Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Dr. Rüte in Bremen v. 18.10./23.10.1839 (Blankenburg)


F. an Dr. Rüte in Bremen v. 18.10./23.10.1839 (Blankenburg)
(BN 617, Bl 1-4, dat. Entwurf 2 B fol 8 S., mit glättenden Umformulierungen ed. EGNF 13 (1885) 3, 1-5; Teile von 4V sehr abgeändert ed. im 1. Absatz des Briefs v. 18.10.1839 in RB 1872, 155f. - (Der Brief wurde zusammen mit dem vom 26.10.1839 versandt.)

Sr. Wohlgeboren, Herrn Dr. Rüte
       in Bremen
Blankenburg bey Rudolstadt den 18ten Octob
1839.



       Wohlgeborner,
Hochgeehrtester Herr!

Da es jetzt wohl ziemlich allgemein, wissen-
schaftlich wie thatsächlich, im Leben anerkannt
ist, daß die Körper- und Geistesthätigkeiten
des Menschen sich gegenseitig durchdringen
u wechselseitig auf einander einwirken u eine den andern
u sich in der Erscheinung als Leben und im Leben
wechselseitig bestimmen; so kann es wohl
nicht auffallend seyn wenn der, welcher überwiegend
Seelenpfleger u geistiger Arzt ist, der Erzieher,
sich frey aus sich selbst u zunächst ohne äußere
Vermittlung, sich in der Angelegenheit der Mensch-
heitspflege vorwaltend vertrauensvoll an
den der Erscheinung nach sich üb überwiegenden
Leibes- u Körperarzt sich wendet. Und so hoffe
ich es wird Ew. Wohlgeboren dem ausübenden
Arzte
wird es nicht auffallend und unerwartet seyn, wenn sich der aus-
übende Erzieher
in Sache der in der Kindheit neu
auf blühenden Menschheit zu ihm wendet, wenn
ich zu Ew. Wohlgeboren ich in dieser Beziehung auch ohne besondere Einführung komme.
Doch von meiner Seite,
ich will es gern gestehen, ermuthigt mich, ja
fordert mich dazu auf, fas im Gleichmaaße
mit jener allgemeinen Berufsverknüpfung,
die innige Theilnahme, welche Ihr He. Bruder,
der He. He. Professor u Dr. Rüte in Göttingen,
nun seit länger als einem Jahre an meinem
jüngsten u besonders der frühen Pflege der /
[1R]
Menschheit in der Kindheit gewidmeten Berufe nimmt,
u ein bestimmter Gruß, welchen mir derselbe schon
seit längerer Zeit Ihnen von ihm auszusprechen
mir erlaubt hat, um mir dadurch eine Mittheilung
an Sie über den Gedanken u Gegenstand meines
Lebens: die Pflege der Kindheit, der Menschheit
in der Kindheit zu vermitteln, deßhalb zu
vermitteln, weil mir Ihre Vaterstadt mir als
ein selten dazu begabter Ort, als ein Ort, wo
noch wahres Familienleben u so Sinn für rechte
Kinderpflege wohnt, immer genannt u gerühmt
worden ist, wenn auf diesen Gegenstand sich das Ge-
spräch wendete.
Zwar könnte nun von diesem Punkte in dieser Beziehung aus mir
der Ausspruch eingewandt
werden: "die Gesunden bedürfen des Arztes nicht."
Allein wenn mit den zunehmenden Jahren
auch noch nicht Krankheiten, in dem gewöhnlichen
Sinn des Wortes, allein jedoch schon Störung u
Hemmnisse in den Thätigkeiten unsers Körpers uns
entgegentreten, so müssen wir mit Bestimmtheit
erkennen, was mit Bestimmtheit Sicherheit in der frühen
Beachtung u Pflege unserer noch unverletzten Gesundheit für die spä-
teren Lebensalter hätte ver-
mieden werden können.?
was bey einer frühen
angemessenen Pflege der gesammten Geistes[-] u Kör-
perthätigkeit des Kindes, d[es] M[en]sch[en] für unser späteres Lebensalter
in dieser Beziehung hätte mit Sicherheit vermieden werden können.
