Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Henriette Wilhelmine F. in Blankenburg v. 7.2.1839 (Dresden)


F. an Henriette Wilhelmine F. in Blankenburg v. 7.2.1839 (Dresden)
(Autograph nicht überliefert; ed. Rhein. Bl. 1878, 327. Möglicherweise ist der Brief vom 4. 2. zusammen mit dem vom 7.2. von Dresden nach Keilhau geschickt worden. So würde sich der fehlende Schlußteil des Briefs vom 4.2.39 erklären)

Dresden am 7. Februar 1839

Nur noch einen Gruß vom Heutigen kann ich Dir, theure Frau, senden, und eilen muß ich, damit der heutige Posttag nicht wiederum vorbeigehe, ohne daß Du von meinem Treiben die lange gewünschte Nachricht erhältst. Wie freue ich mich, Dir nun auch zugleich alle die wirklichen Unterschriften der achtungswerthen Männer mittheilen zu können, welche das Gesuch um stationäre Wirksamkeit für ihre Kinder an mich gesandt haben! Du wirst darunter alle Namen der Treuen finden, welche ich Dir gleich von Anfang genannt habe.
Morgen früh wird unser Herr v. N. abreisen; jetzt sind wir alle beschäftigt, ihm die Geschichte der Entwickelung meines und unseres Lebens in einer Skizze mitzugeben rc. Morgen gedenke ich dann mein Gesuch um Concession zur Pflege des Kinderlebens bis zum 7. oder vielmehr bis zu Ende des 6. Jahres einzureichen.
Übermorgen, Sonnabend, denke ich endlich, so Gott giebt, von hier nach Leipzig abzureisen. Mit einer gewissen Sorge lasse ich alles in Frankenbergs Hand zurück; doch geht es nicht anders, und wesentlich kann er wohl auch nicht schaden, ob ich ihm gleich weniger Leichtigkeit in der Behandlung von Allem und überhaupt mehr Treue, wenigstens Achtsamkeit im Kleinen, wünschte. Nun, Gott wird ja ferner schützen. - Dank sei Gott, der mir und uns Gesundheit gab. Möchte mein Kommen zu Dir auch Dir selbige bringen. Nach Leipzig erwartet Briefe
Dein Fr. Fröbel.
An Louise und Alle Grüße.