Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an F. Korn in Obernitz v. 7.1.1837 (Keilhau)


F. an F. Korn in Obernitz v. 7.1.1837 (Keilhau)
(BN 521, Bl 7, datierter Entwurf 1 Bl fol 1 S. Datierung: Briefliste Nr. 691 versieht Jahreszahl 1836 mit Fragezeichen. F. schreibt 7.1.1836; zu diesem Zeitpunkt war F. aber noch in der Schweiz; vorausgesetzt ist (schon längere) Anwesenheit in Thüringen. Sehr wahrscheinlich schreibt F. irrtümlich am Jahresanfang noch die alte Jahreszahl (auch an anderer Stelle eindeutig belegt), daher 7.1.1837. - Das Blatt hat vorher oder nachher als Umschlagsblatt für Unterlagen gedient, 7R enthält den Text: "Berechnungen mit dem Hauswirth Wolfram".)

An d[en] He. Pfr. Korn in Obernitz


Keilhau 7 Januar 1836 [sc.: 1837]


Verehrter Herr u Freund

In Beziehung auf Ihren gütigen Vorschlag und Rath und unsere des <fallsige> Verabredung deshalb bin ich so frey unsern
Franz - welcher beauftragt ist einen Brief meiner Frau an die
Frau Pfarrer Tischer in <Oberloquitz> in Betreff deren Tochter
zu überbringen - <in der> bey Ihnen vorsprechen zu lassen und sie ergebenst zu bitten mit der freundschaft-
lichsten Bitte Ihr freundschaftliches Anerbitten gütigst erfüllen und den
Brief meiner Frau mit einigen einführenden Zeilen an die
verehrte Familie des Herrn Pfarrer Tischer ge begleiten zu wollen. Zunächst wünschte
ich nach Ihren so empfehlenden Mittheilungen über das junge Frauen-
zimmer, blos, daß sich die genannte Familie wenigstens zu einem
Versuch auf einige Zeit und zu diesen Zweck zu einem Besuche
der Tochter u eines von deren Eltern vielleicht in Ihrer gefälligen Begleitung
sich entschließen wollten und wenigstens uns u namentlich meine Frau
persönl kennen zu lernen.
Sollte jedoch wie ich mir auch wohl denken kann die geehrte
Familie d[es] He. Pfarrers - da es sich wenn auch nur um die eintstweilige [sc.: einstweilige] Entlassung der einzigen
Tochter aus dem elterlichen Hause handelt - nicht entschließen können
in den ihr von meiner Frau gemachten Antrag einzugehen, so
würden Sie Hochgeschätztester Herr Pfarrer! uns wenn es
mögl[ich] wäre noch mehr verbinden, wenn im Fall Sie uns aus dem
großen Kreise Ihrer Bekanntschaft eine andere Person
zur häusl[ichen] Gehülfin meiner Frau vorschlagen könnten und Franz uns
dann die Nöthige Nachricht deßhalb über mitbrächte.
Es würde mich gar sehr freuen entwickelten sich meine Ver-
hältnisse so daß ich Ihnen für die vielen freundschaftlichen Beweise
welche s Sie hochgeehrtester Herr u Fr[eun]d mir u meinem Hause
seit langem erzeigt haben auch Ihnen mir [sc.: mich] wieder dafür
d[urc]h Gegendienst gefällig zeigen könnte von jetzt genehm[ig]en
Sie und Ihre g wertgesch Fr[au] Gemahlin welcher derer wir uns <angenehmstens> empfehlen mein u meiner Fr[au] herzl Dank dafür und die Versicherung
der ausgez ewiger Hochschätzung mit welcher ich stets bin
Ihr
freundschaftl. ganz von Herzen ergebenster Fr[eu]nd u <Dir>.