Und mich dünkt der wahre menschlich fühlende
Arzt möchte darum viel lieber nur den Gesunden
pflegend zur Seite stehen u sie zur Erhaltung
ihrer Gesundheit mit sicherm Rath unterstützen
als sich später auf gefordert fühlen sehen, durch
schwankende Mittel /
[2]
den gestörten Gesundheitszustand wiederherzustellen.
Die frühen u ersten Pflege des gesammten Lebens nun,
die Pflege des Lebens- u so Thätigkeitstriebes in seinem
gesammten ganzen Umfange als den Ausgangspunkt al-
ler Lebenserscheinungen <zu leben> u die Bedingung des Gesundseyns - dieß scheint mir ein
Gegenstand seines innigsten Wunsches zu seyn.
Dieß also im Kinde und im Menschen
im Besonderen der
Trieb sich zu
beschäftigen
ist nun auch der Punkt, an welchem ich
als ausübender Kinderpfleger Erzieher die Pflege des
Kindes u der Kindheit, die Pflege des gesammten
Menschen im Kinde, und der Menschheit in der
Kindheit, anknüpfen möchte. Und dieß dieses ist dann
auch
der besondere Gegenstand, worüber ich mir er-
laube, mich Ihnen mitzutheilen; denn indem durch
angemessene Beachtung u Pflege des Spiel- u Be-
schäftigungstriebes im Kinde scheint mir auch
die angemessene Pflege des gesammten Lebenstrie-
bes der gesammten Thätigkeit des Kindes gegeben u bestimmt erscheint.
Ich bin zwischen 30 u 40 dreißig u vierzig Jahr ausübender
Erzieher u will es offen gestehen, mein erstes
Streben als dieser war, in jeder Beziehung den höch-
sten Beziehun Forderungen der Wissenschaft u Kunst von
ihren Elementen aus und dadurch den gesammten
Forderungen des Lebens zu genügen. Nachdem ich
jedoch einsehen eingesehen hatte, wie wenig dieß
dem Menschen, wenn nicht vorher der höchste Einigungs-
punkt, auf welchen dieß alles zu beziehen ist, ja aus
welchen es eigentlich zuerst hervorgewachsen, in ihm
geweckt ist worden, zur Er wahren Erreichung seiner Bestimmung
genüge, bin ich auf das Streben zurückgekommen, in
dem Kinde u dessen Pflege
nicht nur gelegentlich u zu-
fällig sondern mit klarem Bewußtseyn u strenger
Festhaltung des Zieles, in dem Kinde u dessen Pflege dem Menschen, in der Kindheit u
deren Pflege allem zuvor der Menschheit vor allen zu genügen. Do
Doch was giebt uns das Kind um in ihm den Menschen,
was reicht uns die Kindheit um in ihr die Menschheit zu /
[2R]
pflegen? - Was anders als sein u ihr das Leben u die
Äußerung desselben, denn Lebens- den Bildungs- u Be-
schäftigungstrieb, überhaupt den Thätigkeitstrieb in seiner
letzten u höchsten Beziehung, und in bedingtem, innigem
Zusammenhange, sein ja <innigstster> vermittelter Einigung mit
der Quelle alles Seyns u alles Lebens.
Hieran kann u muß sich also auch die Pflege des Menschen
im Kinde, der Menschheit in der Kindheit einzig anknüpfen.
Dieß nun zu erreichen, zu thun, dazu die geeignetsten Mittel
aufzustellen, die entsprechendsten Wege aufzufinden ist mir Lebensauf-
gabe; und ich finde sie in der sorglichsten stetigsten Pflege
des Thätigkeits- des Beschäftigungstriebes des Kindes in der
weitesten Beziehung Bedeutung dieses Wortes, seinem Empfinden u Fühlen,
sein Aufwecken Vergleichen u Denken mit eingeschlossen, u in den ein
ebenso mit Nothwendigkeit als in Einfachheit daraus
hervorgehenden Spiel- u Beschäftigungsmitteln u Weisen;
also in solchen Spiel- u Beschäftigungsweisen, welche das Kind
nicht bloß in seinem vorübergehenden Bedürfniß, als nur
sogenannten Zeitvertreib suchend auffaßt, sondern ihn es
welche ihm viel mehr in der innern Forderung seines Wesens, im Zusammenhange
seines Lebens u im Einklange mit dem Lebensganzen genügen.
