußte[n], und wie sie dadurch dem rechten Ge-
brauche ihrer Sprache näher kamen. Sie bewiesen auch immer
lebendige Theilnahme. /
[200]
Es erschien nothwendig, einige Unterrichtsgegenstände in
größerer Ausführlichkeit darzustellen, um den Geist des Unter-
richts und seine Wirkungen in etwas [sc.: etwa] anzudeuten. Es können nun
die übrigen Unterrichtsgegenstände um so kürzer gefaßt, blos
das Durchgeführte und der gegenwärtige Standpunkt angedeutet werde[n.]
4, Zahl. (Kopfrechnen.)
Das verschiedenartige Bilden, Vermehren, Vermindern und
Theilen der Zahl ist als Anschauungs- und Kopfrechnen durchgeführt
worden. So weit ist die erste Abtheilung gekommen. Die 2te Abtheilung
hat auch das arithmetische und geometrische Vergleichen auf gleicher
Stufe des Anschauungs- und Kopfrechnens durchgeführt.
5, Zifferrechnen.
Die erste Abtheilung hat Numeriren gehabt und steht beym
Addiren. Die 2te hat Multipliciren gehabt und steht beym Dividi[ren.]
6, Erdkunde.
Es sind zuerst die allgemeinen erdkundlichen Bestimmungen nach
der Naturanschauung durchgeführt, dann ist die Charte vom Emmegebi[et]
nach einfachen geographisch mathematischen Bestimmungen von den Kindern
selbst frey gezeichnet und angeeignet worden.
7, Gesang.
Durch das Aneignen von kleinen ihrem Leben angemessenen
Liedern haben die in ihnen erweckten höheren Gefühle noch
mehr Belebung und einen bestimmten Anhaltpunkt bekommen.
Zugleich hat die Tonlehre begonnen, in welcher sie erst bis zum Er-
fassen von 4 Tönen, dann von 8 Tönen fortgeschritten sind. Sie
haben sich die Fertigkeit erworben, nicht mehrere Töne, die ihnen /
[201]
vorgesungen wurde, nicht nur mit Noten zu bezeichnen, sondern
auch selbstschaffend kleine Tonstücke zu erfinden und sich in Noten
aufzuschreiben. Durch dieß Letztere wurde nicht nur die Fertigkeit
des Notentreffens zugleich mitausgebildet, sondern ganz vorzüglich
der innere Sinn der Tonkunst entwickelt. Es lebt in ihnen eine
große Liebe zum Gesang.
8, Sprachdarstellung oder Stylübung.
Dieser Unterricht führt in einer gesetzmäßig geordneten Reihefolge
von Uebungen zu geübter richtigen und geordneten Auffassung und
schriftlichen Darstellung der verschiedenen Gegenstände des Lebens.
Die der Kraft der Kinder entsprechenden ersten Aufgaben erregten
sie zu munterer Thätigkeit und Fleiß.
9, Rechtschreiben.
Zur besondern Uebung hierin diente, daß sie mehreres von dem,
was sie in den Sprachübungen gehabt, schriftlich niederschrieben,
wobey dann die Gesetze des Rechschreibens beyläufig angeeignet
wurden.
10, Lesen.
Die Größeren haben später diesen Unterricht nicht fortgesetzt,
da sie sich für sich selbst übten. Die Kleineren lasen sehr gern
in Schmidt's Geschichten. Die Größeren benutzten diese freye Zeit
zum Zeichnen.
11, Französisch.
Die Benen[n]ungen der in Stube, Haus, Stadt pp umgebenden Gegenstände sind ange-
eignet worden, und an diese sich anschließend die Gegenstandswörter in Meidingers erstem
Unterricht von Seite 11 bis 25. Außerdem haben sie viele Leseübungen gehabt.- /
[202]
Unterricht im Zeichnen und Schönschreiben haben s die Kin-
der bey mir.
13, Schönschreiben.
Der Lehrgang ist ein, von den einfachsten Elementen der Buch-
staben lückenlos, gesetzmäßig verknüpfendes Fortschreiten.
Die vorgerücktesten sind Theodor Schläfli und Angelika Gammeter.
Diese beyde stehe[n] bey Wörtern mit großen Anfangsbuchstaben
so wie die andern Kinder bey Wörtern mit nur kleinen Buchstaben.
