Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Wilhelm Middendorff in Keilhau v. <Sommer 1840> (Blankenburg)


F. an Wilhelm Middendorff in Keilhau v. <Sommer 1840> (Blankenburg)
(KN 56,3, undat. Brieforiginal 1 Bl 8° 1 S. Datierung: nach Briefliste Nr. 1027; Übernahme durch KN-Katalog; möglich, aber nicht verifiziert. Der Briefinhalt läßt evtl. Eingrenzung auf „Sommer 1840“ zu.)

Dein Brief l. Middendorff

kommt mir auf das höchste unerwartet, eine
solche Nachricht bey so schönem Wetter konnte
ich nicht vermuthen, was thut denn ein so
leiser Schauer?- Ich wünschte und ich möchte
sagen ich erwarte Euch noch: Ihr könnt Euch doch
wohl denken daß um 1½ Uhr ich es schwer mehr
abbestellen kann. Morgen geht es auch nicht
da ist Tanz im Chrysopras, die andern Tage
weißt Du haben wir Spielschule. Ihr habt
wenn Ihr nicht kommt uns allen eine große
Freude verdorben. Dann ist es auch das letzte
mal, daß ich je wieder Jemand von Keilhau
hier einlade, denn wahrlich heut dünkt mich war
keine Entschuldigung dazu.
Nochmals ich dächte Ihr kämet noch. schicket [sc.: Schicket]
mir wenn Ihr nicht kommt, sogleich einen Bothen
sey es Krug oder Frosch oder wer es sey. Es
ist hier alles so schön eingerichtet. Was thut
denn ein wenig Regen; doch macht es, wie Ihr
wollt.
DFrFr /
[1R]

[Adresse:]
Herrn Middendorff
in
Keilhau