Und so dünkt mich wäre der Punkt über welchen ich u
von wo aus u über welchen ich mich Ew. Wohlgeboren mittheilen
mich mit Ihnen besprechen oder vielmehr berathen möchte, scharf be-
stimmt: - die Pflege des Kindes in u durch seinen Lebens u Beschäftigungs-
trieb, sich
der Gesammtheit u Einheit seines Lebens, in u durch
Beachtung
die Befriedigung seines Lebens- u Beschäftigungstriebes.
Es kann dieß nun zwar geschehen u geschieht dieß wirklich
in edlen Familien sehr oft, allein gelegentlich u abgerissen,
auch <wohl / nicht> bloß ganz zufällig. Allein eine durchgreifende
Beschäftigung mit diesem Gegenstande lehrt: es sollte dieß men-
schenwürdig mit klarem Bewußtseyn u Bestimmtheit des
Zweckes in vollständigem u allseitigem Lebenszusam-
menhange durch die entsprechendsten Mittel u auf den
geeignetsten in der Sache selbst wie in den bestehenden Lebensver-
hältnissen liegen ruhenden liegenden Wegen geschehen.
Und dieß dünkt mich nach dem jetzigen Stande derselben
am leichtesten durch Familienvereine für Kindheiter-
pflege, also durch mittels des Zusammenhangtritts mehrere Familien /
[3]
2. H Dr Rüte in Bremen
23/X 39.
Kindheitpflege betreff[en]d
auszuführende Veranstaltungen für den angege-
benen Zweck u durch die angegebenen Mittel zu erreichen.
Dafür zu wirken, u zwar auf eine dreyfache Weise,
ist nun seit 3 Jahren ausschließender Gegenstand meiner
Thätigkeit u zwar erstlich durch Aufstellen u Ausar-
beiten der durch die Sache selbstgegebenen Spiel- u Be-
schäftigungsmittel u Weisen für die erste u frühere
Kindheit;
zweytens durch Ausführung einer Anstalt zur Pflege derselben
im Verein u durch das Vertrauen mit einer Mehrheit vertrau-
ender Eltern sie in dem Städtchen sie in meines gegenwärtigen
Wohnortes;
drittens durch eine Bildungsanstalt für Kinder-
pfleger u Kindererzieher zu genanntem Zweck.
Diese Ergebnisse davon wollte ich mir nun erlauben
Ew. Wohlgeboren u durch Sie den mit Ihnen
durch innere Lebensbeziehung verknüpften denkenden Bewohnern
Bremens zur Prüfung vorzulegen,
um dadurch den Gegenstand gemeinsamer u geordneter
Kinderpflege u entsprechender Spiele u Beschäftigungen
(welcher, wie ich jüngst sah, schon vor mehr als 30 Jah-
ren in dem Allg. Anzeiger von dem Jahre 1804 No. 279
dem deutschen Publicum ans Herz gelegt wurde)
vor einen, wie mir gesagt wird, competenten
Richterstuhl zu bringen, um dadurch nicht nur
wo es sich schon findet, ächtes Familien- edles geselliges
also rein menschliches Leben zu erhalten u zu pflegen,
sondern auch da, wo es verkümmert seyn möchte, wie-
der zu erneuen, zu stärken.
Ich hätte dieß nun wohl, nach den vielseitig a aufge-
fordert durch die vielseitig mir gemachten Mittheilungen
von dem ächten Familienleben, von dem Wa wahrhaft
volksthümlichen u rein menschlichen Geiste, welcher in
Bremen wehen u wirken soll, gern persönlich u mündlich
gethan, um so mehr als eine edle hierfür stimmfähige
Frau, die Frau Prinzessin Caroline zu Schaumburg-Lippe
mir dazu durch die Bekanntschaft mit dHe. Dr. Lorrent
u durch schriftliche Einführung bey dem He. Bürgermeister Schmidt Smit /
[3R]
die Hand bieten wollte. -
Auch sollten von einer andern Seite her, von einem
Augenzeugen hier schriftliche Mittheilungen an dHe. Justizrath Dr.