14, Linearzeichnen.
Auch hier sind die so eben genannten beyden Kinder die vorgerück-
testen. Nach dem betretenen Lehrgange stehen sämtliche Kinder
bey freythätigem Figurenerfinden im Netz. Im Allgemeinen
muß man wohl sagen, daß die Kinder hier Gestaltungssinn zeigen
und daß man wirklich bemerkt wie das freyerfindende, das Denke[n]
Empfinden und Thun der Kinder zugleich in Anspruch nehmende Dar-
stellen klar geordneter, ja schöner Figuren auch ordnend und festhaltend
in ihr Gemüth, ihren Geist und ihr Leben eingreift; denn in dieser
Stunde sind sie ganz besonders mit persönlicher Hingabe und Acht[-]
samkeit thätig. Vielleicht auch daß des Kindes, das Richtige leicht
auffassende Gemüth ihnen jetzt schon die Ahnung giebt, daß diese
erfindende und ordnende Freythätigkeit ihnen einst im Leben, wel-
ches Geschäft auch jedes von ihnen später ergreifen wird, von
ganz wesentlichen Gewinn seyn muß.-
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Beschäftigung der Kinder
außer dem Unterrichte und außer ihren kleinen Hausarbeiten
[203]
Bis hierher wurde andeutend dargelegt, wie durch Lehre und
Unterricht das innere Leben der anvertrauten Kinder, ihr Denken
und Empfinden entwickelt worden ist. Obgleich eben so auch die
schaffende Thätigkeit in dem Unterrichte und durch denselben
mehrseitig ausgebildet wurde, so war dieß doch mehr nur die
innere Seite derselben, die Kunstseite, worüber die Schriften
der Kinder, namentlich im Zeichnen, Sprachdarstellung u. Tonlehre
am besten Auskunft geben werden. Es bleibt also nun übrig,
über die mehr auch äußerliche
schaffende Thätigkeit
der Kinder, wie sie unter der besondern Leitung ihres Lehrers
entwickelt worden ist, nähere Kunde zu geben.
Ihr Zustand war ganz vor allen in dieser Hinsicht in der That
sehr traurig, eine solche Arbeitsscheu, vielmehr eine wirklicher
Abscheu gegen jede Tüchtigkeit, Gründlichkeit und Fleiß in der Arbeit
herrschte mit sehr geringer Ausnahme in ihnen. Die unablässige
Handhabung und Ausführung der täglichen häuslichen Geschäfte
und der gewohnten Handarbeiten, so wohlthuend sie wirkte, wäre
doch hier allein bey weitem nicht hinreichend gewesen. Es mußten
neue Thätigkeiten tief aus der Natur des Menschen eingeleitet
und mit steter Ausdauer durchgeführt werden. Der Frühling
und die Verhältnisse des Waisenhauses boten hiezu einen
sehr willkommnen Anfang. Hinter dem Waisenhause an der
Stadtmauer lag ein öder Strich Gartenland, welcher von
der betreffenden Behörde auf Vorstellung des Lehrers
sogleich zum Gebrauche für die Kinder überlassen wurde. /
[204]
Das lebendig Anregende in der Bereitung dieses Landes, die
ansprechenden Formen, welche die einzelnen den Kindern vertheilten
Beetchen bekamen, das Hoffnungsvolle, welches in und mit dem Saamen
in dieses Land gelegt wurde, erweckte ein ganz neues Leben und
ungewöhnliche Thätigkeit in den Kindern, und dieses, wie es richtig
geleitet und gepflegt wurde, steigerte sich bey dem Hervorsproßen
und Wachsen und Blühen der Pflanzen immer noch mehr. So geschah
es, daß dieser Platz, ungeachtet er bey dem trocknen Frühlinge und
ersten Sommer sehr der brennenden Sonnenhitze ausgesetzt war, dennoch
durch die pflegende Sorgfalt der Kinder immer frisch und schön grünte
und blühte. Eben so wurden außer andern auch in dieser Beziehung
um die Körperkraft zu stärken und zu üben, weite Spatziergänge
ins Freye gemacht. Ob es gleich manchen Seufzer kostete, so
war doch immer das Ende erfreuend, und die wohlthuende gesundend[e]
Wirkung, verbunden mit den vielseitigen Lebensentwicklungen
erregte nicht nur die Lust zur Wiederholung, sondern steigerte
sogar den Muth und die Kraft zum Wunsche nach noch größeren
Wanderungen und zur Besteigung höherer Berge.
