Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an C. F. Dörffling in Leipzig v. <3.> 9.1838 (Blankenburg)


F. an C. F. Dörffling in Leipzig v. <3.> 9.1838 (Blankenburg)
(BN 411, Bl 2; undat. Entwurf, 1 Bl 4° 2 S. Die Datierung ergibt sich aus zwei Briefen F.s vom September 1838. Im Brief an Langethal v. 4.9.38 schreibt F., er habe am Vortage den Keilhauer Lehrern und Zöglingen Lebewohl gesagt, die über Altenburg, Chemnitz, Freyberg nach Dresden und Leipzig reisten. Der Brief vom 9.9.38 ist an Barop in Leipzig gerichtet.)

Herrn C. F. Dörffling Woh[l]ge[boren] in Leipzig Gemm. Gasse No 590


Hochgeehrtester Herr.

Der Überbringer dieses ist Herr Barop, Führer meiner
Erziehungs Anstalt zu Keilhau, er hat ist so eben im
Bri er wird da derselbe auf einer (vorhabenden) Reise
welche er mit dem größten Theil Zöglingen u Lehrern der Anstalt über durch
Sachsen über das Erzgebirge u Dresden zu machen gedenkt auch durch Leipzig zu
kommen <wünscht>. Ich erlaube mir hiedurch Herr[n Barop] bey Ihnen einzuführen.
Es ist der zweyte meiner mit mir zu gemeinsam erziehenden
Bestrebung[en] verbrüderten Freunde welchen Sie nun persönl[ich]
kennen lernen u Zuerst empfehle ich denselben bestens Ihrer freundschaftlichen
Aufnahme und ersuche Sie ergebenst demselben
zur <höch> zweckmäßigsten Benutzung seines kurzen Aufenthalts freundliche Winke
in Leipzig zu geben.- Dann aber ersuche wird es mir
auch lieb seyn wenn sich Gelegenheit u Aufforder[un]g finden sollte mit demselben alles das zu besprechen
was Sie vielleicht zur Förder[un]g meiner jetzigen Unter-
nehmung persönlich mit mir besprechen möchten. Er theilt /
[2R]
hat ganz das gleiche innerste Interesse an der
Sache wie ich u Sie können deßhalb darüber
mit ihm wie mit mir sprechen und er wird mir
alles zur weiteren Beachtung mittheilen, wolle[n] Sie
sich etwa wäh[r]en[d] <dem sprechen> [sc.: der Aussprache] die Punkte ein
wenig notiren u ihm solche zum Anhalt der Mitt-
theilung übergeben so würde es das zweckmäßigste
seyn. Noch ist in der Reisegesellschaft Herr
Frankenb[er]g ebenfalls schon mehrjähriger treuer brüderl.
Mitarbeiter in mein[em] Erzieh[un]gsunternehmen
auch mit ihm können Sie sich wenn es die Veranlassung geben sollte offen über das G[an]ze
nach jeder Seite hin aussprechen.- Ich freue mich so wirklich
sehr daß es die Umstände fügen daß sie den größten Theil
meiner mitarbeitenden Freu[n]de kennen lernen indem sich Ihnen so
vielleicht die Überzeugu[ng] giebt daß die Sache auch von dieser Seite tiefge-
gründet ist u das es mir für dieselbe einer lebenvolle[n] einführung ins Leben bedarf
welche zu erreichen wir
durch Sie hoffen.- [Unterschrift fehlt]