Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Gabriel Riesser in Bockenheim v. 11.9.1839 (Blankenburg)


F. an Gabriel Riesser in Bockenheim v. 11.9.1839 (Blankenburg)
(BN 609, Bl 1-3, dat. Entwurf 1 B + ½ Bl fol; Abschrift in BlM F 1058/34/1, S. 127-130; 1 B fol. 4 S.; tw. ed. RB 1872, 160f. als angeblicher Teil eines Briefs v. Nov. 1839. F. irrt beim Adressatort und bei der Schreibweise des Adressatennamens. Der Text auf 2V, Zeile 5 ab dem mit Bleistift nachgetragenen Anführungszeichen vor "wie" wirkt wie ein Zitat, ist aber keines.)

a) Entwurf

An Herrn Doctor Rieser in Frkfrt a/m


Blkb. 11/IX. 39.


Hochgeehrtester Herr Doctor!

Ohne mich lange wegen meiner schrift-
lichen Einkehr bey Ihnen zu entschuldigen,
noch die lange selbe lange weiter einzuleiten,
will ich Ihnen ohne weiteres sogleich ein-
fach die Thatsache vorführen, welche
mich dazu bestimmt.
Bey dem sovielfach beurkundeten lebenvoll förderlichen Antheil
den Sie an der gesammten Stellung
u den Bestrebungen Ihrer Glaubens-
genossenschaft nehmen, darf ich überzeugt
seyn daß es Ihnen nicht unbekannt ist
Ihnen die Sendung des He[.] Hochstedter, Lehr[er]
an der israelitischen Bürgerschule zu Frank-
k furt a Mayn von dem israelitischen
Schulrathe daselbst hier, nicht unbekannt
ist.
Da nun gemüth volle u zugleich strebe[n]de
Menschen, wie He[.] Hochstedter, wohl wissen,
daß man dem eben auch im Streben
begriffenen Mann keine freundlichere
Gabe bieten kann als ihm mit dem
klaren u bestimmten Str schon zu einem
gewissen Ziele gekommenen Streben
anderer bekannt zu machen, so brachte
mir He Hochstedter derselbe bey seinem Eintritte zu
mir Ihre Schriften über die gegenwärtige
Stellung u den Zustand Ihrer Glaubensgenossen
mit, vielleicht klar wissend so in seinem
völligen Bekanntseyn mit di[e]sen Schriften
vielleicht so klar wissend als oder lebendig u
richtig fühlend, daß er unsere gemein- /
[1R]
meinsamen Bestrebungen nicht geistreiche[r]
u besser einleiten könne als eben durch
diese Schriften.
Doch er ließ es hierbey nicht bewenden
mir dieselben Schriften nur als eine stumme
Freundesgabe zu überreichen, sondern er
suchte sie auch durch seine lebenvolle Vor-
führung meine[m] Geiste u Gemüthe nahe zu bringen[.]
Dieß geschah zuerst durch Ihre Gedanken über
Lessings Denkmal u Ihre Worte des Danks
- beyde trafen mein innerstes u eigenstes
Leben, dessen Ausgangs- u dessen Zielpunkt:
E erstere Schrift besond durch das, was Sie
besonders über Less[in]g u dessen Wesen Wirken, u Ziel;
2te Schrift, durch die das Bedeut was Sie in der-
selben über das Wesen u die Bedeutu[n]g der
Kunst aussprechen; In beyden ist aber viel
wie aus meiner Überzeugung so aus meinem
Gemüth genommen
In beyden ist mir vieles wie
aus m[einer] Überz[eu]g[ung] u m[einem] Gemüth
indem ich Lessing in
seinen Bestrebu[n]gen so sehr liebe u anerkenne (ehre)
u die Kunst in ihrer Bedeutsamkeit u
Wirku[n]g so wesentl. anke anerkenne achte.
Doch mein Streben erscheint als ein
anderes , u ein anderes scheint mir bedeutungs-
voll
.
Schon dieses könnte mich wohl bestimmen,
Ihnen schriftlich meinen hochachtungsvollen u
herzlichen Gruß auszusprechen; doch ein
anderes ist es noch was mich bestimmt auffordert briefl[ich]
bey Ihnen einzukehren. Es ist das gemein-
same, u ja unser beyderseitige[s] Streben nach reiner
Entwickl[un]g des Menschh[ei]tswesens reiner Menschheit u Kundmachung
u Darstellung ders derselben im Leben, ich im Allgemeinen
durch Erziehung Sie durch Gewinnung der
richtigen Stellung einer großen Glaubens[-]
genossenschaft in dem großen Lebens[-] und
dem MenschheitsGanzen[.] /
[2]
Nun sprechen Sie in der erst genannten Schrift
eine Wahrheit als Prüfstein unsers des Handelns
in Bezug auf einen Einzelnen aus, welche
ich mehrseitig im eignen Leben so angewandt
