Briefausgabe Friedrich FröbelBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung / Fröbel-Forschungsstelle der Universität Duisburg-Essen

F. an Robert Kohl in Keilhau v. 3.10.1840 (Blankenburg)


F. an Robert Kohl in Keilhau v. 3.10.1840 (Blankenburg)
(FMMO, Brieforiginal 1 B 8° 2 S., ed. Kohl 1932, 5)
(Verhältnis Originalzeile : Transkriptionszeile nicht 1 : 1)

Blankenburg Sonnabends am 3en Oktober 1840


Sehr geschätzter, lieber Herr Kohl.

Weil sich mir so eben durch die abreisenden Fräulein eine günstige Gelegenheit zeigt frage ich bey Ihnen an: werden Sie Montags Abend wieder in Keilhau seyn?-
Dienstag haben wir hier unsere Kirchweyh; Nun hätte ich gewünscht daß die gesammte Keilhauer Jugend, Sie lieber Herr Kohl mit an ihrer Spitze an diesem Nachmittag herüber nach Blankenburg gekommen wären um uns im Schwarzburger Hofe durch Gesang, Spiel und Gespräch zu vergnügen; Sie sehen aber ganz vor allem, daß es nöthig ist, daß wir Sie dabey haben, wird dieß nun wohl möglich seyn?- Wo nicht, so mache ich mir die Freude die Gesammtheit hier zu sehen an einem anderen Tage. Nun kann ich wohl keine Antwort auf meine Frage erhalten; allein ich wollte Ihnen doch meinen Plan mittheilen, damit Sie Ihre Einrichtung darnach machen können.- Eben fällt mir zu meiner Freude ein, daß die Fräulein ja einen Blankenburger Kutscher haben, durch diesen kann ich ja Antwort erhalten; ich bitte deßhalb /
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antworten Sie mir gütigst auf einem Zettelchen mit Ja! oder Nein. Nicht wahr Sie thun es?-
Seyn Sie doch auch so freundlich der Fräulein Marezoll einen Besuch zu machen, wenn es nur irgend angeht, sie wünscht gar sehr Sie in Jena noch zu sprechen.
Die Beylage erklärt sich selbst; sie enthält eine unangenehme Auslassung in der Festbeschreibung welche ich Ihnen doch senden wollte im Fall Sie von Ihrem Exemplare in Jena Gebrauch machen wollen.-
Herr Barop in Keilhau ist sehr unwohl, Middendorff sagt krank, noch von der Erkältung auf dem Milchschauer her; auch deßhalb ist es wohl gut wenn Sie Montags wieder eintreffen[.]
Mit dem herzlichsten Gruß und den aufrichtigsten Gesinnungen

der Ihrige
FriedrichFröbel /
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