Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an die Spedition Ammann & Caspar in Nürn[berg] v. 11.<3./.5. <[18]37/38/39> (Blankenburg)


F. an die Spedition Ammann & Caspar in Nürn[berg] v. 11.<3./.5. <[18]37/38/39> (Blankenburg)
(BN 358, Bl 3) (Entwurf)
(Auf demselben Zettel vorrangig: Ende eines undatierten Entwurfs an Charlotte von Ahlefeld sowie rechnerische Notizen u. einzelne Wörter.)
(Dat.: lt. Briefliste: 11.5.1839, lt. Wollkopf II undat.; die Monatsangabe aber wohl eher "März"; für die Jahresangabe läßt sich auch 1837 oder 1838 lesen.)

[3]
Herrn Ammann & Caspar in Nürn [berg]
Blankenburg bey Rudolstadt am 11 <M[ä]rz 38>

Auf Empfehlung Ihres SpeditionsGeschäfts
durch die Bleyweiß[-] u. Farbenfabrik
der Hrn <J> Schnell & Kraft zu <Lochburg>
bey Burgdorf in [sc.: im] Kanton Bern habe
ich mir erlaubt unter heutigem Dato
durch den <treffl.> Fuhrmann Bauer aus Garnsdorf
u <Arnegereuth> Ihnen unten verzeichnet[es]
Gut zu gefälliger u. schneller Spedition
- durch     [*Lücke*]     & Simmer
in Schaffhausen
an Herrn Heinrich Langethal
Vorsteher der WaisenhausEr[-]
ziehungsanstalt zu Burgdorf C[anton] B[ern]
zu übersenden.
Ob es mir nun gleich nicht mögl[ich] war mit <Ihnen u> Hrn
Bauer selbst <mich> zu <veraccordiren>
so hoffe möchte ich doch daß derselbe in
gewöhnlicher Dienst Lohnung Ihn übernim[mt]
u. gegen gewöhnl. billigen Lohn in das <wohlerhaltene / wohlerhabene> Gut
abliefe übermachen wird; Und verlasse
mich so wohl in dieser Beziehung als in
Hinsicht der möglichst schnellen
u. billigen weiter Beförderung
durch He[rrn]  [*Lücke*]  in Schaffh[ausen]
ganz auf die mir von
oben gedachtem Herrn
ausgesproche[ne] Rechtlichen [sc.: rechtliche]
Billigkeit der [sc.: des] ge-
regelten Geschäfts
von Ihrer Hand /
[3R]
nach welcher das Gut von
Leipzig aus in 5 Wochen an den
Ort seiner Bestimmung in Burgdorf C[anton] B[er]n
eintrifft.
Das von uns begonnene Geschäft
macht in wiederkehren[den] Zeiten
ähnl[iche] Sendung[en] wie diese nach
der Schweiz nöthig - wie dann
schon ohngefähr in 14 T[a]g[en] bis 3 Wochen
eine ähnl[iche] Sendung erfolgen wird.-
und es wird uns sehr freuen eine[n]
sichern, schnellen u. billigen Geschäfts[ga]ng durch Ihr uns empfohlen[es]
achtbares Haus dafür gefunden zu haben.
Nun noch eine Bitte. D[ur]ch zufällige
Verspätung mußte die Absendung
dieser Kiste bis zum Orte der Verlad[un]g
so besch[leun]igt werden, daß es nicht
mögl[ich] wurde die Kiste noch mit
den nöthigen Strick gehörig zu schützen[.]
Sollten sie [sc.: Sie] dieß wegen der langen
Strecke des Versende Weges u.
wegen der offen[en] Verladung von einer
<Achse> zur andern wie ich glaube zur größeren Befestigung der Kiste nöthig finden,
so ersuche ich Sie diese
Schnür[ung] durch Ihre Leute be[-]
sorgen zu lassen u. den
Betrag dafür noch
in <Schaffh. u. Burgd.>
<nachzunehm[en]>. [Text bricht ab]
[einzelne Wörter auf 3R:]
An He. Gyger
< ? >
<Weyhnachten>
Fastnaacht