Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an den Frauenverein in Dresden v. 15.12.1838 (Dresden)


F. an den Frauenverein in Dresden v. 15.12.1838 (Dresden)
(2 dat. Entwürfe: 1. Entwurf BN 716, Bl 1, 1 Bl 4° 1 S.; 2. Entwurf BN 716, Bl 2, 1 Bl 8° 1 S. Zum 1. Entwurf : Das Blatt (aufgefalteter Briefumschlag) wurde dreimal benutzt
- als Briefumschlag an F. nach Blankenburg (1R)
- für einen undatierten Brief v. Christian Friedrich Clemens an F. in Dresden, also v. Ende 1838
- für den 1.Entwurf des F.-Briefs an den Frauenverein in Dresden.
Zum 2. Entwurf : Bl 2R enthält Entwurf an eine "Exzellenz", wohl v. selben Tag oder etwas später.)

1. Entwurf

Dem hochverehrlichen Frauen Verein zu Dresden

erlaubt sich der Unterzeichnete beykommende zwey
Spiele
als kleine Gabe auf dem Altar für den schönen Zweck Ihrer Mildthätigkeit nieder [sc.: nieder]
zu legen zu überreichen.
Da die Spiele welche sie enthalten
Da der Gebrauch dieser Spiele noch wenig
bekannt ist, und so die Gabe werthlos erscheinen könnte so so [2x] erlaub bin ich so frey die
Bemerkung
hinzuzu fügen daß ich gern erböthig bin dem Käufe[r]
dieser Spiele <auf all[ge]meine Bitte> auf bestimmten Wunsch in den Tagen
meines Aufenthaltes hier über den Gebrauch
die verlangte Andeutung
dieser Spiele so wie besonders über das Wesen
u den Zweck derselben mündlich die nöthige etwa
verlangte Auskunft Nachweisung zu geben.
Mit der ausgezeichnetsten Hochachtung mich unter-
zeichnend
Friedrich Fröbel
Erzieher
(Gründer u Vorsteher einer Erziehungsanstalt
zu Keilhau bey Rudolstadt im Schwarzburgschen)

Dresden am 15. Xbr
Wohnung
altes Große[s] Rauchhaus

2. Entwurf

Dresden am 15en December 1838.


Dem hochverehrlichen Frauenvereine zu Dresden
für den hohen und schönen
Zweck Seiner Mildthätigkeit beykommende kleine
Gabe zu überreichen erlaubt sich der Unterzeichnete.
Da jedoch der Gebrauch dieser Spiele noch wenig be-
kannt ist, und so die Gabe selbst werthlos erscheinen
könnte
, so bin ich so frey hinzuzufügen, daß ich gern
erböthig bin dem Käufer dieser Spiele, welche ein
Ganzes sind und von welchen es darum wünschens[-]
werth ist, daß sie zusammenblieben - auf Verlangen
während in der Zeit meines Aufenthaltes hier über den
Gebrauch dieser Spiele, so wie besonders über das We-
sen und den Zweck derselben
mündlich die etwa ge-
wünscht werdende weitere Nachweisung zu geben.
Mit der ausgezeichnetsten Hochachtung mich
unterzeichnend
Friedrich Fröbel

(Gründer und Vorsteher
der Erziehungsanstalt zu Keilhau
bey Rudolstadt im Schwarzburgschen.)

Wohnung hier
Großes Rauchhaus
No 1.    D