So kam der Herbst herbey mit seiner damals so vorzüglich trüben
Witterung und der Aussicht auf die immer länger werdenden Abende.
Es mußte nun an die Stelle der früheren Beschäftigungen eine
neue mehr und dauernder in Anspruch nehmende eingeleitet und
dem Gemüthe der Kinder nahe geführt werden. Als daher das
stürmende Wetter sie alle in der Stube festhielt und die Ur-
laubszeit ihnen nach Vollbringung ihrer Tagesaufgaben, besonders
den jüngern, freye Zeit genug gestattete, fing der Lehrer an, /
[205]
ihnen mancherley ansprechende Formen aus Papier zu legen,
dadurch ihre Selbstthätigkeit anregend. Bald kam nun alles,
Groß und Klein, in die regste und lebendigste Thätigkeit;
jeder freye Augenblick während des Tages wurde benutzt, und
des Abends wurde von allen, so wie es jedem seine aufge-
gebenen Arbeiten zuließen, bis 10 Uhr mit dem größten
Fleiße gearbeitet; alles beschriebne Papier wurde hervorge-
sucht, und ungeachtet eine nicht geringe Menge da war, so reichte
es bey weitem noch nicht hin.-
Mitten in diesen freudebewegten Fleiß wurde besonders den
Knaben der Gedanke gegeben, daß sie nun bald Papparbeit
beginnen sollten, und zwar mit dem Ausdrucke, daß dieß noch
eine Steigerung von diesem Papierfalten sey. Es war natürlich,
daß er mit großer Freude aufgenommen wurde, und daß manche
Mahnung an dieß Versprechen erfolgte, bevor die Erfüllung
desselben durch die äußern Mittel möglich wurde. Die ersten
Arbeiten dieser Art waren mit starkem Papier, als Uebergang
zur wirkliche Pappe (Charte). Jetzt kamen nun freylich,
ungeachtet der großen Einfachheit der ersten Aufgaben, größere
Schwierigkeiten zu überwinden; denn hier war die Frucht der Arbeit
nicht so schnell da, und oft vernichtete ein kleines Versehen sie ganz,
oder doch theilweise; so daß hier immer mehr Achtsamkeit, Genau-
igkeit, Geduld, Ausdauer, oft auch Schnelligkeit der Ausführung
erfordert wurde. Jetzt traten nun besonders zuweilen in
einzelnen die alten Klagen wieder drückend hervor. Sie
wurden mit der höchsten Geduld getragen, so lange bis /
[206]
einerseits die Erfahrung da war, daß die Schwierigkeiten dennoch
bey gutem Willen überwunden werden können, und daß das Gelingen
dann um so höhere Freude gewährt; und bis andrerseits durch das
Hervorbringen der nützlichen Sachen die Lust an dieser Arbeit
hinlänglich begründet war. Jetzt wurde die schwächende Klage
und der Unmuth geziemend zurückgewiesen, um die Selbstkraft
zu wecken. Einige Male, als hierauf der Mißmuth in einem der
Knaben sich noch mehr steigerte und sogar in die Worte ausbrach:
"ich zerreiße es" oder "ich werfe es fort!" wurde ruhig und fest
entgegnet: zerreiß es, oder: wirf es fort und mach, daß Du
von uns fortkömmst!- Da wurde es still, der Knabe führte die
Sache nun ruhig aus und brachte sie dann dem Lehrer, fragend und
mit ihm berathend, ob und inwiefern es recht sey.
Durch alles dieß zusammen wurden alle Schwierigkeiten über-
wunden, die Lust wuchs fast mit jedem Tage; und so wurde jeder
freye Augenblick von den Knaben sogleich festgehalten, um ihre
Papparbeiten zu fertigen. Der Gedanke an die freye Abendzeit
und das Papparbeiten während derselben erfüllte sie schon während
des Tages mit Freude. Auch die Mädchen wurden, soweit es ihre
andern Handarbeiten zuließen, zum Theil mit in dieses Leben
hineingezogen.