Metz, an He. Ältermann <Quendel>, He. Kaufmann
<Oelerich> u andere - mir einen prüfenden Kreis von
seltener Ausgezeichnetheit verschaffen. Doch die sei
Doch die eben gedachte seit Monat Juny d.J. hier eröff-
nete Kinderpfleg[e]- Spiel- u Beschäftigungsanstalt, be-
sonders auch die häufig prüfende Gegenwart Auswär-
tiger, wie der jetzige Gesammtstand meines hiesigen
Wirkens macht es mir unmöglich, mir jenen früher
erstlich gehegten Entschluß Gedanken auszuführen. Aber
dadurch, ich gestehe es offen wünschte ich für den Gegenstand
nicht die prüfende Beachtung einer so ausgezeichneten Gemein-
samheit so vorzüglicher Menschen u seltner Verhältnisse zu
verlieren. Dieß ist daher Gr der Grund, warum ich
mir erlaube, Ihnen wenigstens freylich durch den freylich mehr todten
Buchstaben als durch die Lebensfülle der Sache selbst, zur Ein-
sicht u Prüfung vorzulegen, was mir möglich ist,
um dadurch im Bereich Ihrer Bekanntschaft eine
sich darbiethende Gelegenheit zu benutzen dem Gegen-
stand selbst hier an Ort u Stelle eine persönl. prüfende
Aufmerksamkeit zu schenken gewinnen; ja vielleicht selbst gar -
ich erlaube es mir unumwunden auszusprechen, zu bewirken, daß ein einem
Ihnen sich ver
für diesen Gegenstand competenter erziehender
Lehrer oder Männer zu veranlassen Bremens veran-
laßt würden, den Gegenstand hier in Bl[an]k[en]b[ur]g einer eingehenden
Prüfung zu unterwerfen.
Ohne einem daraus hervorgehenden Urtheil über das
Ganze auch nur im Mindesten vorzugreifen, glaube ich
jedoch nach allem, was mir bisher fast einstimmig
von jedem Besuchenden ausgesprochen wurde, die Versicherung
geben zu können, daß jedenfalls ein reicher Schatz von An-
regungen u Kenntniß neuer Bildungsmittel u Weisen
das Ergebniß davon seyn soll. Vielleicht ist aber auch schon
der Geist u dWirksamkeit einer solchen Kinderbeschäftigungsweise
durch durch Mittheilung von Ihrer Jungfrau Schwägerin, der Fräulein /
[4]
3) H Dr Rüte in Bremen
Mathilde Krämer, der bisherigen erziehenden Gehülfin im
Hause u in der Wirksamkeit meines Freundes, des He. Langethal
Vorsteher der Waisenhauserziehungsanstalt zu Burgdorf,
wo die Kleinen auf die gleiche von mir <angebahnte> Weise
beschäftigt werden, nicht unbekannt, was mir freylich
wegen der Beziehungslosigkeit der Mittheilungen am
liebsten wäre.
