Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 18.10.1837 (Blankenburg)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 18.10.1837 (Blankenburg)
(KN 54,5, Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S.+Adresse)

Blankenburg am 18' Oktober 1837.


Guten Morgen.

Du hast mir gesagt daß mein Pult frey ist; ich dachte Du schick-
test mir ihn noch mit einer guten Fuhre Reisig; Ich höre
Ihr könnt es entbehren und mir wäre es doch eine kleine
Unterstützung, zumal da ich so zugleich den Pult mit her-
über bekomme. Aber noch Eins: Wenigstens das kleine
Briefregal möchte ich zugleich mit bekommen; ich meyne
das, was nur aus einer Reihe Fächer besteht und oben
in Eurer Fremdenstube auf dem größeren Briefgefach steht.
Bekommst Du in diesen Tagen einen Doppel-Louis
so sey doch so gut und hebe ihn mir auf; brauchst Du je-
doch im Augenblick das Geld zum Auszahlen, so sende ihn
mir durch ChrFr. Ich bedarf ihn nemlich zur Bezahlung
meiner Hausmiethe, welche demnächst gefällig ist.-
Nun aber noch Eins l. Barop was mir gar sehr
am Herzen liegt. Kannst Du es denn gar nicht mög-
lich machen jetzt, bey dem doch unerwartet erfreulichen
Eintritt einiger Zöglinge an Herrn Danz eine ihn
beruhigende Abschlagszahlung zu machen. Ich <dächte>
doch wirklich lieber Barop, Du könntest hier eine klei-
ne Rücksicht auf mich nehmen; Ich habe ja auch gern
alles gethan um Dir die Führung von Keilhau möglichst
zu erleichtern. Unser Credit im Publikum geht, dünkt
mich Hand in Hand.- Du solltest mich recht bald einmal wieder
besuchen, ich möchte mit Dir wegen einer Eingabe hinsichtlich meines Wirkens
bey der Regierung mit Dir sprechen.- Nach Burgdorf habe ich wenige Worte geschrieben
allein dem Langethal eine strenge Prüfung der Verhältnisse an empfohlen. Gott befohlen,
Fr Fr.

Künftigen Freytag wirst Du wenn es das Wetter erlaubt einen Besuch mehrerer Saalfelder Lehrer erhalten,
worunter ein gewisser Herr Caport, Vorsteher und Lehrer an der Volksschule und, irre ich nicht, der Herr Rector seyn wird.
[1R]
Herrn JA Barop
       in
       Keilhau
d[urc]h Gefälligkeit