Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 10.5.1837 (Blankenburg)


F. an die >Keilhauer Gemeinschaft< v. 10.5.1837 (Blankenburg)
(KN 53,3; Bl 3, Brieforiginal 1 Bl 4° 2 S., lins oben abgeschnitten. Der Brief wird in KN 53 aus unerfindlichen Gründen als eine Einheit mit dem Brief an Barop in Keilhau v. 16.3.1837 angesehen. Im Brief werden zunächst "alle", dann nur noch eine einzelne Person [s. auch Schlußgruß: "D[ein]"] angesprochen, wohl Barop.)

Blankenburg am 10 May 1837.


Guten Abend Euch allen.

Der Vater, mein Bruder sagte mir gestern
bey meinem Weggehen daß er noch in
dieser Woche nach Schwarza nach Haus
schicke und dann solle Johann, den für
mich bestimmten Schrank mit herüber
fahren. In dieser Beziehung komme ich
nun mit einer für mich ganz wesent-
lichen Bitte. Der Gesundheitszustand
meiner Frau erfordert es, daß -
wenn es nicht sehr warmes, ja heißes
Wetter ist, daß dann alle Morgen
ein wenig flüchtiges Feuer in den
Ofen gemacht werde.- Ich habe nun
lauter Harthölzer, einmal brennt u verbrennt dieß zu langsam, dann
ist es auch gar zu theuer. Da Ihr nun Vorrath an Reisig habt; auch in
diesem Jahre wieder welches bekommt, so bitte ich gar sehr, wenn es angeht
mir bey Übersendung des Schrankes eine ordentliche s Fuhre Reisig
mit zu schicken.- Bey Überbringung des Gefaches hat Krug /
[3R]
mir mit Eurer Erlaubniß schon
einiges Reisig mitgebracht,
da ich aber nicht glaubte es in
dieser Wohnung hier nöthig zu haben,
so habe ich es im Arbeitshause
abladen lassen und von von dort es
wieder hierher zu schaffen geht
nicht gut. Darum wäre es mir
also lieb könnte meine Bitte er[-]
füllt werden. Ihr könnt mir
alles zu Buche tragen, was ich
wünsche; auch will ich Euch ab-
schläglich dagegen einen tüchtigen
Sack eichene Asche schicke[n], welche Ihr zum Seifensieden oder auf die [sc.: den]
Wiesen gebrauchen könnt.- Wenn der Bruder euch [sc.: Euch] in diesen Festtagen
besucht, so wäre es mir lieb wenn Du Nachmittags z.B. mit Deinen Kindern
nachkämest; Es dünkt mich heilsam noch manches mit Dir, auch schon zugleich
zu besprechen.- Kommen vielleicht am 3en Festtag mehrere, so bringt <Libussa> u Doris mit.
D.Fr.Fr.