Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 18.1.1839 (Dresden)


F. an Johannes Arnold Barop in Keilhau v. 18.1.1839 (Dresden)
(KN 55,16, Brieforiginal 1 Bl 16° 2 S.)

Am 18' Januar 1839.


G[ott] z[um] G[ruße] mein theurer Barop.

Ob mich gleich schon mehrseitige Geschäfte rufen, so
beeile ich mich doch Dir ein Wort über mein Wirken
mitzutheilen was der heutige Dresdner Anzeiger
enthält. (:Eine Dresdner Zeitung wohin es wohl ei-
gentlich gehört hätte, giebt es nicht:) Daß der Ver-
fasser ein über mein und unser Leben und Streben mehr[-]
seitig unterrichteter Mann seyn muß geht wohl aus
dem Ganzen hervor. Ich glaube ihn bestimmt zu kennen
auch Du selbst kennst ihn {wohl / vielleicht}. Ob Du dieß
aber auszusprechen für gut hältst hängt von Deinem
Ermessen ab. Willst Du es Herr[n] Generalsup[erintendent] Zeh
z mittheilen um ihn [sc.: ihm] zu zeigen, wie seine frühere Theil[-]
nahme noch jetzt fortwirkt so kannst Du es thun, zugleich /
[1R]
ihm auch aussprechen, daß ich bey mehreren der Herr[en]
Consistorialräthe u. Geistliche hier eine hohe Anerkennung
seiner Wirksamkeit gefunden hätte, wie sich solche in
der Mittheilung selbst ausspricht.
Ich sende zwey Exemplare das eine lege meinem
Briefe an Langethal bey. Vergiß es aber ja und
ja nicht sonst würde jenen [sc.: jenem] Briefe etwas wesent-
liches mangeln. Damit nichts versäumt werde schicke
ich den Brief heut an Dich damit die Sache noch ankomme
ehe Langethals Brief abgehe.
Neue Entwickelungen habe ich natürlich nicht zu melden;
gestern Abend ½ 6 Uhr habe ich einen Brief an meine
Frau in Blankenburg auf die Post abgegeben. Hast Du noch keine
Nachricht darüber so besuche Sie vielleicht
über Rudolstadt gehend u. den Brief sogl[eich] von der Post für sie in
Empfang nehmend. Von uns allen an alle die herzlichsten Grüße
DFrFr

           (:Middendorff u. Fr[an]k[en]berg sind in ihrer Wirksamkeit)