habe: "wie würde dieser oder jener frühe[r]
dagewesene Genius der Menschheit, wie
würde ein Lessing dieses oder jenes be-
urtheilt, was würde er dazu gesagt haben
oder vielmehr noch sagen, wenn er jetzt da wäre.[“]
Dieser Ihr Ausspruch ist es nun ganz be-
sonders welcher mich zu diesem Briefe
an Sie antreibt. Ich möchte Sie näml[ich]
durch denselben veranlassen, daß Sie
den Geist Lessings prüfen ließen:
wie verhält sich mein[e] g in die erste
u früheste Kindh[ei]t des M[en]schen zurück
gehende Erziehung zu Ihrem Bestreben
u dem aller Edlen Ihrer Glaubensgenossen?
Wie könnte dieß aber anders geschehen
als dadurch, daß Sie selbst von dem Geiste und Streben Les-
sings wie Ihrer Glaubensgenossen
durchdrungen die von mir aufge-
stellte u angebahnte Kindheit-
pflege hier an Ort u Stelle, wie
durch die Person in ihren Grundsätzen
so in ihrer Anwendung durch die Ausführung u ihrem [sc.: ihren] Erfolg
Ihrer Prüfung zu unterwerfen.
[neben und über der letzten Zeile auf der Kopie nicht lesbare Bleistiftänderungen]
Dieser Gedanke, dessen Ausführung,
ich gestehe es offen, mir in Hinsicht
auf Ihre Bestrebungen wichtig erscheint
Ihnen zur Beachtu[n]g, und wenn Sie mit
mir gleiche Überzeugung gewinn[en]
können, zur Ausführung vorzulegen,
ist, in inniger Einigung mit dem
Ausdrucke Hoher Achtu[n]g, der einzige
Zweck dieses Briefes. /
[2R]
Nur ein Handeln und Wirken, was
sich durch Geschichte und Philosophie, durch Forschen
u Nachdenken wie im Leben durch die
Thatsachen rechtfertigt u bestätigt, kann
von bleibenden u wahrhaft seegens-
reichen Folgen seyn wogegen ein Handeln
ohne das nur bloß auf den Folgen der Anwendung
ruht, nur zu schwachen Früchten führen kann.
Um das erstere anzudeuten, spreche ich
nur aus, daß mir eine Erziehung besonders eine erste u früheste Erziehung, welche
von dem Grundsatze der Einheit ausgeht
u diese in aller Mannigfaltigkeit nach-
zu weisen strebt, für die Kinder einer
Glaubensgenossenschaft nicht nur best vor <allem> wichtig
sondern heilbringend seyn müssen erscheint,
deren ganze Ueberzeugung, Denken u
Handeln eines lebendig
indem [sc.: in dem] Glauben, in der Erkennung u Anerkennung
eines lebendigen Einen ruht[.]
Doch lassen Sie die Ergebnisse Ihrer
eignen Prüfung sprechen.
Prüfen Sie dann ob in der Kindesnatur
erreicht ist, was ich für das Kind u dessen Leben erstrebe: Überein-
stimmung der
Kraft (Willen) der Erkenntniß (Einsicht, Be-
wußtseyn) und der Mittel (Wege u Stoff)
also überhaupt Einklang u Harmonie über-
all wo sich Leben kundthut im Menschen,
in d[er] Geschichte, in der Natur.
Um Ihnen diese <vorläufige> Prüfung von meiner Seit[e]
so weit mir möglich ist herbey zuführen,
lege ich Ihnen hier die Abschrift
einer aus der Feder meines Freundes
des H[errn] Middendorff geflossenen ge[-]
schichtlichen Andeutung meiner hiesigen
Bestrebungen zur Pflege des Thätigkeits[-]
triebes der Kindheit und Jugend bey.
Könnte Sie dieß wirklich zur Ausfüh[run]g
meines Wunsches mich in m[e]in[em] Wirken
hier auf einige Zeit zu besuchen veranlassen, so
wäre es schön, könnte dieß noch wäh-
rend der Anwesenheit unser[e]s ge-
meinsamen Freundes d[e]s He[.] Hochstedter
geschehen. /
[3]
2. An He[.] Riesser 11/IX. 39.
In Beziehung auf die Reise hierher be-
merke ich nur, daß He[.] Hochstädter dieselbe
mit der <Fuhr> Eilpost u durch glückliches Zusam-
mentreffen der Umstände in kaum
mehr 40 Stunden zurück gelegt hat u. der-
selbe sonst seinen hiesigen Aufenthalt in
dem Schwarzburger Hof an dem
Eingang des an Naturschönheit reichen
Schwarz[a]thals billig findet.
Freuen wird es mich wenn Sie
in dem von mir hier Ausgesprochen[en]
einen Thatbeweis der hohen Achtu[n]g
finden, mit welche[r] ich bin
hochgeehrtester Herr Dr.
        Ihr
        ergebener
FrFr