Hierdurch sehe ich mich auf einen Gedanken zurück-
geführt, dessen Ausführung einen wesentlicher Gegenstand
meiner Unternehmung, meines Wirkens ist, und der
mir so wichtig erscheint, daß ich nicht glaube denselben
hier übergehen zu dürfen. Es ist der: die erste Pflege des
Kindes, des Menschen im Kinde, der Kindheit, der Menschheit
in der Kindheit ruht in dem weiblichen Gemüthe, wir sagen
sie liegt in weiblicher Hand. Darum erscheint es mir ganz vor
Allem wichtig, daß eben in von dem weiblichen Geschlechte und
ganz namentlich allen denjenigen, welchen nicht nur die frühe u
erste Pflege des Kindes unmittelbar nahe obliegt, sondern denen sie
sonst durch die Gesammtheit der Lebensumstände anvertraut
wird u übertragen werden muß, also keinesweges nicht nur den
Müttern, sondern namentlich auch den ältern Schwestern und
Töchtern, vor allem aber besonders aber den Kinderwärterinnen,
auch den anderswo sogenannten Bonnen, die Beachtung u
Pflege
der gesammten Äußerungen des Lebens- u Bildungs[-], des Thätig-
keits- u Beschäftigungstriebes der Kinder nahegebracht, sie diese für
die Pflege derselben ausgebildet würden. In dieser Beziehung
nun wünschte ich ganz besonders, daß von erfahrnen Familien
u für ächte Kindheitpflege zusammengetretenen Familienvereinen
meine Bestrebungen u Unternehmungen keinesweges nur in
ihren noch unvollkommenen Leistungen, sondern ihrem Grund-
gedanken nach geprüft werden möchten, u zwar vornehmlich
in der Beziehung, daß an solchen Anstalten, wo sie ausgeführt
würden, wie das dieses auch hier der Fall ist, ältere Geschwister u Kinder-
wärterinnen, ja auch selbst Mütter zur Selbstbelehrung u Ausbildung
für diesen Gegenstand Antheil nehmen könnten.
Für das vorgerücktere Alter vom 3ten bis zum 6ten, 7ten Jahre
könnte dann vielleicht ein Gedanke in Anwendung kommen,
welcher ausgesprochen auch mehrseitig Anklang fand, nämlich
daß diejenigen jungen Leute, welche sich dem Lehrfach, besonders
für Volks- u Elementarschulen widmen wollen vor Eintritt /
[4R]
in bestimmte Bildungsanstalten dafür (Seminarien) einige Jahre
sich dieser ersten Kinderpflege des gedachten Alters zur entspre-
chenden Einführung u genügenden Vorbildung für den sie erwartenden
Beruf sich ausbildeten widmen möchten. Doch auch der Gedanke u die Anordnung hat ihr
Gutes, das junge Lehrer nach Ablauf ihres Lehrerbildungscursus
zur ächten Einführung u Befähigung zu ihrer ausübenden Lehrerwirk-
samkeit sich vorher der frühen u ersten Pflege Erziehung der Kin-
der durch Beachtung u Pflege ihres sich allseitig äußernden Thätigkeits-
u Beschäftigungstriebes derselben widmen hingäben.
Ich habe mir erlaubt Ew. Wohlgeboren diese ins Einzelne gehen-
den Andeutungen auszusprechen, weil mir so häufig bey Mitthei-
lungen über den in Frage stehenden Gegenstand entgegnet wurde:
die Sache ist zwar wohl zwar recht gut, wie aber kann sie ins Leben
ein- u in demselben aus- u durchgeführt werden? -
So bliebe mir nun wohl zur nächsten allgemeinen Prüfung
des Gedankens keine Mittheilung mehr übrig, als einige mir
eben zur Hand liegende Andeutungen dessen, was bisher in einigen hier und
in andern Punkten für die Ausführung desselben würklich geschehen ist u geschieht,
mich sonst auf das beziehend, was in manchen andern Blättern darüber
ausgesprochen worden ist.
Da ich aber auch auch oft gefragt worden bin, u man auch im Kreise
Ihrer Lebensverknüpfungen fragen könnte vielleicht auch fragen mag: Kann nun nicht
nur
eine so begonnene Bildungsweise des Menschen im Fortgang
seiner Entwickelung auch festgehalten werden, u geschieht wirklich etwas
dafür? - so spreche kann ich darauf antworten, daß das wirklich
im Bereiche meiner gesammten Erziehungsunternehmungen liegt.
Und so lege ich hier besonders ein Paar Schriftchen bey welche den Zusammenhang u Einklang meiner
Erziehungsgrundsätze im Allgemeinen mit dem hier besonders heraus-
gehobenen Untern Erziehungsunternehmen andeuten.
So nun das Ganze Ihrem besten Ermessen zur Prüfung
und Beachtung übergebend und Sie wegen meiner unaufge-
forderten Mittheilung um gütige Nachsicht bittend unterzeichne
ich mich mit vorzüglicher Hochachtung
Ew. Wohlgeboren
ergebenster [Text bricht ab]