Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an den Burgerrath der Stadt Burgdorf v. 13.3.1836


F. an den Burgerrath der Stadt Burgdorf v. 13.3.1836
(BlM XXVII,7,4a dat. Entwurf 1 Bl 4° 1 S. des Kündigungsschreibens, das bei Geppert 1976, 346 als ”nicht auffindbar” gilt)

13/3 36 An den Tit Burgerrath der Stadt Burgdorf zu Burgdorf

Da mit dem 14en des kommenden Monats Tit das offizielle Probejahr der mir von dem
Hochweisen ehrenden Vertrauen des Tit Burgerrathes übertragen[en]
Führung des hiesigen neuen Waisenhauses zu Ende geht, so halte ich es - in der dankbarsten
Anerkennung des mir von Ho jenes mir gewordenen so hochachtbar[en] als thatsächlichen Vertrauens für
meine unerläßliche Pflicht Hochdemselben Ihnen Hochgeachtete Hochgeehrte Herren hiermit ergebenst
banzuzeigen daß es mir durch die Bestimmung der gegenwärtigen Entwicklung meiner gesammten Lebensverhältnisse nach Ablauf dieser festgesetzten Frist nicht
möglich wird,
dem mir von Ihnen geschenkten Vertrauen weiter durch eine längere Fortführung dieser Leitung
weiter entsprechen zu können. Es scheint nun zwar wohl anmaßend u voreilig vorgreifend von mir
diese Anzeige vor Ablauf des 14n kommenden Monats vor der weiteren entscheidenden Bestimmung des
Tit Burgerrathes in betreff der Zukunft schon an Hohen denselben gelangen zu lassen; allein ich wollte mich lieber dieser Maßregel
als dem unangenehmen Begegniß aussetzen, daß der Tit
Burgerrath in der Zeit sein[e]s fernern Berathen[s] über die fernere Führung des Waisenhauses darüber in Ungewißheit zu lassen, welche
Forderung ich selbst in der Fortentwickelung meines Lebens für die jüngste Zukunft Folge zu leisten haben [muß]. —
Indem ich durch vorige Erklärung der Forderung einer mehrseitigen Forderung und Verpflichtung genüge
freut es mich zugl[eich] die Überzeugung in mir zu haben, daß im Falle der Tit Burgerrath den Grundsätzen der bisherigen Waisenhausführung auch ferner sein Zutrauen schenken
und der Fortsetzung derselben nach denselben wünschen möchte, daß
auch <in> diesem Fall (daß auch dann)
dem Tit Burgerrath d[urc]h Hrn. L.
diese meine Erklärung keinesweges <kaum>
{zu/sich bey} der Führung des
Waisenhauses
sich für meine Person

nach der vorliegenden Forderung
der Waisenhausführung
<hin> für meine
Person nach jeder Seite hin
d[urc]h die vorliegende Thatsache
mehr als Ersatz finden würde[,]
dem Tit Burgerrath der Erfolg dieses
Wunsches zugleich werden könnte indem
Hfrr
Langethal <nun> in diesen Grundsätzen bisher am
Waisenhause gewirkt hat u daß er
im Stande seyn würde mich nach den vorliegen[den]
Forderungen das Waisenhaus führen nach jeder
Seite hin mehr als zu ersetzen <würde> er
wie die Thatsache spricht <zugl>
viel <—> erfahrner u gewandter Lehrer u Erzieher ist. -