*
NS. Vorstehendes war niedergeschrieben
bevor Ihr gütiger Fr[eun]d d[er] He[.] Hochstaedter
die <verlesu[n]g / vorlesu[n]g> Ihrer Worte über Lessings
Denkmal - welche er uns gleich einem köstl[ichen]
Weine in kleinen Portionen zumaß - been[-]
digt hatte; ich aber konnte doch ohnmögl[ich]
diese Zeilen an Sie absenden ohne we-
nigstens für mich das Ganze {überblickt / in mir aufgenommen[}]
zu haben und eben jetzt lege ich es Ihre Worte, begleitet
von einem nach vielen Seiten hin gerichtheten
Denken aus der Hand indem ich einen neuen
tiefliegenden Berührungs[-] ja Verknüpfungspunkt unseres unserer Strebungen
in dem Werthe u der Bedeutung finde welche
Sie mit mir in Lessings Erziehung des Menschengeschlechtes
E erkennen; schon dieses Zusammentref[fen] allein ist
mir so merkwürdig ich möchte sagen <wichtig> u be-
deut[un]gsvoll (anderes was Sie obgleich nicht weniger wichtig z.B. über die Lehren de der Natur sagen jetzt beyseite gesetzt), daß ich nur allein in dieser Beziehung
Sie ersuchen möchte meinen Ihnen gemachten Vorschlag: auf ei[ni]ge < ? > Tage mich hier zu besuchen <ernstl[ich]>
in Erwägung zu ziehen u wenn es Ihnen nicht zu große Hindernisse in dem Wege liegen, denselben auszufüh[ren.]
Um bey den [sc.: dem] Entschluß frey aus nichts zweytes u fremdartige einwirken
zu machen habe ich selbst unser[m] gemeins[a]m[en] l. Freunde [-] noch weniger <einem> andern [-] d[em] He[.] Hochstedt[e]r
<nichts> von diesem Briefe an Sie gesagt etwas von diesem Brief
an Sie gesagt.-
Darüber von Ihnen bald ein Wort als Erwied[erun]g [sc.: Erwiderung] zu <se[he]n> wird sich freu[en]
D. O.

b) Abschrift (Reinschrift)

[127]
Herrn Dr Rieser


Blankenburg 11/IX 1839.