Welche Geistes- und Gemüthsentwicklungen diese Papparbeiten
noch außer den genannten gewähren, wie sie namentlich, richtig
geleitet, den mathematischen Blick durch viele Anschauungen ent-
wickeln, wie sie die Erfindungskraft anregen und ausbilden,
wie sie, indem die Kinder dadurch Mittel bekommen, ihre /
[207]
Gefühle der Dankbarkeit und kindlichen Zuneigung zu bethätigen,
den einfachen menschlichen Verband vielseitig beleben und pflegen,
ist hier nicht der Ort auszuführen. Noch viel weniger, wie sie, so
wie überhaupt alle Beschäftigungen außerordentlich reiche Gele-
genheit geben, den Kindern die großen Lebensgesetze, die in dem
allgemeinen wie in jedem besondern Leben walten, anschaulich
und ihrem Herzen eindringlich zu machen.
Außerdem hatten die Kinder noch einige leichtere Beschäftigungen,
als Ausmalen von Bildern, Ausstechen und Ausmalen von selbst-
erfundenen Figuren, zu denen der Zeichenunterricht führte,
Ausschneiden von Formen in Papier u.s.w. Sie dienten zuweilen
zur Abwechselung und beschäftigten ganz besonders in manchen
freyen Sonntagsstunden die Kinder viel.
Nun zu den Handarbeiten der Mädchen.
Die kleineren, der Anstalt ganz anvertrauten, haben für sich
allein wöchentlich 3 Stunden Nähunterricht, und sämtliche Mäd-
chen Abends ohngefähr während einer Stunde bestimmte Aufgaben
in Handarbeiten, hauptsächlich im Stricken (:Lißmen:) unter der
gemeinschaftlichen Leitung meiner Frau und der Frau Langethal
zu machen. So sehr schwierig es Anfangs war sie bey geordneter
und stetig fortgehender Thätigkeit festzuhalten, so zeigen sich doch
jetzt schon die Früchte des durchgeführten Ernstes. Die Arbeiten gehen
ruhiger und ununterbrochener stetig fort. Die jüngeren Mädchen haben
das Nähen hier erst begonnen und geben sich darin Mühe; im
Stricken haben sie sämmtlich an Fertigkeit gewonnen.- /
[208]
Als endliches Gesammtergebniß der Kinderführung dieses
nun bald beendigten vorläufigen Probejahres zeigt sich uns
nun - was sich hoffentlich auch aus den in's Einzelne gehenden
Darlegungen schon ausgesprochen hat - als klare Thatsache:
Von der Zeit an als der besonders Anfangs so widrige und stö-
rende Einfluß namentlich auf die größeren Knaben und Mädchen
von außen her mehr zurück getreten ist und dieselben in sich, wenn
auch nicht alle gleiches Zutrauen zu dem Ganzen gefaßt haben,
hat die stetig consequente für Geist, Gemüth und Leben gleich ent-
wickelnde Behandlung derselben auf die Geordnetheit und Sittigkeit
ihres Betragens nicht allein bey den jüngern sondern selbst bey den
älteren, namentlich bey Rudolph Maritz wesentlich gewirkt, wel-
ches sich in ihnen in größerer Achtsamkeit auf ihr Betragen, in Folg-
samkeit und Fleiß, und vor allem in mehr freyer Selbstthätigkeit
ausspricht; so wird man nicht leicht finden daß besonders die jünge[ren]
nur kurze Zeit ohne irgend eine angemessene Beschäftigung wären.
Ich muß mir schon erlauben hier ein auffallendes Beyspiel der
Wirkung eines fest und regelrecht geordneten Lebens auf die Ent-
wickelung der jüngeren Kinder zu erwähnen. Schon oben habe ich
der kleinen Henriette Äschlimann gedacht. Da nun diese wegen
des noch schweren Gebrauches ihrer Sprachorgane noch eigentlich nicht
an dem allgemeinen Unterrichte Antheil nehmen kann, so hat sie
bis jetzt noch viel Freyzeit für sich. In dieser spielt sie nun, gleichsam
wiederholend mit ihren Puppen alle das Leben wieder, was sie im
häuslichen Kreise, in den Arbeits- und Unterrichtsstunden um sich
her sieht, ja, welches sie selbst mit ausführen muß. Gleiches thun /
[209]
selbst die mitteljährigen Mädchen; daraus geht nun klar hervor, daß
den Menschen nicht allein der Unterricht in den Schulen, sondern ganz
vor allem auch die Gesammtheit des sie umgebenden Lebens erzieht,
unterrichtet und bildet und ganz besonders zur Ausführung eines
tüchtigen praktischen Lebens, wenn das umgebende Leben selbst ein solches
ist, geschickt macht.
