Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F.an <?> in <?> v. <1839> (Blankenburg)


F.an <?> in <?> v. <1839> (Blankenburg)
(BN 742, Bl 1R-2V, 4°, undat. Entwurf, Handschr. Middendorffs,
die Zeilen 1-4 v.u. auf beiden Seiten wohl von F. notiert)

[1R]
Hochgeehrtester HEr u Freund!
Zuförderst meinen herzl[ichen] Dank für Ihre freundliche Zuschrift <und nun>
gleich ohne Umschweif zur Beantwortung ihrer vertrauensvollen Anfrage hinsichtl[ich]
Ihres zu Ihnen und zu theilnehmenden Menschen so vertrauensvollen
Schützlings. – Das allerkürzeste ist wohl Sie veranlassen Ihn wenn es
nothwendig seyn sollte suchen Sie ihm durch ihre [sc.: Ihre] Verwendung die nöthigen Mittel
zu verschaffen sobald als möglich persönl[ich] nach Keilhau oder Blankenburg
zu kommen, dann wird sich hoffentl[ich] in der Kürze wenigstens
im Allgemeinen <gezeigen> was zunächst u vorläufig mit ihm zu thun ist
u ob er – was mir besondere Freude wäre – geeignet ist
als 2r Bildling (Seminarist) in der Bildungsanstalt für Kindheit[s-]
Pflege für Frankfurt aufgenommen werden könne [sc.: zu können]. Freilich ist
dazu Anlage wie Neigung <?> aber auch wenigstens
Fähigkeit zur Musik wenigstens zum Gesang nöthig – doch <? als>
darüber weiter ein Wort zu verliehren. – Da der junge Mensch <?>
so viel wanderte nun so kann er auch wenigstens mit <einer>
Hoffnung auch nach hierher eine Wanderung unter[nehme[n. Unnütz und
erfolglos wird sie hoffentl[ich] nicht seyn nur kann ich aber auch in
Hinsicht der Art des Erfolges auch – nach den vielen <traurigen> Erfahrungen welche
in Hinsichtsicht [2x] auf die Unterstützung solcher jungen Leute, die ich <machte>
<sogar> in alle Sprachen zu redeten und sprechen ließen – auch nicht eine
Ahnung aussprechen. – Ist er nicht taugl[ich] passend zum 2n Seminaristen
so machen sie [sc.: Sie] ihn nur ja nicht zu viel, sondern im Gegentheil so
wenig als möglich Hoffnung zur Fremdunterstützung – der junge Mann
muß sich aus u d[urc]h sich selbst hervor<holen> / [Anschluß S. 2 4. Zeile v.u.]
<es> hilft nichts u hat er dazu <Werth Muth> u Kraft und gar eine
Gelegenheit u Mittel dazu soll es ihm nicht fehlen – die [sc.: das] Mittel ist [sc.: sind]:
- entwickelnde ausbildende Arbeit, Schaffen
u Wirken zum Wohle der Menschheit! - /
[2]
daß er als Mitarbeiter d Anstalt betrachtet
u s[ein] Leben u das seiner etwaien Familie Leben auch gleich den <dortigen> Mitteln
nach d B[e]st[immung] Maßgabe u Verh[ä]ltnisse dAnstalt gleich nach den <-> ge<achtet> u gefordert sein soll
u gleich den übrigen Gliedern
getragen werde. Wir können keine äußere Zusicherung geben
haben sie uns nicht gegeben
sondern liegt in der Einigkeit der Lebensprinzipien grundsätzen -
Erklärung unter den <reinsten> begehrten u ihm zugestandenen <Grund[sätzen]>
von Seiten d Anstalt aus Achtung für s[ein] Grundstr[eben] u <Achtung>
seines Strebens
daß er als Mitarbeiter d Anstalt betrachtet und
sein u seiner etwaigen Familie Leben nach Maßgabe
d Kräfte und der Verhältnisse d Anstalt gleich denen d übrigen
Mita Glieder getragen sein solle. –
Wir können keine äußere Versicherung geben, denn wir sind kein Bund und
kennen auch unser Schicksale nicht
haben sie [sc.: es] uns auch nicht gegeben sondern sie lag u liegt für uns
einzig in der Einigkeit des Lebens unsers Strebens[.]
Indeß können wir unter dem von ihm begehrten und ihm zugestandenen
Credit von Seiten d Anstalt aus Achtung für sein[en] Charakter u aus
Anerkennung seines Strebens u b Freistellung s. Mittel
die Erklärung geben: daß er als pp /