Hochgeehrter Herr!

Ohne mich lange wegen meiner schriftlichen Einkehr bei
Ihnen zu entschuldigen, noch dieselbe weiter einzuleiten, will
ich Ihnen sogleich die Thatsache aussprechen, welche mich dazu
bestimmt.
Bei dem lebensvoll vielfach beurkundeten förderlichen Antheil,
den Sie an der gesammten Stellung und den Bestrebungen Ihrer
Glaubensgenossenschaft nehmen, darf ich überzeugt sein daß
Ihnen die Sendung des Herrn Hochstetter, Lehrer an der israelitischen
Bürgerschule in Frankfurt, von dem israelitischen Schulrath daselbst,
hierher nicht unbekannt ist.
Da nun gemüthvolle und zugleich strebende Menschen, wie Hr Hoch-
stetter, wohl wissen, daß man dem eben auch im Streben begriffenen
Mann keine freundlichere Gabe bieten kann, als ihm mit dem
klaren und bestimmten, schon zu einem gewissen Ziel gekommenen,
Streben Anderer bekannt zu machen, so brachte mir derselbe
Ihre Schriften über die gegenwärtige Stellung und den Zu-
stand Ihrer Glaubensgenossen mit. In seinem völligen Bekannt-
sein mit diesen Schriften klar wissend, oder lebendig fühlend,
daß er unsre gemeinsamen Bestrebungen nicht geistreicher uns
besser einleiten könne, als durch diese Schriften.
Doch er ließ es hierbei nicht bewenden, mir dieselben nur
als eine stumme Freundesgabe zu reichen, sondern er suchte
sie auch durch seine lebenvolle Vorführung meinem Geiste
und Gemüth nahe zu bringen. Dies geschah zuerst durch
Ihre Gedanken über „Lessings Denkmal“ u Ihre „Worte des
Dankes
“; - beide trafen mein innerstes u eigenstes Leben,
dessen Ausgangs- und Zielpunkt: erstere Schrift, durch das, was /
[128]
Sie besonders über Lessing und dessen Wesen, Wirken und Ziel; die zweite
Schrift durch das, was Sie in derselben über das Wesen und die Bedeu-
tung der Kunst aussprechen. Lessing, in seinen Bestrebungen, liebe ich sehr,
und die Kunst, in ihrer Bedeutsamkeit und Wirkung, ist mir hoch wichtig.
Schon dieses könnte mich bestimmen, Ihnen meinen hoch-
achtungsvollen und herzlichen Gruß auszusprechen; doch ein anderes
ist es noch, was mich auffordert, brieflich bei Ihnen einzukehren.
Es ist das Gemeinsame unseres beiderseitigen Strebens nach
Entwicklung reiner Menschheit und Darstellung derselben im Leben;
ich im Allgemeinen durch Erziehung, Sie durch Gewinnung der
richtigen Stellung einer großen Glaubensgenossenschaft in dem
Lebens- und Menschheitsganzen.
Nun sprechen Sie in der erst genannten Schrift eine Wahrheit, als
Prüfstein unsers Handelns in Bezug auf einen Einzelnen aus,
welche ich mehrseitig im eignen Leben so angewandt habe:
"wie würde dieser oder jener früher dagewesene Genius der
Menschheit, wie würde ein Lessing dieses beurtheilt, was würde
er dazu gesagt haben, oder vielmehr sagen, wenn er jetzt da wäre.“
Dieser Ihr Ausspruch ist es nun ganz besonders welcher mich
zu diesem Briefe an Sie antreibt. Ich möchte Sie veranlassen,
daß Sie den Geist Lessings prüfen ließen: wie verhält sich meine,
in die erste und früheste Kindheit des Menschen zurückgehende Erzie-
