Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an F. W. Witz [u.a.] in Blankenburg v. <Anfang> 5.1840 (Blankenburg)


F. an F. W. Witz [u.a.] in Blankenburg v. <Anfang> 5.1840 (Blankenburg)
(BN 712, Bl 2, undat. Entwurf 1 Bl 4° 1 S. Der Brief ist offensichtlich an mehrere Mitglieder des Blankenburger Magistrats gerichtet, evtl. Rundschreiben mit „Anlage“. Datierung: Briefliste Nr. 955 datiert „Mai 40“, plausibel: F. schickt Barop am 29.4. den ausgearbeiteten „Plan“ der Stiftung des Kindergarten zu und teilt Barop am 16.6. mit, dass er Witz über den Stand der Vorbereitungen des Stiftungsfests berichten will. Offensichtlich fand die Besprechung, zu der F. im Briefentwurf einlädt, dann Anfang Mai statt. Die im Entwurf erwähnte „Anlage“ könnte der „Plan“ der Kindergarten-Stiftung sein. )

Wohlgeborner Herr
Hochverehrtester Verehrtester Herr Oberbürgermeister
Verehrtester Herr Rath u Amtmann
Hochwürdiger Herr
Hochverehrtester Herr

Ich bin so frey in der Anlage Ihnen im Verein mit meinen Freunden
in Keilhau namentl HErrn Midd u Barop einen Gedanken zur gütigen
u geneigten Prüfung vorzulegen, dessen Ausführung mich in
den jüngsten Tagen ganz besonders beschäftigt hat fühle
dann Ihre mir stets so lebenvoll an meinem gesammten Erziehungsunternehmen
beweisende förderliche Theilnahme fühle ich macht mich
so frey gedrungen Ihnen, im Verein mit meinen Freunden u namentl Hern Midden[dorff]
u Barop einen Gedanken zur gütigen u geneigten Prüfung
vorzulegen, dessen Ausführung mich gegenwärtig jetzt in den jüngsten Tagen ganz besonders
beschäftigt hat u der jetzt der nächste Gegenstand bis zur Veröffentlichung
gediehen ist.
Sollte die Ausführung der Gedanke auch dieses Erziehungsunternehmens
Ihres Beystimmung Beyfalls sich Ihrer
förderlichen Beystimmung erfreuen so bin ich so frey Sie auf künftigen
Sonntag Nachmittag zu einer Tasse Kaffee freundlichen Ber[atung] zu <tiefer neuer ferner ?>
mir einzuladen um dann noch vielleicht im Verein mit einigen andern Freunden dem HErrn <Supp> u Herrn Oberl Witz u den oben genannten Freunden aus Keilhau den Gegenstand weiter
in Berathung zu ziehen und Ihnen das bisher dafür geschehene
welche ich gleichfalls dann den Geneigtesten zur Prüfung umfassend ausführlich in seiner Ausführung und namentl
mit den obengen[annten] Freunden aus Keilhau denselben weiter in Berathung zu <nehmen>
Ihnen auch ausführlich mitzutheilen was bereits dafür geschehen ist.
Genehmigen Sie Mit der vorzügl Hochschätzung

Ew
        ergebenster
        Fr.Fröbel