Aber auch in Beziehung auf die Wirkung eines folgerechten, entwickeln-
den Unterrichtes muß ich mir noch erlauben dieses Mädchens zu erwähnen.
Bey ihrem Eintritte ins Waisenhaus war es ganz verdummt, so daß
nur einzig ihre mit ihr heraufgewachsene Schwester ihre kaum wortähn-
liche Rede und Artikulation deuten konnte und es schwer war sich mit
ihr zu verständigen, dabey war es im hohen Grade eigensinnig, trotzig
u. dergleichen mehr. Dieses Mädchen war zu einer geordneten Thätigkeit
so zunächst des Strickens kaum anzuhalten; dennoch war der einfache
Unterrichtsgang, so wenig sie auch noch selbst für Unterricht entwickelt ist,
im Stande ihre Achtsamkeit zu fesseln, beym Gesang machte das leichte
Fortschreiten ihr möglich kleine Liedchen durchs Gehör fest zu halten, auch
beym Zeichnen übt sie schon einfache Striche und Zusammensetzungen, selbst
beym Rechnen ist sie nicht unthätig; es entwickelt sich in ihm nun erst wirk-
liche Sprachfähigkeit ja selbst einige Sprachfertigkeit, so daß man sieht die
Anwendung dieses Unterrichtes, welcher nun mit ihr wirklich beginnen
soll, wird sie zu einer solchen Stufe ausbilden als ihre von Natur gehemm-
ten Sprachorgane und ihre bisher ganz vernachlässigte Erziehung es
nur immer noch möglich machen; denn des Kindes Lust und Freude
daran und sein Selbstvertrauen zur Auffassung des Unterrichtes ist
in ihm geweckt.- /
[210]
Und so kann ich denn diese Berichterstattung an den Tit.
Burgerrath, an Sie Hochgeachtete, Hochgeehrte Herren von
meiner Seite nach den mir augenfällig im Leben der Kinder
vorliegenden Thatsachen nicht anders als mit der tiefsten Überzeugung schließen,
daß wenn die der neuen Waisenhauseinrichtung jetzt anvertrau-
eten und künftig noch anvertrauet werdenden Pfleglinge, nicht
nur mit immer größerer Entfernung der von Seiten der Eltern wohl noch
eintretenden Hemmnisse, sonders besonders auch mit steigender
Beförderung des eigentlichen Erziehungszweckes dieser Kinder,
fortgehend nach dem bisher betretenen Wege werden behandelt,
und ferner in der bisherigen, die Entwickelung zu einstiger,
praktischen Thätigkeit vor allem im Auge habenden Weise wer-
den unterrichtet werden, daß dann der Erfolg davon nicht allein
für die der Waisenanstalt übergebenen Kinder, sondern selbst
auch für die Stadt von reichem Seegen seyn wird.-
Dieses ist jedoch nur persönliche Meynung; die allgemeine
Überzeugung wird das Ergebniß einer demnächstens anzu-
stellenden Prüfung seyn.
Mit wahrer Hochschätzung mich unterzeichnend
Eines Tit: Burgerrathes,
Hochgeachtete, Hochgeehrte Herren!
Ihren

     Ergebenen
     FriedrichFröbel.
Burgdorf
am 12en März
1836.·. /

[211]
[Seite 211 ist die von F. auf Seite 194 erwähnte Anlage mit dem Unterrichtsplan für das Winterhalbjahr 1835/36. Mit Ausnahme von Überschrift, Interpunktion, Orthographie und des Umgangs mit Abkürzungen ist er bei Geppert 1976, 344f. korrekt wiedergegeben. - Der Plan trägt die Überschrift: "Unterrichtsplan für das Winterhalbjahr 1835-36."]