hung zu Ihrem Bestreben und zu dem aller Edlen Ihrer
Glaubensgenossen? Wie könnte dies aber anders geschehen,
als dadurch, daß Sie selbst von dem Geist Lessings, wie Ihrer
Glaubensgenossen, durchdrungen, die von mir aufgestellte und
angebahnte Kindheitpflege hier an Ort u Stelle, Ihrer Prü-
fung unterwerfen.
Dieser Gedanke, dessen Ausführung, ich gestehe es offen, mir in
Hinsicht auf Ihre Bestrebungen wichtig erscheint, Ihnen zur
Beachtung, und wenn Sie mit mir gleiche Überzeugung gewinnen /
[129]
können, zur Ausführung vorzulegen, ist, in inniger Einigung mit
dem Ausdruck hoher Achtung, der einzige Zweck dieses Briefes.
Nur ein Handeln und Wirken, was sich durch
Geschichte und Philosophie, durch Forschung und Nachdenken, wie im
Leben durch die Thatsachen rechtfertigt u bestätigt, kann von
bleibenden und wahrhaft segensreichen Folgen sein; wogegen
ein Handeln, das bloß auf den Folgen der Anwendung ruht, nur
zu schwachen Früchten führen kann.
Um das erstere anzudeuten, spreche ich nur aus, daß mir eine Er-
ziehung, besonders eine erste und früheste Erziehung, welche
von dem Grundsatz der Einheit ausgeht und diese in aller Mannig-
faltigkeit nachzuweisen strebt, für die Kinder einer Glaubens-
genossenschaft vor allem wichtig erscheint, deren ganze Ueber-
zeugung, Denken und Handeln in dem Glauben, in der Erkennung,
und Anerkennung eines lebendigen Einen ruht. Doch lassen
Sie die Ergebnisse Ihrer eignen Prüfung sprechen.
Prüfen Sie dann, ob in der Kindesnatur erreicht ist, was ich für
das Kind und dessen Leben erstrebe. Uebereinstimmung der Kraft
(Willen), der Erkenntniß (Einsicht, Bewußtsein) und der Mittel
(Wege und Stoff); also überhaupt Einklang und Harmonie,
überall, wo sich Leben kund thut, im Menschen, in der Geschichte,
in der Natur. -
Um Ihnen diese vorläufige Prüfung von meiner Seite, so weit mir
möglich, zu erleichtern, sende ich Ihnen hierbei die Abschrift
einer aus der Feder meines Freundes Middendorf[f] geflossenen
geschichtlichen Andeutung meiner hiesigen Bestrebungen.
Möchte dies Sie veranlassen, mich auf einige Zeit zu besuchen,
um mein Wirken hier zu prüfen. – Herr Hochstetter hat die
Reise hier her in vierzig Stunden gemacht.
Freuen wird es mich, wenn Sie in dem hier Ausgesprochenen einen That-
beweis der hohen Achtung finden, mit welcher ich bin,
Hochgeehrtester Hr Dr.,
Ihr ergebener FrFröbel /

[130]
NS. Vorstehendes war niedergeschrieben, bevor Hr. Hochstetter die Vorle-
sung Ihres Buches beendigt hatte. Doch jetzt habe ich für mich
das Ganze überblickt, und eben jetzt lege ich Ihre Worte, begleitet
von einem nach vielen Seiten gerichteten Denken, aus der Hand.
Ich finde hier einen tiefliegenden Berührungspunkt unsers
Strebens in dem Werthe und der Bedeutung, welche Sie mit mir
in Lessings Erziehung des Menschengeschlechtes erkennen.
Dieses Zusammentreffen allein ist mir so wichtig, dass ich
meine Bitte, um Ihren mir so lieben Besuch, nochmals
wiederhole. D.O.