Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 10.4.1838 (Blankenburg)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 10.4.1838 (Blankenburg)
(KN 54,23, Brieforiginal 1 Bl 4° 2 S.)

Lieber Barop.

Beykommend empfängst Du die Briefe und anderen Sachen
für Weimar. Den Brief an die Frau von Ahlefeld
wirst Du wohl mit einer Patentoblate oder sonst ver-
schließen. Was die Spielsachen betrifft, so ist mir, -
da es sich nicht gut machen wird Ihr eine Art Geschenk
damit zu machen oder sonst in irgend einer Beziehung
zu reichen - eingefallen, Ihr solle [sc.: solche] blos historisch und
im Vorbeygehen zu zeigen.
Ich hoffe daß der Brief an die Fr. v. A. Dir für
alles Wesentliche Anknüpfungspunkte geben wird, so
z.B. auch dazu, daß es, wie sich ChrFr: jetzt mache,
es für ihn gewiß gut gewesen sey, daß sich das
Verhältniß mit Lenzburg zerschlagen habe u.s.w.
Meine Frau sagt eben, Du möchtest Dich doch
bey der Fr: v. A. Ernestines Verlegenheit er-
innern, vielleicht daß erstere unter ihrer aus-
gebreiteten Bekanntschaft eine angemessene Tochter /
[1R]
ter, vielleicht eine ganz unabhängige Waise fände
welche für die Burgdorfer Verhältnisse in Hinsicht
auf Häuslichkeit, Ordnungs- u Reinlichkeitssinn
passend wäre. Da die Fr v. A. La[n]gethals kennt
und achtet, vielleicht machte sich hierdurch die
Anknüpfung u. Ausführung leicht. Meine Frau
bemerkt noch daß es aber noch nöthig seyn würde, -
daß es nicht blos eine Wirtsschafts- sondern auch
erziehende Gehülfin seyn müsse, bey welcher also auch
kindlicher Sinn erforderlich wäre - der Frau
v. A. auszusprechen.-
Von Herzen wünsche ich glückliche Reise.
D. Fr. Fr.

Blkbrg 10/IV. 38

Mit Frankenberg[s] Brief an Prof. Schmid bin ich ganz
einstimmig.